28.08.2011 17. Woche
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Rollmops

Ein netter Nachmittag bei Freunden, nebenbei beginnt unser Mops zu rollen, dann noch ein Männerabend und die Erklärung, wie man aus einer Gartenlaube eine Hundehütte macht.
Grillen

Freunde von uns haben ein Haus gebaut, praktisch fast alleine. Mittlerweile hat auch der Garten Gestalt angenommen, so dass wir dort regelmäßig zum Grillen einkehren dürfen. Damit das auch richtig Spaß macht, hat unser Maurer- und Betonbaumeister sich gleich noch einen kleinen Traum erfüllt: Einen Grill selbst gemauert und in Beton gegossen. So etwas findet man nicht im Baumarkt.

Andere Leute haben Häuser, in denen weniger Material verbaut ist. ;)

Der Rauch kann über den beinahe zwei Etagen hohen Schornstein abziehen, ohne dass sich irgendein Nachbar gestört fühlen kann. Der Grill entwickelt eine Riesenhitze und hält diese, dank der Schamottsteine im Inneren, auch sehr lange aufrecht. Die Asche kann, noch während der Grill in Betrieb ist, in eine selbst geschweißte Auffang-Box fallen. Genial. So macht das Grillen richtig Freude und geht zu meinem Glück auch sehr schnell. Als Beilage gab es Gemüse aus eigenem Anbau, ebenfalls gegrillt. So einen Nutzgarten hätte ich auch gerne.

Piet schaute die ganze Zeit interessiert zu, fand es dann aber doof, dass wir ohne ihn gegessen haben. Das bekommt er mittlerweile durchaus schon mit. Nachdem er seine Flasche bekommen hatte, war er aber wieder friedlich und schlief auf meinem, jetzt noch dickeren, Bauch ein.

Wir haben den sonnigen Nachmittag sehr genossen und sind pünklich vor Piets Schlafenszeit wieder gefahren. Auch wir lernen dazu und respektieren seinen Rhythmus. Wenn wir das nicht tun, wird der nächste Tag einfach zu anstrengend.


Ich bin nicht dumm - ich bin nicht dumm...

... Ich kann das bloß nicht anders' rum!

Ich hatte ja die stille Hoffnung, dass Piet eventuell erneut durchschlafen würde. Natürlich war dem nicht so, es hätte auch nicht viel gebracht, denn um 02:30 Uhr saß ich, auch ohne das Piet auch nur einen Laut von sich gegeben hätte, senkrecht im Bett.

Wieder einmal Gewitter in Neuss. An sich ist das nicht weiter wild, allerdings hatte ich in der gesamten Wohnung die Fenster auf, in der Hoffnung auf eine Abkühlung in der Nacht. Unterm Dach waren es bereits wieder an die 30 C° gewesen. An Fernstern haben wir 16, die meisten waren offen und knarrten bereits auffällig, deswegen wurde ich auch wach. Also, alle Fenster schnell schließen. Blöd nur, drei waren in Piets Zimmer und die guten, neuen Dachfenster schließen sich leider mit einem vernehmlichen, lautem " klack-klack".

Davon wachte unser Sohn natürlich auf und wollte nun sofort was zu trinken haben, was solls, ich war ja ohnehin schon auf. Um halb sieben Uhr morgens brüllte es dann aus dem Babyphon, dieses Brüllen war kein Hunger, sondern Frustration. Irgendwas ist nicht in Ordnung, also hopp raus aus dem Bett und nachgesehen.

Ich fand Piet auf dem Bauch, brüllend. Er hatte sich schon des öfteren mal selber in der Nacht auf den Bauch gedreht, allerdings hatte er da einfach weitergeschlafen. Bisher passierte das "auf den Bauch drehen" auch eher per Zufall.

Seit heute nicht mehr. Das ist ein tolles Spiel mit dem Papa. Auf den Bauch drehen und dann nicht zurückkommen. Anschließend anfangen zu brüllen, bis Papa einen wieder umgedreht hat. Und dann schön wieder von vorne. Das hat er nun in einer Stunde zwanzig mal oder öfter gemacht. Hoffentlich lernt er nun zügig, wie man zurück auf den Rücken kommt, dies artet nämlich in Arbeit aus.

Sorgen mache ich mir deswegen übrigens nicht, ich war etwas verwundert, weil zahlreiche Mütter in den Foren "Amok" laufen, wenn sich das Kind im Schlaf auf den Bauch dreht. Oft sind die Kleinen schon sechs bis acht Monate alt. Ich glaube, einige Eltern machen sich dann doch etwas zu viele Gedanken.

In Piets Alter ist die Gefahr zwar noch etwas größer, aber ich werde ihn jetzt sicherlich nicht im Bett fixieren. So dumm ist er nun auch wieder nicht, er wird sich schon melden, wenn etwas nicht stimmt. Stumm ist er ja nun offensichtlich nicht.


Männerabend

Meine Frau war einige Tage beruflich in München und ich somit alleine mit Piet zu Hause. Zufällig hatte mein bester Freund gerade Urlaub. Welches Ereignis resultiert daraus? Genau, ein Männerabend.

Für mich gehören zu einem Männerabend nur wenige Dinge:

- Keine Frauen, ist ja logisch
- Was gutes zu Essen, ich koche selbst, bei Anderen mag es die Pizza vom Lieferservice sein
- Ein blutrünstiger Film, den kaum eine Frau freiwillig mit ansehen würde, zumindest keine, die verheiratet ist. :)

Da meine Frau ja sowieso nicht da war und ich bereits vorgekocht hatte, brauchte ich jetzt nur noch einen passenden Film. Ich fuhr daher zum "roten Riesen" in Düsseldorf, da ich in der Gegend noch was zu erledigen hatte und stöberte durch die FSK18 Abteilung der Blu-Rays. Ich fand einen Film, von dem ich noch nichts gehört hatte und der ein blutiges Gemetzel versprach: CENTURION, in diesem Film spielt Michael Fassbender die Hauptrolle.

Das Gemetzel blieb tatsächlich nicht aus, es floss reichlich CGI-Blut, was man leider auch zu gut erkennen konnte. Wie bei den meisten Filmen ist der historische Hintergund eher Nebensache, an die man sich nicht so genau halten muss. Auch Logikfehler nimmt man bei einem solchem Film eher in Kauf. Insgesamt war es aber trotzdem an der Grenze zum Erträglichem. Einige Schauspieler sind richtig gut, andere zum Weglaufen. Die Kampfzenen sind O.K., aber ich bin und bleibe kein Fan von ruckliger Kameraführung.

Es war ein netter Abend und eine gelungende Abwechslung. Meinen Sohn Piet hatte ich rechtzeitig in sein Bett gebracht. Meine Frau kam gerade dann nach Hause, als wir den Männerabend für beendet erklärt hatten. Perfektes Timing.


Zwei - vier- sechs - acht -- der Papa rennt die ganze Nacht!

Gestern hatte Piet begonnen, sich ständig auf den Bauch zu drehen, um dann frustriert einsehen zu müssen, dass zurück oder vorwärts noch nicht so ganz klappt. Leider macht er dies nun auch in der Nacht, im schönen zwei Stunden Rhythmus.

Boah, ich hatte schon komplett vergessen, wie doof das ist. Extrem unausgeruht war der heutige Tag echt kein Spaß, weder für mich, noch für meinen Sohn. Selbst das Radfahren fand er doof. Dabei ist ER doch sogar trocken geblieben. In "seinem" Fahrradanhänger ist er optimal vor dem Wetter geschützt, im Gegensatz zu mir. Hoffentlich klappt das diese Nacht besser. Ich könnte auch einfach das Babyphon auf lautlos stellen. :)


Not yet a dogs' home

Als mich ein Freund anrief, ob ich ihm helfen könnte, das Dach seiner Gartenlaube mit ihm abzuheben, sagte ich sofort zu. Eine gute Gelegenheit mal rauszukommen. Nebenbei bin ich ihm vermutlich noch ein halbes Duzend Gefallen schuldig, wenn das mal reicht. Also Piet klar gemacht und los, ausnahmsweise mal nicht mit dem Fahrrad, da ich nicht genau wusste, was mich erwartet.

Als ich mir sein Projekt für den Vormittag ansah, wurde ich etwas skeptisch: "Bist Du dir sicher, dass das funktioniert?"

"Klar", war die Antwort, "die Nachbarn haben das auch geschafft, dann schaffen wir das auch!"

Als wir das Dach also anhoben, kam es mir schon recht schwer vor. Später erfur ich, dass die Nachbarn bei ihrer Hütte es nicht zu zweit, sondern zu dritt abgehoben hatten. Nachdem das Dach runter war, kam die Hütte dran. Die stellten wir auch auf Seite, denn sein Projekt war nicht etwa das Dach, sondern der Boden Hütte. Der war komplett weggefault und musste dringend erneuert werden, leider hatte der unter Teil der Laube auch was abbekommen, dort musste die unterste Reihe Latten ebenfalls ausgetauscht werden. Er nahm also die Maße und fuhr zum Baumarkt, ich blieb bei ihm im Haus und bespaßte meinen Sohn, seinen Sohn, seinen Neffen und später noch seine Tochter. Letztere wollte mich erpressen, in dem sie mir "Kitzel" androhte, wenn ich sie nicht fernsehen lassen würde. Da ich das nicht ohne Rücksprache erlauben wollte, kam es zu einem handfestem Grangel und lautem Gebrüll und Gequietsche.

Die Kleine ist zwar gerade erst in den Kindergarten gekommen, hat es aber faustdick hinter den Ohren und auch schon ordentlich Power. So viel, dass davon mein Sohn wach wurde. Es dauerte noch eine ganze Weile, bis mein Freund vom Baumarkt zurück war. Inzwischen war auch seine Frau mit einer Freundin und zwei weiteren Kindern wieder eingetroffen. Full House. Piet fand das alles total spanned.

Nach dem Mittagessen ging es weiter, das Material war inzwischen auch im Garten. Leider stellten wir bald fest, dass die als Ersatz gedachten Latten für die Laube nicht passten. Was nun?
Da weder mein Freund noch ich besonders tolle Handwerker sind, entschlossen wir uns für die pragmatische Methode, die untere Reihe einfach wegzunehmen und den Türholm samt Tür entsprechend zu kürzen. Die neuen Lattenwollten wir dann von innen als Verstärkung anbringen. In dem Moment, wo wir dies so besprachen, hegte ich erneut heftige Zweifel, ob wir das jemals wieder zusammenbekommen.

Wir arbeiteten bis zum späten Nachmittag, um Piet kümmerten sich die Kinder und natürlich auch die Frau meines Freundes. Mein Sohn zeigte dabei wieder sein bestes Benehmen. Am Ende stand die Laube wieder, das Kürzen der Tür war der letzte, große Arbeitsabschitt. Das ging gerade noch so gut, 3 cm mehr und wir hätten auch noch die Angeln versetzen müssen. Das Dach war nun merklich, genaugenommen 12 cm, niedriger. Unsere Konstruktion wird sicher nicht für die Ewigkeit halten, aber nach dem nächsten Kürzen kann man die Laube immer noch als Hundehütte verwenden, denn Hunde brauchen ja keine Türen.

Insgesamt hat die Aktion um die 100 Euro gekostet, eine neue Laube wäre viel teurer gewesen. Gegen 17:30 Uhr packte ich Piet wieder ein, der roch nun merklich nach "fremder" Frau und wurde daher heute direkt gebadet. Kaum im Wagen ging das Gebrüll los, er war abends nicht in sein Bett zu bekommen. Das waren wohl sehr viele Eindrücke für einen Tag.

Heute ist er dafür, bis jetzt, total tiefenentspannt.

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Kommentare von Lesern:

 
linda, Hamburg :
29.08.2011 17:01
Jaja das auf dem bauch drehn kenne ich auch von meinem Sohn (morgen 9 Wochen alt) bei ihm passierte zwar noch zufällig, aber ist dann auch am motzen:-D:-D Gott sei dank schläft er bei uns im Bett so entfällt das aufstehn:-D

Tagebuch Guido

Guido
Alter: 34
Wohnort: Neuss
Beruf: Vollzeitvater
Familienstand: verheiratet
Geburtstag Kind: 15.04.2011
Letzter Eintrag: 25.06.2012

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