Kontakt mit dem Baby im Bauch |
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 Bild: Werner Heiber - Fotolia.com
Mütter spüren das Baby im Bauch und kommunizieren ganz natürlich mit ihm. Sind die ersten Bewegungen spürbar kann auch der Vater selbständig mit ihm in Kontakt treten. |
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Kommunikation mit dem Ungeborenen
Die Sinne des Kindes entwickeln sich im Bauch der Mutter und warten begierig darauf, mit Informationen gefüttert zu werden. Bereits ab dem dritten Monat sind die Sinnesorgane des heranwachsenden neuen Familienmitgliedes angelegt und können die verschiedensten Einflüsse wahrnehmen. An eine Kommunikation mit dem Vater kann es sich aber auch schon vorher gewöhnen.
Früher dachte man, dass das Baby erst nach der Geburt zwischenmenschliche Beziehungen aufbauen kann. Die pränatale Phase sei nicht mehr als ein mechanischer Prozess, der über die Gene geregelt ist. Diese Ansicht ist längst überholt. Sowohl als Embryo als auch als Fötus ist das Kind ein lebendiges Wesen. Es steht mit seiner Umwelt im Austausch, lernt und wächst.
Reden und singen
Durch die Bauchwand kann das Baby Stimmen wahrnehmen. Allerdings nimmt es alles sehr gedämpft wahr. Stellen Sie sich vor, dass Sie Ohrstöpsel und einen Kopfhörer tragen – so etwa hört das ungeborene Kind Geräusche. Außerdem ist es im Mutterleib niemals still. Das Kind hört den Herzschlag der Mutter – der sehr beruhigend wirkt – oder das Gluckern und Quietschen von Darm und Magen. Daran erinnern sie sich nach der Geburt – und können oft viel besser bei einer leichten Geräuschkulisse einschlafen.
Bereits sehr früh kann das ungeborene Kind die Stimme des Vaters identifizieren. Daher sollten Sie regelmäßig mit dem kleinen Menschen reden. Spricht man oft und viel mit dem Baby im Bauch, schafft das für eine schnell wachsende Vater-Kind Beziehung nach der Geburt eine gute Voraussetzung. Lieder, die Sie ihrem Kind im Mutterleib vorsingen, haben auch nach der Geburt eine beruhigende Wirkung. Das Baby erkennt sie wieder – allerdings ist es unwahrscheinlich, dass es in den ersten Wochen mitsingt. |
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Über den Bauch der Mutter streicheln
Das Baby spürt, wenn Sie über den Bauch Ihrer Partnerin streicheln. Während es sich am Anfang noch gut drehen und wenden kann, werden die Platzverhältnisse schnell recht beengt. Sie können Fuß oder Po von außen erkennen und gezielt berühren.
Kuscheln können Sie so mit Ihrem Baby auch schon im Mutterleib. Bereits in den ersten Monaten übt es im Bauch reflexartige Bewegungen aus. Es weicht zurück von Stellen, an denen Sie drücken, oder es „flieht“ vor dem Ultraschallgerät. Später kann das zu einem regen Austausch von Bewegungen führen: Wenn Sie ihre Hand auf den Bauch der Mutter legen reagiert das Baby mit einem Tritt oder Schlag.
Mit dem Licht spielen
Bereits einige Monate vor der Geburt ist der Sehnerv des Babys so gut ausgebildet, dass es bestimmte Dinge sehen kann. Die Bauchdecke und der Uterus der Mutter sind lichtdurchlässig. So nimmt das Baby den Wechsel von Hell und Dunkel wahr und ist bereits sehr früh auf den Wechsel von Tag und Nacht konditioniert.
Sie können mit dem Baby kommunizieren, indem Sie eine Taschenlampe abwechselnd an- und ausschalten. Im Ultraschall kann man erkennen, dass das Baby in genau diesem Rhythmus blinzelt. So kann sich von Anfang an ein ganz eigener Kontakt zwischen Vater und Kind entwickeln.
Kommunikation wirkt sich positiv auf das Baby aus
Kommunikation mit dem ungeborenen Kind führt zu einem engeren Kontakt nach der Geburt. So kommt das Kind mit basal grundlegenden Lernerfahrungen auf die Welt. Die Psychotherapeutin Inge Krens fasst sie so zusammen: „Dass es willkommen ist bei anderen Menschen, dass es gut und lustvoll ist, einen Körper zu haben und seine Bedürfnisse wahrzunehmen, dass die Welt ein Platz ist, der Sicherheit bietet und in dem man sich entspannen kann und dass die innere Verbindung mit dem Lebensganzen erhalten bleibt.“
Andreas Schnell |
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