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Holzverbindungen - Leimen, Schrauben, Nageln

Mancher Nagel hält länger als der, der ihn einschlägt
Bild: väterzeit.de

Basteln für die Kids und mit ihnen ist für Väter eigentlich Pflicht und das nächstliegende Material dafür ist eben Holz. Holz ist leicht, mit simplen Mitteln zu bearbeiten, hält etwas aus, fasst sich angenehm an und ist darüber hinaus einfach schön. Das ideale Material also, um daraus 1000 Dinge zu basteln und zu bauen, die Kindern und Vätern Freude machen.
Fast noch wichtiger als die Bearbeitung des Holzes ist das Verbinden von Einzelteilen zur fertigen Holzarbeit. Es gibt eine ganze Reihe Holzverbindungstechniken, von denen einige auch für die Bastelarbeiten von Vätern und Kindern geeignet sind.

Das Nageln

Eine einfache und wichtige Holzverbindungstechnik ist das Nageln; es ermöglicht den leichten Einstieg in den Umgang mit Holz: Mit einem Hammer, Nägeln und einer Säge kommt man schon ziemlich weit. Eine Beißzange und/oder ein Nageleisen gehören auch noch dazu, damit man fehlgeleitete Kandidaten notfalls wieder entfernen kann.

Ein großer Vorteil des Nagelns ist im Hinblick auf Kinder, dass es Hämmer und Nägel in ganz unterschiedlichen Größen gibt. Wenn der Zimmermanns- oder Schlosserhammer mit 500 Gramm noch zu schwer für die Händchen ist, können die Kids sich mithilfe eines kleineren Exemplars an kleineren Nägeln versuchen.

Ab einem gewissen Alter ist bei Kindern die nötige Feinmotorik vorhanden, um einen Nagel zu halten und dann darf das Nageln ruhig probiert werden, eventuell zunächst mit einem Pappstreifen als Nagelhalter. Und am besten an einem Stück Holz, welches man vor sich hinlegen und in bequemer Haltung hämmern kann. Gehen die Nägel dann erst einmal flott und gerade ins Holz, können die kleinen Holzwerker auch schon richtig mithelfen, zumindest an gut zugänglichen Stellen. Vielleicht nicht gerade hoch oben im Baum beim Baumhausbau, aber doch überall da, wo sie sicher stehen, knien oder sitzen können.
Holzschrauben

Für feinere Holzarbeiten gibt es Holzschrauben. Sie sind so gemacht, dass sie sich ihr Gewinde selbst schneiden. Für herkömmliche Holzschrauben muss man vorbohren. Den Durchmesser hierfür muss man nicht aus einer Tabelle nehmen, sondern wählt ganz einfach den Bohrer so stark wie der Kern der Schraube ist oder (speziell bei weichem Holz) eine Idee dünner.

Eine Sonderform der Holzschraube ist die Spanplattenschraube, auch bekannt als Spax-Schraube. Sie ist ursprünglich für das Anbringen von Spanplatten auf Massivholzteilen gedacht. Dabei braucht man nicht vorzubohren, sondern jagt die Schraube einfach durch die Spanplatte ins Holz. Man kann damit auch Massivholz auf Massivholz schrauben; dann muss man aber das obere Teil doch durchbohren. Bei hartem Holz und/oder schlanken Teilen sollte man übrigens das untere Loch auch bei Spanplattenschrauben vorbohren.

Am besten schraubt es sich mit Schrauben, die einen Vielzahn- oder Torxx-Kopf haben; allerdings muss man hier immer ein genau passendes Schrauberbit nehmen. Das sollte man aber auch bei Kreuzschlitzschrauben tun; so manche verorgelte und auf halbem Weg stecken gebliebene Schraube geht auf das Konto eines nicht genau passenden Kreuzschlitz-Bits.

Wenn ein Kind das Nageln hinkriegt, wird auch das Schrauben klappen. Größere Kinder können ruhig auch schon einen Akkuschrauber benutzen: Man lässt die Kids damit kleinere Schrauben eindrehen, bei denen man die Rutschkupplung so schwach einstellt, dass sich die Maschine dem Kind nicht aus der Hand winden kann.

Leimen und Kleben

Es gibt heutzutage exzellente Kleber für Holz, die aber dort wo Kinder sind, absolut nichts zu suchen haben – sie sind hochgiftig. Kleister ist auch ein Kleber und tut immer da gute Dienste, wo man Papier auf Holz kleben muss. Kleister ist nichts anderes als Stärke, man kann also auch selbst gemixte Mehlpampe nehmen, die ist garantiert ungiftig.

Der Unterschied zwischen Leimen und Kleben besteht darin, dass beim Leimen fast gar keine Fuge da sein darf, weil der Leim viel weicher ist als das Holz. Deswegen müssen Teile, die man verleimt genau zusammenpassen und mit hohem Druck aufeinander gepresst werden. Bei großen Teilen hat man daher in aller Regel genau eine Schraubzwinge zuwenig.

Schraubzwingen sind zwar relativ teuer, aber für kleine Sachen, wie Holzspielzeug braucht man keine so großen und auch nicht so viele. Hier ist das Leimen also ideal. „Echt Bio“ ist der traditionelle Heißleim, der auf dem Ofen im Wasserbad vor sich hin blubbert. Aber auch der bewährte Kalt- oder Weißleim ist ungiftig, darf also unter Aufsicht ruhig auch in nicht allzu kleine Kinderhände gelangen.

Volker Wollny

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05.05.2011 06:58
Leimen und Kleben

Es gibt heutzutage exzellente Kleber für Holz, die aber dort wo Kinder sind, absolut nichts zu suchen haben – sie sind hochgiftig. Kleister ist auch ein Kleber und tut immer da gute Dienste, wo man Papier auf Holz kleben muss. Kleister ist nichts anderes als Stärke, man kann also auch selbst gemixte Mehlpampe nehmen, die ist garantiert ungiftig.

Der Unterschied zwischen Leimen und Kleben besteht darin, dass beim Leimen fast gar keine Fuge da sein darf, weil der Leim viel weicher ist als das Holz. Deswegen müssen Teile, die man verleimt genau zusammenpassen und mit hohem Druck aufeinander gepresst werden. Bei großen Teilen hat man daher in aller Regel genau eine Schraubzwinge zuwenig.

Schraubzwingen sind zwar relativ teuer, aber für kleine Sachen, wie Holzspielzeug braucht man keine so großen und auch nicht so viele. Hier ist das Leimen also ideal. „Echt Bio“ ist der traditionelle Heißleim, der auf dem Ofen im Wasserbad vor sich hin blubbert. Aber auch der bewährte Kalt- oder Weißleim ist ungiftig, darf also unter Aufsicht ruhig auch in nicht allzu kleine Kinderhände gelangen.
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Manchmal sind billige Dinge jedoch erstaunlich haltbar. Gerade auch Schraubzwingen gibt es oft auf dem Grabbeltisch. Bewährte Taktik: Mitnehmen, Kassenbon aufheben, zuhause sofort ausprobieren! Knallt die Schraubzwinge ab, trägt man sie einfach wieder in den Laden und verlangt sein Geld zurück.

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