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Weidenpfeifchen schnitzen

Weidenpfeifchen schnitzen
Bild: Volker Wollny

Eine Weidenflöte oder eine Weidenpfeife selber schnitzen – das kennt man nur noch aus Filmen. Und klassischen Abenteuerbüchern wie „Huckleberry Finn“. Dabei wachsen Weiden an fast jedem Fluss- oder Seeufer. Und das Schnitzen ist ganz leicht! Wir zeigen, wie es geht.
Suchen Sie sich einen knapp zwei Zentimeter starken Weidenast und beginnen Sie sofort mit dem Schnitzen. Es sollte ein ca. zehn Zentimeter langes Stück ohne Zweige und Verwachsungen sein. Sägen sie ihn mit Zugabe ab und achten Sie darauf , dass die Rinde nicht einreißt.

Am Anfang des Stückes, das die Pfeife ergeben soll, sägen Sie den Ast nun noch ein weiteres Mal sauber, gerade und winklig ab, wie in Abb. 1 zu sehen. Etwa 8 cm von dem so entstandenen Ende schneiden Sie mit dem Messer die Rinde rundherum bis auf das Holz ein. Wenn Sie dabei einen schmalen Ring abschälen (Abb. 2), sehen Sie, ob der Schnitt wirklich bis auf das Holz hinunter geht.
Weidenpfeifchen schnitzen
Bild: Volker Wollny

Die Kerbe für den richtigen Ton



Anschließend bringen Sie die Kerbe an, die den Ton erzeugt (Abb. 3). Schneiden Sie den Stab ca. 2 cm vom Ende senkrecht ein und schnitzen Sie von vorne nach hinten schräg auf diesen Schnitt zu.

Jetzt müssen Sie die Rinde abklopfen. Legen Sie den Ast dazu auf ein glatte, harte Unterlage und beklopfen Sie ihn mit dem Messergriff oder einem glatten Knüppel rundherum und auf der ganzen Länge. Wenn der Weidenast wirklich frisch ist, sollte sich die Rinde schnell lockern und abziehen lassen (Abb. 4). Einfach klopfen und immer wieder vorsichtig probieren. Das gelingt nur bei wirklich frischen Ästen!

Wenn Sie die Rinde gelöst haben, sägen Sie vom Holz das Stück hinter der Kerbe ab und platten es (Abb. 5) oben etwas ab. So entsteht zwischen Holz und Rinde ein Kanal für die Luft. Dieses Holzstückchen stecken Sie nun von hinten in Ihr Pfeifchen.

Der Rest des Holzes ergibt den Kolben, mit dem man die Tonhöhe regulieren kann. Kürzen Sie es dazu einfach auf eine handliche Länge und fertig ist das Weidenpfeifchen – wie es in Abb. 6 noch einmal im Ganzen zu sehen ist.

Volker Wollny

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Material:

Frischer Weidenast, ca. 2 cm stark

Werkzeug:

Taschenmesser
Säge

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