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Fahrradanhänger oder die Prinzessin in der Kutsche

Handelsüblicher Fahrradanhänger, zweisitzig
Bild: Hersteller

Die Stiftung Warentest zeichnet knapp die Hälfte der getesteten Modelle mit einem „gut“ aus. Für Ökotest dagegen gibt es fast keinen Mangel, der an Fahrradanhängern nicht festgestellt wurde. Wie steht es mit Sicherheit und Komfort im Fahrradanhänger? Und was kostet der Spaß?

Ob zum Einkaufen oder für mehrtägige Touren über Land - ich fahre gern mit Fahrradanhänger. Und meine Tochter thront mit wehenden Haaren in ihrer Kutsche. Neugierig sieht sie die Welt vorüberziehen. Im Fahrradanhänger bleibt sogar noch Platz für einen kleinen Einkauf oder Zelt und Schlafsack.

Das Radfahren mit Fahrradanhänger und Kind ist ein sportliches Erlebnis. Bei Gegenwind und bei leichten Steigungen muss ich kräftig in die Pedale treten, um mein Gefährt in Bewegung zu setzen. Bergab schiebt der Hänger. Die Landschaft fliegt im Sausewind vorbei.

Sicherheit

Fahrradanhänger sind grundsätzlich sicherer als Fahrradsitze. Der Hänger kippt nicht um, wenn der Radfahrer stürzt. Bei einem Unfall fallen die Kinder nicht vom Rad. Wenn ein Auto auffährt wird der Hänger weg geschoben. Er wird nicht zerdrückt. Eine Metallwanne als Boden bietet mehr Stabilität als ein Boden aus gespanntem Stoff. Ein harter Boden schützt das Kind vor Schlägen von unten. Hängermodelle mit Wanne sind zwar deutlich schwerer, dafür eignen sie sich auch zum Transport größerer Lasten.

Der ADAC weist darauf hin, wie wichtig ein geeignetes Fahrrad ist. Das Rad sollte leichte Übersetzungen, ein Beleuchtungssystem und gute Bremsen haben. Die Stiftung Warentest empfiehlt einen Rückspiegel am Fahrrad, sowie Reflektoren, und eine unabhängige Lichtanlage am Fahrradanhänger. Ein einfaches, jedoch in seiner Wirkung nicht zu unterschätzendes Zubehör ist die bewegliche Fahnenstange mit rotem Fähnchen. Der Kinderhänger ist niedriger als das Fahrrad. Durch das zappelnde Fähnchen ist er auch im Stadtverkehr schon von weitem erkennbar.

Viel befahrene Straßen sind nicht zu empfehlen. Denn der Passagier im Fahrradanhänger reist auf Auspuffhöhe. Das Fahrverhalten des Hängers sollte auf ruhigen Strassen getestet werden. Der Bremsweg mit Fahrradanhänger ist viel länger als ohne. Und auch in Kurven verändert sich das Fahrgefühl. Es ist hilfreich mit Fahrrad und Kinderanhänger in sicherer Umgebung zu üben. Nach kurzer Zeit schon können Bremsverhalten, Breite und Wendekreis mühelos eingeschätzt werden können.

Zweisitzer sind zu empfehlen. Sie bieten zusätzlichen Stauraum und es kann auch mal ein Freund mitgenommen werden. Durch die breite Achse ist die Gefahr des Kippens in Kurven praktisch ausgeschlossen. Beim Kauf eines Kinderanhängers ist außerdem auf die Geräumigkeit im Inneren zu achten. Der Platz muss auch für größere Kinder ausreichen.

Alle Hersteller raten davon ab, die Kinder allein im Hänger zu lassen. Ein guter Ständer am Rad ist trotzdem wichtig. Denn beim Ein- und Aussteigen sollte das Rad sicher stehen.

Federung

Ein gefederter Fahrradanhänger ist grundsätzlich zu empfehlen. Das Kind sollte im Fahrradanhänger ruhig sitzen können, ohne dass der Kopf von der einen Seite zur anderen baumelt. Auch Stöße auf die Wirbelsäule sind bedenklich. Ausschlaggebend für den Fahrkomfort im Kinderhänger ist jedoch weniger die Federung als vielmehr ein angepasster Fahrstil. Vorsicht ist angesagt: Bordsteine und Schlaglöcher vermeiden!

Babys unter neun Monaten sollten im Hängesitz transportiert werden. Kleinere Stöße werden darin abgefedert wie in einer Hängematte. Babyhängesitze kosten etwa 80€. Gebraucht sind sie kaum günstiger. Mit 12 Monaten ist das Kind aus dem Hängesitz herausgewachsen.
Teil 1

Sicherheit

Federung

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Und was kostet der Spaß?

Günstige Alternativen

Zugfahren mit Fahrradanhänger

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Kommentare von Lesern:

 
Kermit:
29.06.2011 17:05
Richterinnen sind in Deutschland Prinzessin
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Was ist wichtig beim Kauf eines Kinderhängers?

  • Kompatibilität:
    Fahrrad und Hänger müssen zusammen passen! Zum Kauf immer das Fahrrad mitbringen.
  • Geräumigkeit:
    Finden auch ältere Kinder genug Platz? Können sie bequem ein- und aussteigen? Ist ausreichend Stauraum vorhanden?
  • Zubehör:
    Soll der Hänger auch als Kinderwagen oder zum Joggen genutzt werden?
  • Sicherheit:
    Eine Metallwanne als Boden bietet mehr Sicherheit.
  • Federung:
    Ein gefederter Hänger ist sinnvoll. Doch der Fahrstil ist entscheidend!
  • Kosten:
    Die Preisspanne reicht von knapp 300€ bis weit über 1000€.
  • Die günstige Alternative:
    Ein Maxicosi Autositz wird im Kinderhänger festgeschnallt. Sinnvoll für Kinder von 5-14 Monaten.

Weiterführende Links

Ökotest Special Fahrradanhänger
www.oekotest.de

Stiftung Warentest Themenübersicht
www.test.de

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