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Geburtsvorbereitung für Väter

Väter bei der Geburt: Dabei sein ist alles!
Bild: Hannes Eichinger - Fotolia.de

Früher war die Angelegenheit für den werdenden Vater recht überschaubar, um nicht zu sagen: einfach und bequem. Männer waren bei der Entbindung geradezu verboten. Das hat sich geändert. Zum Glück, denn so verpassen sie nicht länger einen der schönsten Momente im Leben.



Keine Frage: so eine Geburt ist richtig anstrengend, auch für den Vater. Aber das Ergebnis entschädigt für alles. Zu erleben, wie neues Leben entsteht, wie das eigene Kind ans Licht dieser Welt kommt, und es dann das erste Mal berühren zu können – das sind für viele Männer Augenblicke, die selbst die hart gesottenen zu Tränen rühren.
Gute Vorbereitung ist das A und O

Doch ohne Fleiß kein Preis. Gerade wer als Mann zum ersten Mal in diese Situation zu kommen droht, sollte nicht ohne entsprechende Vorbereitung dastehen. Aber auch zur Auffrischung ist ein „Hechelkurs“ die erste Wahl. Für den Ernstfall sehr hilfreich sind die vielen praktischen Übungen, die während der Geburt in der Regel auch Anwendung finden.

Die Geburtsvorbereitung soll den Mann in die Lage versetzen, dass er bei der Geburt nicht den Kopf verliert, sondern mit Unterstützung der Hebamme seiner Partnerin durch die Geburt helfen kann – mit Ruhe und seiner Kraft. Viel gewonnen ist schon, wenn die Hebamme im Kurs vormacht, welche Geräusche die gebärende Frau hervorzubringen vermag. Dann klingt das bei der Geburt schon viel „normaler“.

Technik ist gut, Vertrauen besser

Für die Entbindung werden die meisten Paare den Ort gewählt haben, an dem sich die Mutter am besten aufgehoben fühlt. Egal, ob die Geburt in der Klinik, im Geburtshaus oder zuhause stattfinden soll, die werdenden Eltern müssen sich in guten Händen wissen. Die vielen technischen Geräte einer Klinik mögen beruhigen, doch sie sind für eine gelungene Entbindung allenfalls als Retter in der Not entscheidend.

Die Hauptarbeit hat nun mal die Mutter zu leisten. Ihre psychische Verfassung ist das Kapital für die Geburt. Das kann die beste technische Ausstattung nicht ersetzen, die vielen Kabel verwirren nur oder lenken davon ab, dass die Person mit den Wehen die Geburt schaffen muss. Und schaffen kann. Die größte Sicherheit garantieren sowieso ihr Partner und eine kompetente, freundliche Hebamme.
Teil 1

Gute Vorbereitung ist das A und O

Technik ist gut, Vertrauen besser

Teil 2

Faktor Geborgenheit

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Die Geburt – welche Rolle spielen Väter?

Väter wissen nicht von Natur aus, wie sie sich bei der Geburt verhalten sollen. Dafür gibt es Kurse, die mehr oder weniger auf eine eigentlich ungewisse Situation vorbereiten. Eine Geburt kann man nicht erklären. Aber ihr den vermeintlichen Schrecken nehmen.

Ein Kind zur Welt zu bringen ist für die Frau Schwerstarbeit. Helfen können Väter bei der Geburt durch ihre Anwesenheit und durch tatkräftige Unterstützung. Sie müssen sich alles verkneifen, was ihre Partnerin verunsichern oder verärgern könnte. Aber im richtigen Moment sind sie die Beschützer vor evtl. übereifrigen Hebammen oder Ärzten.

Während der Geburt kann es die Aufgabe der Väter sein, bestimmte Dinge wie Tücher, Kissen, Trinken und ggf. Essen bereit zu halten, ihrer Partnerin Mut zu machen und mit ihr die im Vorbereitungskurs eingeübten Bewegungen durchzuführen. Gute Hebammen wissen recht genau, wann welche Maßnahmen am besten sind.

Ansonsten gilt: Ruhe bewahren! Auch wenn etwas nicht wie geplant verläuft, und z.B. die Entbindung in den OP verlegt werden muss. „Als es zu Komplikationen während der Geburt kam, habe ich sofort gemerkt, wie sehr meine Frau mich gebraucht hat. Wie es in mir drin aussah? Darauf habe ich gar nicht mehr geachtet; mir war klar, dass es meine Aufgabe war, größtmögliche Zuversicht auszustrahlen und Stärke zu beweisen.“ Andreas, 30, aus Göttingen

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