Abhalten – Windelfrei von Anfang an? |
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Die Oma schüttelt den Kopf. Das müsse doch ein Baby nun wirklich noch nicht können. Aber meine Tochter hat es mir gezeigt, nicht umgekehrt. Abhalten hat nichts damit zu tun ein Kind von etwas abzuhalten. Es hat mit Zuhören und Kommunikation zu tun. Das Ergebnis hat Vorteile und Nachteile für die Eltern.
Überall auf der Welt gibt es Eltern die ihre Babys abhalten. Sie halten sie an den Oberschenkeln mit leicht geöffneten Beinen. Der Rücken des Babys kann sich noch nicht gut alleine halten. Er liegt am Bauch des Erwachsenen. Dieser ermutigt sein Kind mit einem Geräusch und wartet bis das Kind gepullert oder gekackt hat. |
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Babys haben ein natürliches Bedürfnis trocken und sauber zu sein. Dieses Bedürfnis zeigen sie sehr früh in sensiblen Phasen. Sie weinen oder machen ein Geräusch („rufen“) bevor sie ausscheiden. Mit einiger Übung können Eltern ihrem Baby ansehen, dass es sich jetzt erleichtern möchte.
Reagieren die Eltern auf diese Signale, so lernen sie zusammen mit ihrem Kind es über das Waschbecken oder über die Toilette zu halten kurz bevor es pullert oder kackt. Eltern lernen das Abhalten zusammen mit ihren Kindern am leichtesten innerhalb der ersten drei Monate nach der Geburt. Reagieren die Eltern nicht auf seine Signale, so lernt das Kleinkind ohne vorher Laut zu geben in die Windel zu machen.
Weniger Windeln mit Abhalten?
Dass Kinder abgehalten werden, heißt nicht unbedingt, dass sie keine Windel tragen. Babys pinkeln oft. Manchmal ist das Baby einfach zu entspannt, oder zu abgelenkt, um seine Ausscheidung anzukündigen. Außerdem genießt kein Kind immer die ungeteilte Aufmerksamkeit der Eltern. Es kommt vor, das seine Signale übersehen werden.
Eltern, die ihre Kinder abhalten müssen sich darauf gefasst machen, das ihre Kinder diese Praxis regelrecht einfordern. Überall müssen sie geeignete Plätze finden, an denen es möglich ist die Kinder zu halten. Es kommt vor das Babys sich lautstark beschweren, wenn sie doch einmal in die Windel machen sollen.
Es ist ein vorschnelles Urteil, dass Eltern die ihre Kinder abhalten, damit automatisch weniger oder überhaupt keine Windeln mehr bräuchten. Meine Tochter lernte mit dem Abhalten sich immer zu beschweren, wenn ihre Windel etwas feucht wurde. Es war zwar nie viel Pipi in der Windel, aber wir brauchen annähernd ebenso viele Windeln wie andere Familien, die ihr Kind nicht abhalten. |
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Daniela, Hamburg:
03.09.2010 02:28
Als Mutter von zwei windelfreien Mädchen (wir haben mit 7 und mit der Kleinen mit 3 Monaten angefangen) kann ich nur sagen: Es ist genau so "anstrengend" wie mit Windeln. Wir haben im übrigen einen Windel Verbrauch von einer Windel je Kind - nachts ;-)
LG Daniela (Tochter 1 - 2,45 Jahre und Tochter 7 Monate)
Anja, Hamburg:
26.09.2009 22:54
Mein Mann sagt: "Da hat er Recht! Kurz knapp, alles gesagt."
Christina B., Berlin:
06.07.2009 09:06
Toller Beitrag! *thumps up*
Genauso machen wir's auch...
Gruß von Christina mit L. (11 Monate)
123-windelfrei.de, Berlin:
04.07.2009 20:01
Großes Lob für diesen Artikel! Genau das ist es: Windeln schaden niemandem, aber die Kommunikation mit dem Kind ist einfach klasse. Und: Es muss Spass machen.
Grüße von www.123-windelfrei.de
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Teil 1
Weniger Windeln mit Abhalten?
Teil 2
Kommunikation mit dem Kleinkind |
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Pinkeln über dem Waschbecken |
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TopfFit!: Der natürliche Weg mit oder ohne Windeln
von Laurie Boucke vom Anahita-Verlag
ISBN-13: 978-3-937797-11-3
188 Seiten für 16,90€
„Abhalten“, „Windelfrei“ und „TopfFit“ sind die häufigsten Bezeichnungen für die im Artikel beschriebene Praxis.
Abhalten ist kein Töpfchentraining. Die Eltern bringen ihrem Kind nichts bei. Sie achten lediglich auf die Signale ihres Kindes.
Abhalten ist eine Kooperation von Eltern und Kind auf dem Weg zur Selbstständigkeit. Es ist keine Konditionierung des Kindes.
Abhalten funktioniert nur, wenn Eltern und Babys Freude daran haben. |
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Weitere Informationen |
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Webside der TopfFit Eltern (Eltern die ihre Kinder abhalten) und monatliches Treffen in Kassel:
www.topffit.de |
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