Väter: Immer noch Familienernährer |
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Da die Väter zu über 80% Vollzeit berufstätig sind, findet man bei ihnen eine stärkere Berufsorientierung. Über 40% der Frauen hingegen sind nicht erwerbstätig, knapp 45% sind in Teilzeit beschäftigt. Sie neigen daher einem „adaptiven Familienmodell“ zu, das die Lebensbereiche Familie und Beruf aufeinander zu beziehen versucht. |
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Die Eltern legen viel Wert auf das Handeln als Paar in der Familie. Das braucht gemeinsame Zeit – und schränkt die Zeit für den Beruf ein. Familienpolitische Vorstellungen, nach denen die Mütter mehr arbeiten würden, wenn die Männer sich mehr in der Familie engagieren, treffen offenkundig nicht zu. Die Familien bevorzugen ein „sequenzielles Modell“, das in der Phase des Aufwachsens der Kinder Fürsorge und Beruf miteinander kombiniert.
Demnach ist es nur konsequent, dass 40% der Mütter von unter Dreijährigen – aber auch 40% der Väter – meinen, die Mutter sollte nicht erwerbstätig sein. Das ändert sich schon im Kindergartenalter: Da stimmen nur noch 10% der Väter und 8% der Mütter diesem Satz zu. Mit steigendem Alter der Kinder wollen Mütter dazuverdienen. Doch auch wenn die Kinder zur Schule gehen, wünschen nur 10% der Mütter eine Vollzeitstelle, 60% wollen sich Teilzeit. Die Wünsche der Väter unterscheiden sich hiervon kaum. |
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Angemahnt: Zeitpolitik für Familien
Die Hausfrauenehe ist demnach völlig out, ökonomische Selbständigkeit ist jungen Müttern wie Vätern wichtig. Das ist ein enormer Gegensatz zur Generation ihrer Eltern. Trotz dieser unterschiedlichen Lebenskonzepte der Generationen unterstützen sie sich gegenseitig.
Bei der Frage nach politischen Maßnahmen wünschen sich Eltern vor allem im Bereich „Zeit“ Entlastung. Männer ordnen finanzielle Zuwendungen in ihrer Prioritätenliste höher an als Frauen. Vor allem Alleinerziehende sehen in der Verbesserung der Infrastruktur die vorrangige politische Aufgabe. Die Forscher mahnen daher vor allem bei der Zeitpolitik und bei den Öffnungszeiten der Kindergärten rasches Handeln an. |
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TEIL 2
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