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Chinesischer Schwangerschaftskalender

Die Sache mit dem Schwimmbad



Die meisten Chinesen sind sich darüber einig, dass man sich während der Schwangerschaft nicht bewegen sollte. Meine Frau entschied sich, wenigstens einmal in der Woche Schwimmen zu gehen – wie in westlichen Ländern üblich. Oder es wenigstens zu versuchen, denn bis jetzt hatte sie keinen wirklichen Erfolg. Beim ersten Mal schwamm sie genau eineinhalb Bahnen, bevor drei Rettungsschwimmer mit furchteinflößenden Blicken auf sie zustürmten. Sie wurde aufgefordert, sofort das Wasser zu verlassen. „Schwimmen während der Schwangerschaft ist sehr gefährlich. Niemand hier will die Verantwortung dafür tragen.“. Zwei Angestellte begleiteten meine Frau in die Dusche.

Später teilte ihr der Manager des Bades mit, sie möge in Zukunft bitte vorher anrufen, wenn sie unbedingt schwimmen wolle. Er würde dafür sorgen, dass dann niemand im Pool sei. Meine Frau verstand jedoch genau, dass er einen zweiten Versuch auf keinen Fall dulden werde. Jetzt macht sie einen Yogakurs. Dabei gab es glücklicherweise bisher keine Einmischungen.

Der Geburtstermin rückt näher



Inzwischen erreichen uns viele Geschenke von Freunden und Bekannten. Das wirft die Frage auf: „Was sollten wir uns vor der Geburt anschaffen“? Eine brisante Frage, denn Chinesen sagen: Babysachen im Haus – vor der Geburt – bringen Unglück. Auch den Kinderwagen sollten wir nicht im Haus haben, bevor das Kind geboren ist. Außerdem sollte meine Frau ihren Bauch nicht mehr streicheln. Die Folge wäre ein behindertes Kind. Die Liste ist endlos; sie wird noch länger, wenn unser Sohn erst geboren ist. Ich mag gar nicht daran denken.

Ich merke schon: so ganz kann ich mich dem Einfluss dieser Ratschläge nicht entziehen. Nur wenige sind messbar oder gar zu beweisen, aber wer kann schon sicher sagen, was einfach Aberglaube ist und was gesunder Menschenverstand? Oft bin mir selbst nicht sicher und denke, es kann nicht schaden, auf einige gute Ratschläge zu hören, selbst wenn sie von wildfremden Menschen kommen. Warum ein Risiko eingehen? Ich will auf der sicheren Seite sein, schließlich ist mein Sohn „made in China“
Chinesischer Schwangerschafstkalender
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Chinesischer Schwangerschaftskalender



Übrigens hätten wir alle Prophezeiungen in den Wind schlagen können. Wir hätten nicht mal den Arzt fragen müssen. Denn die Chinesen habe eine ganz sichere Methode, mit der man „ausrechnen“ kann, ob es Junge oder Mädchen wird. Und die gibt es seit 700 Jahren.

Der „Chinesische Schwangerschaftskalender“ enthüllt das Geschlecht des Babys. Man muss nur wissen, wann es gezeugt wurde und wie alt die Mutter ist. Ein kurzer Blick auf die Tabelle hätte uns verraten, was wir schon wissen: Es wird ein Junge! Mein Sohn wurde gezeugt im Januar. Meine Frau ist 37. Versuchen Sie es selbst!

Simon Ron Gjeroe
TEIL 3

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Kommentare von Lesern:

 
Thomas, Mainz:
20.10.2014 10:36
Zeugungsmonat nicht mit dem Geburtsmonat verwechseln :)
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Astrid, Viersen:
20.01.2014 11:28
Der Kalender stimmt bei uns leider so gar nicht. 1. Ich bin im Januar geboren, meine Mutter war 21, ich bin weiblich ok das stimmt aber meine Schwster ist auch im Januar geboren, meine Mutter war 24, hier stimmt es nicht, meine Sohn ist im Dezember gezeugt worden und ich war 28 und er ist nicht weiblich! Also bei 3 Versuchen 2 falsch ist nicht wirklich gut, oder?
Jasmin,WO:
12.01.2014 00:09
Also bei uns hat der chin. Schwangerschaftskalender immer richtig gelegen .
Sascha, KA:
15.01.2010 19:21
Sehr interessanter Artikel, das hätte mich bei unserem Kind zum Wahnsinn getrieben... :)

Der chin. Schwangerschaftskalender liegt bei uns voll daneben, insofern: Humbug ! :)

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