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Der Lockruf Sardiniens


Sardinien-Urlaub TippsBild: Simon@pixabay.com

Sardinien ist trotz ihrer Schönheit und sonnenverwöhnten Lage weitaus mehr als nur ein Ort für Meer, Strand und Sonne. Gewiss, all dies, was wir mit einem traumhaften Sommerurlaub verbinden, gibt es auf Sardinien reichlich. Doch darüber hinaus ist Sardinien noch sehr viel mehr. Die Insel, die in majestätischer Größe an zentraler Stelle im Mittelmeer verankert ist, ist ein eigener kleiner Kontinent mit einer spezifischen Flora und Fauna, die reich an Endemiten ist.

Die Insel Sardinien ist ein Kosmos der Menschheitsgeschichte voller Spiritualität und Tiefgang, der uns vor Augen führt, dass die moderne Geschichte Europas nicht erst mit der Antike begann. Die eindrucksvolle Schönheit Sardiniens, die voller Naturwunder ist, bietet eine Anziehungskraft, der sich – damals wie heute – niemand entziehen kann.

Der Run auf Sardinien ist ungebrochen. Die gute Nachricht: Verfügbare Unterkünfte auf Sardinien sind reichlich vorhanden und Familienfreundlichkeit wird auf Sardinien großgeschrieben. So kommen auch Väter auf ihre Kosten.

Beginn der Besiedlung


Historiker und Archäologen sind sich einig, dass die Besiedlung Sardiniens in größerem Ausmaß vor etwa 8.000 Jahren begann. Wer mit offenen Augen durch die kargen und zerklüfteten Landschaften schreitet, findet immer wieder Stellen, die auf menschliche Aktivitäten in der Steinzeit hindeuten, sich mit einfachen Mitteln Schutz und Komfort zu beschaffen. Auch spirituelle Spuren findet man aus dieser Zeit in Form mystischer Steinkreise. Dieser Brauch entwickelte sich um 4.000 v. Chr.

Einzigartig: Nuraghenkultur in der Bronzezeit


Die frühen kulturellen Aktivitäten schufen die Voraussetzung für das Erblühen der Hochkultur der Nuragher in der Bronzezeit, denn die mannigfaltigen Verflechtungen untereinander waren die Grundlage für zivilisatorischen Fortschritt gewesen, während im Vergleich dazu die Menschen im germanischen Urwald noch in den Bäumen lebten. Die Nuragher waren allerdings weit davon entfernt, sich als Einheit zu verstehen. Vielmehr waren sie in Hunderte von Hirtenreichen aufgespalten, die sich untereinander spinnefeind waren. Diese Konkurrenzsituation führte zu ausgeprägten Verteidigungsanlagen, die auf Anhöhen errichtet wurden und den mittelalterlichen europäischen Burgkomplexen verblüffend ähnlich sahen.

Typisch für die Nuraghen, von denen auf Sardinien noch etwa 7.000 Exemplare sichtbar sind, waren die massiven steinernen Rundtürme. Weitere Zeugnisse der Nuraghenkultur sind Gigantengräber, Dolmen und Feenhäuser als in die Felsen gehauene Grabkammern jeweils für die Bestattung. Die Brunnen wurden in Form kunstvoller auf den Kopf gestellter Pyramiden errichtet, die zeigen, welchen Wert die Nuragher dem Wasser als Lebensquelle beigemessen haben. Die Monolithen der Menhire wiederum standen nach Aristoteles für jeden besiegten Feind.

Einen bildgewaltigen Überblick über die Nuraghenkultur auf Sardinien vermitteln mehrere Museen, von denen das Nationale Archäologische Museum in der Hauptstadt Cagliari das bedeutendste ist.

Antike: Zankapfel der Supermächte


Das Mittelmeer war der Brennpunkt der europäischen Antike und Sardinien liegt im Herzen des Mittelmeers. Entsprechend umkämpft wurde Sardinien von den antiken Hochkulturen. Ob Griechen, Phönizier, Römer, Spanier oder Mauren, sie alle hinterließen auf Sardinien ihre Spuren, die heute zum Teil den Rang von Sehenswürdigkeiten haben. Zu ihnen gehören das römische Amphitheater in Cagliari, die Römerstadt Nora, die Phöniziersiedlung in Tharros in der wunderschönen Sinis-Halbinsel, die Ausgrabungen im Golf von Orosei, die Nekropolen von Villasimius und der versteinerte Wald von Martis.

Unternehmungen auf Sardinien


Sardinien bietet die ideale Naturkulisse für einen inspirierenden Aktivurlaub. So finden Bergsteiger im wildromantischen Gennargentu-Gebirge zwischen gewaltigen Steilhängen, Karstquelle, bukolischen Hochebenen und archaischen Hirtendörfern ihre Erfüllung. Attraktive Taucherdestinationen gibt es auf Sardinien überall. Höhlenforscher zieht es besonders in die weltberühmte Neptungrotte mit ihren meterlangen Stalaktiten und Stalagmiten. Das Hinterland bietet Wanderern Stoff für ein ganzes Leben und an den Stränden kann nach Herzenslust geschwommen und Wassersport betrieben werden. Wer ein Boot mietet, liebt es, die Küsten und die attraktiven vorgelagerten Inseln von Sardinien zu entdecken.

Auf Entdeckung warten schließlich auch die vielen Naturwunder und Sehenswürdigkeiten auf Sardinien. So haben Meer und Erosionen bizarre Felsformationen wie den Elefantenfelsen Castelsardo, die steinernen Fabelwesen von Capo Testa und gigantische Felsentore im Südosten der Insel entstehen lassen. Ein Wahrzeichen von Sardinien sind außerdem die roten Felsen von Arbatax und die weißen Kalkfelsen von Capo Caccia. Von ausgesuchter Schönheit ist der Küstenort Villasimius mit alter Festung, Lagune und Flamingos.

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