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20 Jahre Switchboard


Der Szenemelder der Männerbewegung ist längst volljährig. In 20 Jahren und nach 188 Ausgaben hat die "Zeitschrift für Männer und Jungenarbeit" sich von der Lose-Blatt-Sammlung zur ernsthaften Fachzeitschrift gemausert. Gratulation!

20 Jahre SwitchboardBild: switchboard

Das erste Heft war mit der Schreibmaschine getippt, kopiert und getackert. Na endlich, dachte ich. Wird ja auch Zeit, dass jemand zusammenstellt, was gerade in der Männerbewegung diskutiert wird. Das Konzept war einfach: Jeder darf schreiben, alles wird gedruckt. Denn Switchboard wollte - wie der Name schon sagt - ein Anschlagbrett sein, auf dem Thesen und Termine, Gedanken und Gespräche festgehalten werden können.

Seit 20 Jahren steht Alexander Bentheim für dieses Projekt. Ehrenamtlich, natürlich. Andreas Haase ist seit 13 Jahren dabei. Die beiden haben sich zu einem Redaktionsteam entwickelt, das deutschlandweit den besten Überblick hat, was im Bereich Männer, Jungen und Väter läuft. Ob Berichte über Kongresse, theoretische Texte zur inklusionsorientierten Jungenarbeit, Erfahrungsberichte von Praktikanten aus Kitas, medizinische Sprechstunde oder ein Interview über Väter von Migranten - die Bandbreite ist groß. Die Qualität der Texte ist unterschiedlich, schließlich schreiben neben gestandenen Journalisten auch Wissenschaftler und Teilnehmer von Veranstaltungen.

Die "Buschtrommel" berichtet aus der Männerszene

Inzwischen kommt Switchboard nicht mehr als Lose-Blatt-Sammlung ins Haus. 56 Seiten mit Cover, Bildern, etwas engem Lay-Out (schließlich soll viel Text untergebracht werden) und viel Information werden - immer noch ehrenamtlich - viermal im Jahr hergestellt und vertrieben. Immer noch ein wichtiger Teil ist die "Buschtrommel", in der Neues aus der Männerszene berichtet wird.

"Die Themen der 80er Jahre sind in der Gesellschaft angekommen", sagt Alexander Bentheim. "Wir lagen also richtig." Weitermachen will er auf jeden Fall. Das will auch Andreas Haase. "Kleine Krisen und Meinungsverschiedenheiten meistern wir wie ein altes Ehepaar", grinst er. Na dann freuen wir uns auf die Silberhochzeit und viele weitere Ausgaben von Switchboard!

Ralf Ruhl

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