Der erste Schritt ins „richtige“ Kinderleben |
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 Bild: luxuz-photocase.com
Die Eingewöhnung in den Kindergarten ist ein wichtiger Schritt zur Selbständigkeit. Väter können ihre Kinder dabei von Anfang an stärken und unterstützen. Ein Erfahrungsbericht.
Meine Tochter Leonie kam schon früh in die Kita, weil meine Frau und ich beide berufstätig sind. Zuerst taten wir uns schwer mit dieser Entscheidung und es war ungewohnt, unsere Tochter nicht mehr ständig bei uns zu haben. |
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Start in den Tag
Ich hatte die Aufgabe übernommen, Leonie jeden Morgen zur Kita zu bringen, bevor ich ins Büro fuhr. „Väter können ihre Kinder bei diesem Schritt hinaus aus dem geschützten Raum der Familie in eine für sie neue Welt vielfältig unterstützen“, meint dazu Hans-Georg Nelles, Vorsitzender des Väter-Experten-Netzes Deutschland e.V. „Indem sie die Kinder begleiten, aber noch vielmehr dadurch, dass sie ihnen signalisieren: 'Das ist spannend, du lernst neue Freunde und Freundinnen kennen und unternimmst Dinge, die es zu Hause nicht gibt. Und du bist schon groß und stark genug, um in dieser Welt klar zu kommen'“.
Am Wichtigsten war es, Leonie während dieser Morgenstunden schon zu Hause beim Aufstehen Stabilität und Orientierung zu geben und mit Ruhe in den Tag zu starten. Außerdem hatten meine Tochter und ich unter der Woche oft sowieso nur diese wenigen Momente exquisit für uns, weil ich abends oft spät von der Arbeit kam.
Meine Tochter war damals, was soziale Kontakte angeht, ein eher zurückhaltendes Wesen, und so brauchte sie einige Zeit, bis sie auf die anderen Kinder in ihrer Gruppe zuging und die erste Scheu vor „dem Fremden“ überwandt. Die Kita-Gruppe bestand natürlich schon vorher, und so war es ganz natürlich, dass sie erst einmal ein wenig außen vor war. |
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Neuland – auch emotional
Als Einzelkind, das sie damals noch war (mittlerweile hat sie einen kleinen Bruder bekommen), musste sie lernen, einerseits Rücksicht zu nehmen auf Andere. Das war anfangs ungewohnt für sie, denn sie stand nicht mehr wie von zu Hause gewohnt im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit.
Andererseits war es für sie auch emotionales Neuland, ihre eigenen Bedürfnisse gegenüber anderen Kindern zu artikulieren. Neben der Ermunterung, auf die neuen Kinder zuzugehen, konnte ich ihr in dieser Situation vor allen Dingen dadurch helfen, indem ich ebenfalls Kontakt zu den anderen Kindern aufnahm.
Dadurch zeigte ich ihr, dass ich als Vater keine Berührungsängste mit den neuen Menschen um sie herum hatte. Dies nahm sie zuerst verwundert, dann jedoch zunehmend als natürlich zur Kenntnis und es beeinflusste ihre eigene Einstellung gegenüber den vielen neuen Gesichtern um sie herum durchaus positiv. |
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TEIL 1
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