Seifenkiste selber bauen |
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 Bild: Volker Wollny
Volle Düse bergab! Die Wiese runter! Oder eine Piste nehmen! Und das noch auf einem selbst gebauten Wagen – welches Jungenherz in der Väterbrust schlägt da nicht höher? Wir bieten Ihnen hier eine Bauanleitung für eine Seifenkiste, die jeden Spaß mitmacht, aber nicht für den Rennsport geeignet ist. Dafür kostet sie nicht viel.
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 Bild: Volker Wollny
In den Abbildungen ist eine einfache Seifenkiste dargestellt. Es sind keine Maße angegeben, da sich die Breite nach dem Maß der vorhandenen Achsen richtet und die Länge nach der Größe des Fahrers bzw. der Fahrerin und nach den Abmessungen der vorhandenen Materialien.
Räder und Achsen
Das wichtigste an der Seifenkiste sind die Räder und Achsen. Als Jungs fahndeten wir am Sperrmülltag nach alten Kinderwagen, die erstklassige Seifenkistenachsen abgeben. Der moderne Sperrmüll heißt eBay, dort finden Sie Passendes oft für wenig Geld, und zwar am ehesten, wenn Sie nach „Nostalgie-Kinderwagen“ suchen.
Die Achsen sind üblicherweise mit Schellen am Fahrgestell angenietet. Mit etwas Geschick, einem Meißel und einer Flex können Sie die Schellen unbeschädigt lösen und wiederverwenden, um damit die Achsen auf die Achsträger der Seifenkiste zu montieren.
Bodenplatte und Seitenteile
Als Bodenplatte kann z.B. eine Tischlerplatte von einem Seitenteil eines alten Schrankes verwendet werden. Ideal wäre Betonplan-Schichtholz, weil es wasserbeständig ist. Leider ist es nicht billig. Wenn das verwendete Material nicht von Hause aus wasserfest ist, braucht es einen Anstrich mit einfachem Bootslack, den es günstig in jedem Farbengeschäft gibt und der sich für wetterfeste Anstriche prima bewährt hat.
Die Achsträger können zur Not auch ganz gewöhnliche zöllige Bretter sein (25 mm). Verwenden Sie keine Spanplatten, die halten nichts aus. |
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 Bild: Volker Wollny
Grundplatte und Achsträger
Sägen Sie die Grundplatte etwas schmaler als der Zwischenraum zwischen den Rädern der Kinderwagenachsen. Wenn die vorhandene Platte bereits etwas schmaler ist, lassen sie die Achsträger etwas überstehen. Die Länge richtet sich nach der Größe des Kindes – etwa 1,20 m oder auch etwas mehr. Im Bereich der Vorderachse müssen Sie die Grundplatte auf beiden Seiten etwas ausklinken, damit man den vorderen Achsträger zum Lenken verdrehen kann. Außerdem wird in der Mitte ein Loch für die Schraube gebohrt, die als Lenkbolzen dient. Die Länge der Bretter für die Achsträger richtet sich nach der Breite der Grundplatte.
Befestigen Sie die Kinderwagen-Achsen mit den Schellen und Holzschrauben bzw. Spax auf den Brettern für die Achsträger. Achten sie darauf, dass die Achse sauber parallel zu den Seitenkanten des Brettchens liegt. Montieren sie die Vorderachse nicht mittig auf dem Vorderachsträger, sondern etwas nach hinten versetzt. So bleibt Platz, um ein Loch für den Lenkbolzen zu bohren.
Der hintere Achsträger wird fest unter die Grundplatte gespaxt oder genagelt. Achten sie bitte darauf, dass er schön rechtwinklig sitzt. Der vordere wird mit der Schraube, die als Lenkbolzen dient, drehbar befestigt.Stecken sie dazu zunächst die erste Unterlegscheibe auf die Schraube und stecken Sie sie von unten durch das Loch im Achsträger und das in der Grundplatte. Stecken Sie nun die zweite Unterlegscheibe und drehen die sie erste Mutter soweit auf die Schraube – und zwar so fest, dass der Achsträger nicht mehr schlackert, sich aber noch leicht drehen lässt. In diese Position kontern sie diese Mutter mit der zweiten. Zum Kontern zweier Muttern dreht man sie beide ein wenig gegeneinander, sodass sie sich gegenseitig gegen die Gewindeflanken drücken und dabei festklemmen. |
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TEIL 1
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TEIL 1
Materialiste- Zwei Kinderwagenachsen mit Rädern
- Vier zu den Achsen passende Schellen (fallen evt. auch beim Schlachten des Kinderwagens an) + passende Befestigungsschrauben (z.B. 6er Holz-Schlüsselschrauben)
- Eine Holztafel ca. 1,5 m x 0,7 m (Tischlerplatte von altem Schrank-Seitenteil, Betonplan-Schichtholz, Schaltafel o.ä.) als Grundplatte
- Zwei Bretter aus dem obigen Material, notfalls gewöhnliche zöllige Bretter ca. 0,2 x 0,7 m als Achsträger
- Eine Holztafel wie oben, ca. 0,7 x 0,5 m als Rückenlehne
- Eine Holztafel wie oben, ca. 0,7 x 0,4 m als Abstützung für die Rückenlehne
- Eine Schraube M8 oder M10 70 – 80 mm lang plus 2 Muttern und 2 Karosserie- oder beilagscheiben als Lenkungsbolzen
- 3 Latten ca. 2,5cm x 5 cm x 70 cm als Knaggen für die Rückenlehne und Rückenlehnenstütze
- Bremswelle aus Zollrohr und 25er Flacheisen (ggf. beim Schlosser machen lassen) wie skizziert
- zwei passsende Schellen für Bremswelle plus Befestigungsschrauben (z.B. 6er oder 8er Holz-Schlüsselschrauben
- Spax etwa 4x50 oder 55er Nägel
- Etwa 2 m geflochtene 14er Leine („Schotleine“) (zur Not tut's auch Wäscheleine)
- Einfacher Bootslack
Werkzeugliste- Hammer und Beißzange
- Schraubenzieher oder Akkuschrauber mit passendem Bit für Spax
- Säge (el. Stichsäge oder Fuchsschwanz)
- Passende Schraubenschlüssel für die verwendeten Sechskantschrauben
- Meterstab, Winkel, Bleistift und Lineal
- Bohrmaschine
- Passende Bohrer zu den verwendeten Schrauben
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