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Seifenkiste selber bauen - Bremsen und Lenkung

Seifenkiste selber gebaut
Bild: Volker Wollny

Das Lenkgetriebe



Damit wäre das Fahrgestell bereits fast fertig. Als „Lenkgetriebe“ reicht ein Stück Leine, das mit jedem Ende an einer Seite der Vorderachse befestigt und wie ein Paar Zügel in die Hand genommen wird. Sie können aber auch ein Lenkrad mit einer Welle montieren, zu der die Leinenenden über Umlenkrollen geführt werden und auf die sie sich auf bzw. abwickeln. Fixieren Sie in diesem Falle die Mitte der Leine auf der Welle, damit sie nicht durchrutschen kann. Es empfiehlt sich, Kevlar-Leine oder Drahtseil zu verwenden, da sich gewöhnliche Leinen recken und dann Spiel in die Lenkung kommt.

Schließlich montieren Sie die Rückenlehne und die zugehörige Stütze mit den Lattenstücken, die als Knaggen dienen. Die Länge der Bretter und Latten richtet sich auch hier wieder nach der Breite der Grundplatte.
Seifenkiste selber gebaut
Bild: Volker Wollny

Die Bremse



Wichtig ist die Bremse: Wenn Sie nicht selbst schweißen können, lassen Sie sich diese wie in der Skizze dargestellt von einem Schlosser aus Zollrohr und 25er Flacheisen zusammenschweißen. Die lichte Weite zwischen den Kröpfungen richtet sich wiederum nach dem Bodenbrett und den verwendeten Achsen, die Länge der Flacheisen und der Rohrstücke, die gegen die Reifen drücken, nach dem Durchmesser der Räder.

Montieren sie die ganze Bremse mit zwei passenden Rohrschellen unter das Bodenbrett und bringen Sie noch eine kleine Auflage seitlich an, auf der der Bremshebel ruhen kann und nicht auf den Boden fällt. Bei der Bremse sollten sie keine Kompromisse machen, denn was fahren kann, muss auch gebremst werden können!

Die Karosserie



Bis jetzt hat noch, zumindest bei kleineren Kindern, der Papi das Meiste machen müssen, weil es doch sehr auf Genauigkeit ankam. Dafür kommen die Kiddies jetzt bei der Karosserie zum Zug. Die können sie in der Regel komplett selbst gestalten.

Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt: Vielleicht eine Kiste ohne Deckel und mit einer fehlenden Stirnseite als „Motorhaube“? Pappe, Sperrholz oder halbe Kunststoffrohre könnten für die Kotflügel verwendet werden. Auch Stoßstangen, Lampen und Beschläge können aus irgendwelchen Dingen gemacht werden, die gerade zur Hand sind. Die Kiddies wissen so etwas selbst am Besten und können sich bei der Gestaltung so richtig austoben. Und am Schluss spricht ja auch nichts dagegen, dass das ganze Gefährt auch noch so richtig fetzig angemalt wird.

Ganz wichtig zum Schluss: Auf die Sicherheit bitte großen Wert legen! Also: Helm auf! Und nirgends fahren, wo man möglicherweise eine Straße queren oder auf einem Fahrweg landen könnte!

Volker Wollny
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Materialiste

  • Zwei Kinderwagenachsen mit Rädern
  • Vier zu den Achsen passende Schellen (fallen evt. auch beim Schlachten des Kinderwagens an) + passende Befestigungsschrauben (z.B. 6er Holz-Schlüsselschrauben)
  • Eine Holztafel ca. 1,5 m x 0,7 m (Tischlerplatte von altem Schrank-Seitenteil, Betonplan-Schichtholz, Schaltafel o.ä.) als Grundplatte
  • Zwei Bretter aus dem obigen Material, notfalls gewöhnliche zöllige Bretter ca. 0,2 x 0,7 m als Achsträger
  • Eine Holztafel wie oben, ca. 0,7 x 0,5 m als Rückenlehne
  • Eine Holztafel wie oben, ca. 0,7 x 0,4 m als Abstützung für die Rückenlehne
  • Eine Schraube M8 oder M10 70 – 80 mm lang plus 2 Muttern und 2 Karosserie- oder beilagscheiben als Lenkungsbolzen
  • 3 Latten ca. 2,5cm x 5 cm x 70 cm als Knaggen für die Rückenlehne und Rückenlehnenstütze
  • Bremswelle aus Zollrohr und 25er Flacheisen (ggf. beim Schlosser machen lassen) wie skizziert
  • zwei passsende Schellen für Bremswelle plus Befestigungsschrauben (z.B. 6er oder 8er Holz-Schlüsselschrauben
  • Spax etwa 4x50 oder 55er Nägel
  • Etwa 2 m geflochtene 14er Leine („Schotleine“) (zur Not tut's auch Wäscheleine)
  • Einfacher Bootslack

Werkzeugliste

  • Hammer und Beißzange
  • Schraubenzieher oder Akkuschrauber mit passendem Bit für Spax
  • Säge (el. Stichsäge oder Fuchsschwanz)
  • Passende Schraubenschlüssel für die verwendeten Sechskantschrauben
  • Meterstab, Winkel, Bleistift und Lineal
  • Bohrmaschine
  • Passende Bohrer zu den verwendeten Schrauben

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