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Förderungen für den Hausbau: Wie sich Baukindergeld und KfW-Darlehen nutzen lassen


Familie beim HausbauBild: © altanaka #242045263 / Adobe Stock - Ein Eigenheim für die eigene Familie – es gibt viele Gründe, die dafürsprechen. Trotzdem sind vorher einige Voraussetzungen zu prüfen.

Endlich ins eigene Zuhause einziehen – viele Familien haben die Chancen niedriger Zinsen genutzt und sind inzwischen stolze Besitzer eines Eigenheims. Letzteres ist oft auch der Traum alleinerziehender Väter. In den eigenen vier Wänden den Kindern Sicherheit und Geborgenheit geben – aufgrund der Herausforderungen des Alltags nicht einfach. Trotzdem muss dieses Ziel nicht unmöglich zu erreichen sein. Heute lassen sich verschiedene Förderungen zu einem Paket zusammenschnüren, das genau dieses Ziel näher rücken lässt.

Von welchen Förderungen ist die Rede? In erster Linie geht es um die Maßnahmenpakete der KfW. Letztere beinhalten Kredite mit günstigen Konditionen. In die Förderung können parallel aber auch weitere Zuschüsse eingebaut werden – etwa, wenn gewisse Modernisierungsstandards erreicht werden. Wer darüber hinaus noch etwas Zeit investiert, findet am Ende auch als Alleinerziehender Möglichkeiten, die Immobilie weiter fördern zu lassen. Denn auch Landesaufbaubanken greifen – etwa in Sachsen oder Brandenburg – Haushalten bei der Realisierung ihrer Wohnträume unter die Arme.

Projekt Eigenheim: Es wartet viel Arbeit


Als alleinerziehender Vater ist der Alltag schon schwierig genug. Sich dann auch noch mit dem Vermieter und dessen Auffassung zu den Nebenkosten rumzuärgern oder vielleicht sogar einer drohenden Kündigung wegen Eigenbedarfs gegenüberzustehen – keine angenehme Vorstellung. Niedrige Zinsen für den Kauf oder Bau einer Immobilie zu nutzen, wirkt verlockend.

Dennoch: Egal, ob alleinerziehender Vater oder Eltern – das Projekt Eigenheim hat sehr viele Ecken und Kanten. Und dieser Tatsache muss sich jeder potenzielle Eigenheimbesitzer klar sein. Was wartet auf die kleine Familie?

Zu den ersten großen Hürden gehört die Suche nach passenden Immobilien und der Finanzierung. Erschwerend kommt beim Neubau hinzu, dass viele Detailfragen zu klären sind. Will ich die Kraft der Sonne für Strom oder die Heizung nutzen? Wie werden die Räume der Immobilie am besten aufgeteilt? Gerade Familien müssen hier im Voraus planen. Kinder zwischen drei bis zehn Jahren können sich ein Zimmer teilen. Spätestens mit der Pubertät kollidieren die Interessen der Geschwister schnell miteinander.

Eigenheim bedeutet Verantwortung übernehmen


Wer als Familie ins Eigenheim ziehen will, legt sich fest. Die eigenen vier Wände lassen sich nicht einfach wie eine Hose abstreifen. Es muss vom klar sein, ob die Familie mit der Entscheidung langfristig leben kann. Während sich Kinder damit – gerade, wenn sie bereits einen Bezug zum Wohnort haben – eher leichttun, werden sich Väter sehr viel intensiver darüber nachdenken.

Ein Grund: Ist es aufgrund der beruflichen Situation überhaupt vorstellbar, sich so festzulegen? Ein weiterer Punkt betrifft die zukünftige Situation. Es kommt der Zeitpunkt, an dem der Nachwuchs das Haus verlässt und auf eigenen Beinen stehen will. Ist es dann noch vorstellbar, im Eigenheim zu wohnen?

Parallel stellt sich aber eine noch viel größere Frage: Ist die Haushaltskasse überhaupt in der Lage, die Finanzierung des Projekts Eigenheim zu stemmen? Angesichts der Nachfrage sind in den letzten Jahren die Hauspreise dermaßen rasant gestiegen, dass die Vorteile niedriger Zinsen in vielen Fällen wieder aufgezehrt werden. Wie drastisch die Veränderungen sind, lässt sich unter anderem am vdp Preisindex ablesen. Hier sind in den zurückliegenden Jahren Preisanpassungen von fast zehn Prozent durchaus realistisch gewesen.

Was können wir uns leisten: Der große Check


Mann kalkuliert: Was können wir uns leistenBild: © makibestphoto #185772817 / Adobe Stock
Als alleinerziehender Vater eine Immobilienfinanzierung zu stemmen kann durchaus klappen. Wichtig ist, dass die Planung nicht einfach aus der Luft gegriffen wird, sondern auf soliden Berechnungen beruht. Bevor überhaupt an den Kauf oder Bau des Eigenheims gedacht wird, geht es um den „Kassensturz“. Hier ist zu klären, ob und in welcher Höhe sich eine Finanzierung darstellen lässt. Worauf kommt es dabei an? Auf der Haben-Seite stehen immer zwei Punkte:

1. Eigenkapital

2. Einkommen

Letzteres sichert die Tragfähigkeit der Kreditrate. Monat für Monat will schließlich die Bank (Ausnahme sind endfällige Darlehen) ihre Rate sehen. Das Eigenkapital verringert den Kapitalbedarf – sprich die Höhe des erforderlichen Hauskredits.
Achtung: Väter dürfen sich hier nicht blenden lassen. Beim Erwerb einer Immobilie fallen immer Nebenkosten an – etwa für Grundbuchamt und Notar. Diese Kosten werden im Regelfall nicht über die Baufinanzierung abgedeckt. Wenigstens Kaufnebenkosten muss sich der alleinerziehende Haushalt leisten können.
Was gehört zum Kassensturz noch alles dazu? Zu wissen, wieviel regelmäßig in die Haushaltskasse fließt, ist am Ende nur eine Seite der Medaille. Unterm Strich lässt sich die Finanzierbarkeit einer Immobilie nur abschätzen, wenn auch die Ausgaben auf den Prüfstand kommen. Hierzu gehören:
  • Betriebskosten der Wohnung
  • Versicherungsprämien
  • Ausgaben des täglichen Bedarfs
  • Kosten für Mobilität
  • Kinderbetreuungskosten usw.
Im Idealfall können alleinerziehende Väter die Zu- und Abflüsse aus der Haushaltskasse über Monate aufschlüsseln. Letzteres versetzt sie in die vorteilhafte Lage, die Kapitaldienstfähigkeit sehr realistisch zu ermitteln. Schließlich gibt es Posten, die nicht jeden Monat auflaufen. Eine genaue Auflistung über einen längeren Zeitraum kann hier sinnvoll sein. Heutzutage ist dies recht einfach mit Hilfe von passenden Haushaltsbuch-Apps möglich.
Tipp: Die Bedürfnisse der Kinder ändern sich. Es kann durchaus von Vorteil sein, einen Blick über den Tellerrand zu wagen – und eine Prognose anzustellen. Grundsätzlich sollte das Budget für die Finanzierung nicht zu knapp „auf Kante“ genäht werden. Wer als alleinerziehender Haushalt jeden Monat eine kleine Reserve spart, schläft ruhiger.

Warum spielen die Wohnkosten in der Berechnung keine Rolle? Ganz einfach: Wer in die eigenen vier Wände zieht, zahlt keine Miete mehr. Als grober Richtwert für die Höhe der Rate kann die Kaltmiete herangezogen werden. Betriebskosten sollten allerdings wieder berücksichtigt werden, da diese auch als Eigentümer zu stemmen sind:
  • Strom
  • Brauch- und Trinkwasser
  • Abwasser
  • Müllentsorgung

Die Suche nach einer passenden Finanzierung: Darauf sollte man achten


Nach dem Check sollte klar sein, welche Kreditrate am Ende finanziell möglich erscheint. Daraufhin erfolgt im Normalfall die Suche nach einer passenden Immobilie und auch die Sondierung von Finanzierungsmöglichkeiten. Bevor man sich final für eine Möglichkeit der Finanzierung entscheidet, sollte man sich über die wichtigsten Aspekte vorab informieren, dazu gehören unter anderem:
  • Höhe des Eigenkapitals
  • Vergleich der Zinssätze verschiedener Angebote
  • Wahl der anfänglichen Tilgung
  • Länge der Zinsbindung
  • Möglichkeit von Sondertilgungen
  • spätere Optionen bei der Anschlussfinanzierung
Die staatlichen Förderungen stellen hierbei jedoch einen zusätzlichen Joker dar. Doch welche Förderungen greifen Familien dabei unter die Arme?

KfW-Darlehen als Fördermöglichkeiten nutzen - so geht´s


Förderung sichernBild: © GrafKoks #36602461 / Adobe Stock
Zu den bekannten Förderprogrammen, die Familien unterstützen, gehören die KfW-Förderungen. Hiermit will der Staat die Eigentümerquote stützen und gleichzeitig den Ausbau erneuerbarer Energien sowie die Energieeffizienz fördern. Grundsätzlich können alleinerziehende Väter Förderprogramme für verschiedene Situationen in Anspruch nehmen:
  • Kauf einer Immobilie
  • Neubau
  • Modernisierung

Tipp: Neben Förderungen, die auf Krediten mit günstigen Konditionen basieren, stellt die KfW auch Programme zur Verfügung, in denen Zuschüsse verankert sind. Diese können unter anderem für den Bereich der Energieberatung in Anspruch genommen werden.

Das KfW-Wohneigentumsprogramm (Nr. 124)


Mit dem Förderprogramm Nr. 124 werden in Deutschland angehende Eigentümer einer selbstgenutzten Immobilie finanziell mit einem günstigen Darlehen unterstützt. Gefördert werden Kauf und Neubau mit Summen von bis zu 100.000 EUR. Neben den günstigen Kreditzinsen zeichnet sich das Programm durch weitere vorteilhafte Rahmenbedingungen aus:
  • ein Verzicht auf Bereitstellungszinsen für zwölf Monate
  • tilgungsfreie Zeiten zu Beginn der Laufzeit
Letztere ist in der Konditionenübersicht zum Förderprogramm mit einem Zeitraum zwischen zwölf Monaten bis 36 Monaten angegeben.

Bezüglich der Laufzeit kann das Darlehen für bis zu 25 Jahre in Anspruch genommen werden. Aber Achtung: Die Zinsbindungsfrist für das Förderprogramm fällt erheblich kürzer aus. Nach fünf bzw. zehn Jahren werden die Zinskonditionen für das Förderprogramm angepasst. Tilgungen sind auch außerhalb des Rückzahlungsplans – etwa im Rahmen der Einmalzahlung – möglich. In dieser Situation ist allerdings mit einer Vorfälligkeitsentschädigung zu rechnen.

Alleinerziehende Väter können über die 100.000 EUR hinaus weitere Förderungen in Anspruch nehmen – und diese mit dem Eigentumsprogramm kombinieren. Eine interessante Konstellation ist die Zusammenführung mit Maßnahmen für mehr Energieeffizienz. Letztere lassen sich sowohl beim Neubau als auch dem Kauf von Bestandsimmobilien und deren Sanierung realisieren.

Voraussetzungen für die Förderung:
  • Antragsteller natürliche Person
  • Kauf
  • Neubau
  • Selbstnutzung der Immobilie
Angesichts der Voraussetzungen für das Kreditprogramm sollte klar sein, dass eine Förderung von Mietobjekten nicht möglich ist.
Wichtiger Hinweis: Nicht jeder Haushalt plant direkt den Erwerb von Wohneigentum. Regelmäßig steht auch das Thema Genossenschaft auf der Agenda. Wo in der Familie über diesen Weg nachgedacht wird, kann die KfW ebenfalls eine Förderung zur Verfügung stellen. Das Kreditprogramm 134 greift mit bis zu 50.000 EUR für den Erwerb von Genossenschaftsanteilen.

Die KfW-Programme Energieeffizient bauen und sanieren


Energieeffizienz beim Hausbau ausrechnenBild: © FrankBoston #263908017

Der Bund hat sich die Förderung von Energieeffizienz zur Erreichung ambitionierter Klimaschutzziele auf die Fahnen geschrieben. Um gerade im Bereich des privaten Immobiliensektors entsprechende Maßnahmen umsetzen zu können, bietet die KfW Fördermittel an. Diese können für den Neubau und Modernisierungen zum Einsatz kommen. Konkret geht es um:
  • Förderprogramm 151: Energieeffizient Sanieren
  • Förderprogramm 153: Energieeffizient Bauen
Beide legen vergleichbare Rahmenbedingungen fest, unterscheiden sich in einigen Aspekten allerdings recht deutlich. Beide Programme vereint, dass pro Immobilie bis zu 100.000 EUR Fördersumme vergeben werden. Ebenfalls identisch ist das Arbeiten mit Tilgungszuschüssen. Deren Höhe ist variabel und richtet sich nach dem letztlich erreichten Effizienzstandard.

Gleichzeitig sind die Zuschüsse ein wesentlicher Unterschied. Im Sanierungsprogramm sind bis zu 27.500 EUR realisierbar bzw. 27,5 Prozent der Darlehenssumme. Hierfür muss allerdings auch der Effizienzstandard 55 nach der Modernisierung erreicht werden. Auf der anderen Seite ist der maximale Zuschuss im Neubau-Programm mit 15.000 EUR oder 15 Prozent wesentlich geringer. Erreicht werden muss in diesem Zusammenhang der Standard 40 Plus.

Ähnlich dem Wohneigentumsprogramm gelten auch bei den Sanierungskrediten tilgungsfreie Anfangsjahre. Vergeben werden die Förderungen mit einer Höchstlaufzeit von 30 Jahren. Um eine Chance auf die Fördersumme zu haben, müssen Antragsteller:
  • Ersterwerber von saniertem Wohnraum sein
  • Wohnimmobilien bauen bzw. sanieren.
Parallel zu den bisher schon genannten Förderungen haben alleinerziehende Väter die Möglichkeit, noch den einen oder anderen Förderjoker aus dem Ärmel zu ziehen. Gerade das Thema barrierefreies und altersgerechtes Wohnen wird seitens der KfW seit einigen Jahren zusätzlich gefördert. Die Fördersummen für finanzielle Hilfen sind zwar nicht ganz so hoch wie im Eigentumsprogramm oder bei der energieeffizienten Sanierung.

Mit 100.000 EUR lässt sich in jedem Fall etwas bewegen. Zusätzlich können Haushalte weitere Zuschüsse – etwa im Rahmen des Einbruchsschutzes oder für die Baubegleitung und die Heizung nutzen.
Tipp: Es ist durchaus empfehlenswert, einen Blick über die Programme der KfW hinaus zu wegen. Neben dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle stellen auch diverse Landesbanken Förderungen zur Verfügung.

Der Familienjoker: Das Baukindergeld nutzen


Die KfW mischt im Bereich der Immobilienprogramme Zuschüsse und Kredite miteinander. Seit 2018 gibt es eine Förderung, die besonders Haushalte mit Kindern in den Mittelpunkt rückt. Die Rede ist vom sogenannten Baukindergeld. Bei der KfW hat das Programm die Kennziffer 424. Was hat es damit auf sich? Und wie kann das Programm von alleinerziehenden Vätern in Anspruch genommen werden?

Was ist das Baukindergeld?



Baukindergeld ist eine finanzielle Hilfe, die Familien/Haushalte mit Immobilienbesitz in Anspruch nehmen können. Hierbei handelt es sich um eine Geldleistung, die durch die Empfänger nicht zurückgezahlt werden muss. Die Vergabe des Baukindergelds erfolgt nicht automatisch, sondern nur auf Antrag.

Damit besteht – anders als beim „echten“ Kindergeld – nicht automatisch ein allgemeiner Rechtsanspruch auf die Leistung. Für die Genehmigung von Baukindergeld müssen verschiedene Voraussetzungen erfüllt sein. Diese betreffen sowohl das Alter der begünstigten Kinder als auch die Höhe des Haushaltseinkommens.

Über das Förderportal der KfW kann jeder Interessent einen kurzen Vorab-Check durchlaufen – und so die Anspruchsvoraussetzungen auf das Baukindergeld prüfen.

Wie hoch fällt die Förderung aus?



Für die Höhe des Baukindergeldes, auf das ein Haushalt Anspruch hat, ist immer die Zahl der im Haushalt lebenden Kinder entscheidend. Dabei spielen zwei Faktoren eine Rolle:
  • wie alt das Kind ist
  • ob Kindergeld bezogen wird
Generell ist über die Vergaberichtlinien vorgeben, dass der Nachwuchs bei der Antragstellung unter 18 Jahre alt sein muss und ein Kindergeldbezug nachweisbar ist. Letzteres sollte im Fall eines alleinerziehenden Vaters der Fall sein. Es ist allgemein üblich, dass der hauptsächlich betreuende Elternteil Kindergeld bezieht.
Achtung: In den letzten Jahren wird nach einer Trennung das Wechselmodell immer häufiger praktiziert. Im Vorfeld eines Antrags auf Baukindergeld ist hier zu prüfen, welcher Elternteil das Kindergeld erhält. Gegebenenfalls kann die bisherige Regelung – auch im Interesse der Kinder an einem stabilen Wohnumfeld – angepasst werden.
Die Höhe des Baukindergelds ist auf 12.000 EUR Zuschuss pro Kind festgelegt. Bedeutet: Lebt mehr als ein Kind im Haushalt, erhöht sich das Baukindergeld entsprechend. Bei zwei Kindern besteht ein Anspruch auf 24.000 EUR usw.

Diese Summe wird aber nicht auf einen Schlag ausgezahlt, sondern über eine Laufzeit von zehn Jahren. Damit erhalten Antragsteller jedes Jahr 1.200 EUR pro Kind.

Wie lässt es sich nutzen?



Durch die Tatsache, dass Baukindergeld nicht in Form von Einmalzahlungen an Antragsteller ausgeschüttet wird, sind die Verwendungsmöglichkeiten eingeschränkt. Die Förderung fällt beispielsweise als Eigenkapital für die Finanzierung der Immobile aus. Aber: Baukindergeld ist ideal, um nachträglich als Sondertilgung in das Eigenheim zu fließen. Hier kann sie dem Haushalt einen erheblichen Vorteil verschaffen. Jeder Euro, der außerhalb des Tilgungsplans zurückgezahlt wird, macht sich bei den Zinskosten bemerkbar. Daher ist bereits bei der Suche nach einer Finanzierung auf großzügige Sonderkonditionen zu achten.
Achtung: Für das Baukindergeld ist eine feste Fördersumme aus Bundesmitteln vorgesehen. Aktuell ist nicht klar, ob die Förderung über den bisher veranschlagten Zeitraum noch verlängert wird oder am Ende einfach ausläuft.

Können alleinerziehende Väter auch Baukindergeld bekommen?



Mithilfe des Baukindergelds können nicht nur Familienhaushalte den Umzug ins Eigenheim nachträglich fördern lassen. Auch alleinerziehende Väter haben diese Option. Wichtig ist nur, dass alle Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind – also minderjährige Kinder im Haushalt leben und für diese auch Kindergeld bezogen wird. Ein Aspekt, auf den bereits weiter oben eingegangen wurde. Haben Väter das volle Sorgerecht, sind die Bedingungen mit sehr großer Wahrscheinlichkeit erfüllt.
Achtung: Für das Baukindergeld gelten auch Vorschriften hinsichtlich des Haushaltseinkommens. Dieses darf die Summe von 90.000 Euro pro Jahr nicht überschreiten. Nach dem ersten Kind kommen für jedes weitere Kind 15.000 Euro zur jährlichen Einkommensgrenze hinzu.

Wann wird kein Baukindergeld gezahlt?



Die 12.000 EUR sind ein echter Anreiz, sich mit dem Baukindergeld intensiver zu beschäftigen. Leider gibt es in der Praxis auch einige Situationen, in denen der Anspruch auf die Förderung verfällt. Prinzipiell darf die Immobilie erst nach dem 1. Januar 2018 erworben worden sein. Ein ebenfalls sehr wesentlicher Aspekt betrifft das Haushaltseinkommen. Sobald bei einem Kind pro Jahr mehr als 90.000 EUR verdient werden, besteht kein Anspruch mehr auf die Leistung. Mit jedem weiteren Kind erhöht sich die Grenze um 15.000 EUR.
Achtung: Ebenfalls nicht gezahlt wird für Immobilien, welche nicht das selbstgenutzte Eigenheim darstellen. Eine Zweit- oder Drittwohnung kann über das Baukindergeld damit also nicht gefördert werden.

Fazit: Alleinerziehende können Eigenheim fördern lassen


Wohneigentum ist in den letzten Jahren für breite Bevölkerungsschichten interessant geworden. Die finanzielle Belastung macht es aber gerade alleinerziehenden Vätern schwer, ins Eigenheim zu ziehen. Ein Umstand, den niemand auf sich beruhen lassen muss. Heute existieren ganz verschiedene Fördermöglichkeiten, um doch noch als kleine Familie in die eigenen vier Wände einzuziehen. Eine große Auswahl an Fördermöglichkeiten stellt die KfW zur Verfügung. In der Praxis kann es sich aber auch lohnen, etwas über den Tellerrand zu schauen – um zusätzliche Fördermittel an Land zu ziehen.

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