05.02.2012 36. Woche
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Ab in's Bett, man muss sich nicht alles antun; Ein Fisch für den Kinderwagen, wenn schon spießig, dann richtig; Minus 20 c°, gut eingepackt geht es an die frische Luft
Ab in's Bett

Auch wenn ich gerade noch davon geschrieben habe, wie mein Sohn üblicherweise auf meinem Bauch pennt, ist mir heute ein wenig der Kragen geplatzt. Ich bin seit Wochen erkältet und mein Kopf war nicht sehr strapazierfähig. Gegen 14:00 Uhr war Piet sichtlich müde und fertig mit der Welt, aber jedesmal, wenn ich ihm die Flasche geben wollte, hat er mich wütend angebrüllt uns sich gewunden wie ein kleiner Aal, nur eben mit Armen und Beinen, was die Sache noch schwieriger machte. Nach dem vierten Versuch mit lautem, wütendem Gebrüll war es mir dann genug.

Ich habe Piet geschnappt, in den Schlafsack verfrachtet und in sein Zimmer "abgeschoben". Über das Babyphon was das Gebrüll wesentlich leichter zu ertragen und das Beste daran: Man kann die Lautstärke regulieren. ;) Es war ein Experiment, bisher hatte das noch nie geklappt, aber diesmal war mein Wille stark und Piet besonders müde. Siehe da, nach kurzer Zeit, vielleicht nach zwei oder drei Minuten, war Ruhe im Zimmer. Gefühlt war es eine halbe Ewigkeit. Ich staunte wegen der unerwarteten Stille und traute mich kaum irgendwas zu machen, aber er schlief.

Inzwischen haben wir gelernt, dass es besser ist, wenn Piet am Nachmittag:

a) nicht zu spät seinen Mittagsschlaf hält, da er sonst direkt in den Nachtschlaf übergeht, was zu einer sehr, sehr kurzen Nacht führt

b) nicht länger als eine Stunde schläft, da er sonst in der Nacht in seinem Zimmer Samba tanzt und uns damit um unseren Schlaf bringt

Um 15:00 Uhr, genau eine Stunde später, habe ich ihn wieder geweckt. Er brauchte einige Minuten, um wieder richtig wach zu werden, aber er war kurz darauf gut gelaunt. Toll gelaufen. Etwas später konnten wir eine Runde um den Block gehen und den neuen, gerauchten Kinderwagen probe fahren. Meine Frau wollte unbedingt noch eine Alternative zu unserem Quinny haben und hat bei den Kleinanzeigen einen Teutonia ergattert. Wir werden demnächst einen kleinen Erfahrungsbericht zu beiden Kinderwagen schreiben, denn den perfekten Kinderwagen gibt es offenbar, zumindest für uns, nicht.


Ein Fisch für den Kinderwagen

Die Frage nach dem richtigen Kinderwagen, lässt sich ungefähr so einfach beantworten, wie die Frage nach dem Sinn des Lebens: 42

Bisher war ich mit unserem alten Kinderwagen eigentlich sehr zufrieden, aber als wir von der Babyschale auf die Liegeposition wechselten, begann Piet immer wieder nach kurzer Zeit zu meckern. Einen konkreten Grund konnten wir dafür nicht finden, es sah eigentlich alles sehr bequem aus. Meine Frau hatte extra noch einen schönen Fußsack und die Sitzverkleinerung dazu gekauft, aber auch das half nicht.

Also machte meine Frau sich auf die Suche nach einer Alternative. Freunde von uns haben einen Wagen, dessen maximale Zuladung und schnelle Klappfunktion uns schon beeindruckt haben. Beides kommt bei unserem aktuellem nicht so gut weg, denn die Zuladung ist ein Witz und das Klappen nervt, weil immer, wirklich immer das Frontrad sich verkeilt. Bei den Kleinanzeigen fand sich dann eben dieser Wagen unserer Freunde für 120,00 Euro in ORANGE. Super dachte ich, wenn mir schon nicht die Form gefällt, die Farbe ist der Knaller und auch schön "piratig". Noch einen Jolly Roger drauf gesprüht und fertig ist die Wahlwerbung. Leider musste meine Frau vor Ort feststellen, dass die Bremse (und der Wagen hat nur eine) keine Funktion hatte. Ein Problem, welches wohl häufiger auftritt. Dennoch, für uns war der Kinderwagen damit gestorben.

Kurze Zeit später schleppte meine Frau einen weiteren in blau an, der war zwar etwas teurer, aber die Bremse funktionierte einwandfrei. Gut, blau ist besser als pink, aber noch spießiger geht es nicht mehr. Widerwillig machte ich die ersten Fahrten mit dem Wagen, zusammen mit meiner Frau, die ganz stolz auf ihre "Beute" war. Als ich heute dann alleine mit Piet raus wollte, nahm ich den von mir bevorzugten, ersten Kinderwagen von uns. Ich war keine 50 Meter weit gekommen, da quengelte Piet auch schon ohne Unterlass. Ne, das tut ich mir nicht an. Also bin ich umgedreht, ich wollte es nun wissen. Ich packte Piet vom Alten in den Neuen und machte mich wieder auf den Weg.

Erstaunlicherweise gab mein Sohn nun keinen einzigen Piep von sich und war sichtlich zufrieden mit der Welt. Damit ist die Sache wohl klar, wir behalten dann doch den langweiligen Blauen. Eine Sache muss ich jetzt noch erledigen, denn wenn schon spießig, dann richtig. Wo bekomme ich so einen Fisch her, der immer auf den Heckklappen der Autos von den Mittelspurkriechern zu finden ist? Der muss auf den Kinderwagen drauf, so viel steht mal fest. :)



Minus 20 C°

Dass es kalt ist, hat vermutlich jeder gemerkt. Wir wohnen unter dem Dach in einem Haus, das 1982 gebaut wurde und heizen uns blöde. Unser Thermometer zeigte heute Morgen minus 13,8 Grad an, in der Nacht waren es sogar minus 20 c° auf dem Balkon. Wir hätten doch die neuen Fenster einbauen sollen. :)

Natürlich gehen wir auch bei diesen Temperaturen an die frische Luft. Im neuen Kinderwagen fühlt sich Piet offenbar sauwohl und warm ist ihm im neuen Fußsack auch, so kann man ruhig eine Stunde raus gehen. Schnee ist ja bisher bei uns noch nicht gefallen, also ist Rodeln im Naturschutzgebiet noch nicht drin gewesen. Ich selbst bin absolut beeindruckt von meinen Wanderschuhen, in denen habe ich immer total warme Füße, auch die anderen Klamotten im Ausverkauf ergatterten Sachen machen sich super bei dem Wetter. So wird einem beim Schieben zumindest nicht kalt.

Piet selbst bekommt eine Daunenjacke und noch eine Mütze dazu als Kälteschutz an, beides haben wir gebraucht, für kleines Geld, im Second-Hand-Laden bei uns in Grimlinghausen ergattert. Die Mütze steht Piet übrigens erstaunlich gut.

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Tagebuch Guido

Guido
Alter: 34
Wohnort: Neuss
Beruf: Vollzeitvater
Familienstand: verheiratet
Geburtstag Kind: 15.04.2011
Letzter Eintrag: 25.06.2012

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