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Kids und Familie


Kids und FamilieBild: Alice Berger - Fotolia.com

Familie, Ausbildung und Leistung sind das Wichtigste im Leben der 12- bis 25-Jährigen. Außerdem sind Jugendliche und Pubertierende äußerst optimistisch, so die 16. Shell-Jugendstudie.

Kinder wollen Kinder! Über 73% der Mädchen und immerhin gut 65% der Jungen wünschen sich später selbst Kinder. Das ist ein Zuwachs von 9% gegenüber 2006 bei den Jungen und von 4% bei den Mädchen. Mit der Familienpolitik hat das nichts zu tun - sondern mit dem eigenen positiven Erleben ihrer Kindheit.

Denn um glücklich zu sein braucht man eine Familie, meinen drei Viertel der Jugendlichen, die für die Shell-Studie 2010 befragt wurden. Das Verhältnis zu ihren Eltern bezeichnen dementsprechend 90% als gut. Auch mit der Erziehung sind sie einverstanden: Fast drei Viertel würden ihre Kinder so erziehen, wie sie selbst erzogen wurden. Bloss nicht so werden wie Papa, alles besser oder zumindest anders machen als die Eltern, die Abgrenzung suchen - das gehört schon seit der letzten Studie 2006 klar der Vergangenheit an. Dennoch stehen die Eltern als Problemlöser nicht an erster Stelle: 79% würden sich immer oder häufig einem Freund oder einer Freundin anvertrauen, wenn sie Schwierigkeiten haben.

Das persönliche Netzwerk entwickeln


In der eigenen Werteorientierung findet entsprechend der Wunsch, ein gutes Familienleben zu führen, mit 92% (2002: 85%) viel Anklang. Direkt hinter den Freunden, die sind für 96% das Wichtigste. Ein gut funktionierendes privates Netzwerk ist demnach das A und O. Auch eigenverantwortliches Handeln steht weit oben auf der Skala: 90% sehen das als erstrebenswert an. Ein hoher Lebensstandard fällt als Wunsch vergleichsweise niedrig aus: 69% erstreben vor allem materielle Werte.

Ehrgeiz und Leistung sind für 60% der Jugendlichen wichtig. Jugendliche spüren einen großen Druck seitens der Erwachsenen, vor allem von Eltern und Lehrern, so Thomas Gensicke, Mitautor der Studie. Sie sehen sehr pragmatisch ihre beste Chance in guter Bildung, dem stimmen 71% zu. Durch den Erwartungsdruck lassen sich den Spaß am Leben aber nicht verderben: 57% wollen ihr Leben intensiv genießen.

Respekt für Ältere


Über 75% der Jungen und Mädchen wohnen übrigens noch zu Hause - weil es billiger und bequemer ist. Zwar sehen mehr als die Hälfte das Verhältnis zwischen Jung und Alt als eher angespannt an. Dennoch zeigen sie Respekt vor der älteren Generation und Verständnis für deren Lebensweise. 47 Prozent der Jugendlichen sind der Meinung, die Verteilung des Wohlstands zwischen Jung und Alt sei gerecht. Nur noch 25 Prozent fordern, dass die Älteren ihre Ansprüche reduzieren sollen.

Ihre Zukunft sehen die Jugendlichen übrigens grundsätzlich positiv: 59% gegenüber 50% 2006 blicken optimistisch nach vorne. Und dabei sollten wir sie nach Kräften unterstützen!

Ralf Ruhl

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