Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Väter |
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 Bild: ArtmannWitte - Fotolia.com
Moderne Väter sind stark familienorientiert. Doch von den familienfreundlichen Instrumenten in den Betrieben fühlen sie sich nicht angesprochen. Um ihre Interessen in den Blick zu bekommen braucht es eine familienfreundliche Betriebskultur, geschultes Personal und passgenaue Betriebsvereinbarungen. |
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Fachkräftemangel als Motor für Veränderung
Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Männer? Bei diesem Thema erntet man in den Personalabteilungen der meisten Betriebe nur erstauntes Schulterzucken. Es wird immer noch fast ausschließlich als Bedürfnis oder Problem von Frauen diskutiert. Auch strukturell sind vereinbarkeitsorientierte Männer auf sich allein gestellt. Frauen finden, zumindest im öffentlichen Dienst, eine qualifizierte Ansprechpartnerin in der Gleichstellungsbeauftragen, die ihre Berufung oft immer noch als Frauenbeauftragte begreift. Eine Person, die Männerinteressen in den Blick nimmt, gibt es nicht. Weder die Personalabteilungen, noch die Interessenvertretungen und schon gar nicht die Führungskräfte sind in der Regel auf deren Bedürfnisse eingestellt.
Doch es gibt Ausnahmen. Und die werden immer mehr – vor allem, weil in vielen Unternehmen der demografiebedingte Fachkräftemangel angekommen ist und neue kreative Lösungen gefunden werden müssen, um Fachkräfte zu finden und zu binden. Dabei bekommen auch die Vereinbarkeitsinteressen von Männern stärkere Beachtung. Die Nachfrage von Beratung und Unterstützung bei der Einführung väter- und männerorientierter Maßnahmen in Unternehmen ist seit der Einführung der Bundeselternzeitgesetzes sprunghaft in die Höhe gestiegen. |
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Väter direkt ansprechen
Dabei muss meist erst einmal Grundlagenarbeit geleistet werden. An erster Stelle steht die Vermittlung der Erkenntnis, dass auch und gerade familienorientierte Männer Gleichstellungsinteressen haben. Doch sie brauchen Räume, um sie zu definieren und zu formulieren. Der erste Schritt in Richtung väterfreundlicher Betrieb ist daher, Personen, die die ersten Anlaufstellen für Väter mit Vereinbarkeitswünschen sind, zu sensibilisieren und zu qualifizieren. Dies sind in der Regel die Personalbeauftragten, die direkten Führungskräfte und die Interessenvertretungen wie Betriebsräte, Obleute, Vertrauensleute usw.
Im zweiten Schritt geht es um die Auflistung der familienfreundlichen Angebote des Unternehmens. Sie müssen so dargestellt und formuliert sein, dass sie bewusst auch Väter ansprechen. Denn Väter sind oft nicht über bestehende Betriebsvereinbarungen oder Regelungen zur Verbesserung der Vereinbarkeit informiert. Außerdem fühlen sich Männer nicht von bestehenden Angeboten angesprochen, wenn diese an vorrangig oder ausschließlich an Frauen adressiert sind. Wenn Väter auf den Bildern der entsprechenden Flyer vorkommen und explizit genannt sind, fühlen sie sich eher angesprochen. |
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TEIL 1
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