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Sicherheit für das Baby


Vater hält Baby sicher im ArmBild: ADOBE.STOCK / Prostock-studio

Sicherheit für den Nachwuchs während der Schwangerschaft – Was Väter wissen müssen und tun können.

Die Sicherheit des Babys steht an erster Stelle. Während der Schwangerschaft gibt es daher einige Aspekte, auf welche Schwangere achten müssen. Werdende Väter können dabei aktiv Unterstützung leisten. In einem unserer Beiträge wurde bereits darauf eingegangen, wie Väter bei der Umsetzung der wichtigsten „Don’ts für Schwangere“ helfen können. Doch sie können noch viel mehr tun…

Allgemeine Sicherheit für Schwangere und Kind


Die Sicherheit für das ungeborene Baby kann bereits erhöht werden, bevor die Frau schwanger ist. Denn sobald ein Kinderwunsch besteht und das Paar versucht, schwanger zu werden, kann sie ihren Körper auf die bevorstehenden Strapazen vorbereiten. Zugleich gilt es, alle „Don’ts“ wie Alkohol sofort aus ihrem Leben zu streichen. Denn häufig bemerkt sie ihre Schwangerschaft erst nach vier, fünf oder mehr Wochen – und gerade in dieser Phase ist der Embryo noch besonders empfindlich.

Für Väter bedeutet das: Sie können bereits bei einem bestehenden Kinderwunsch ihre Partnerin bei diesen Vorbereitungen unterstützen und sich zugleich selbst optimal auf die Schwangerschaft vorbereiten. Denn vor allem in psychischer Hinsicht, spielen die Väter eine wichtige Rolle, um die Sicherheit des Kindes zu erhöhen.

Bekannte Einflussfaktoren in der Schwangerschaft


Werdender Vater unterstützt seine schwangere Partnerin beim UltraschallBild: ADOBE.STOCK / serhiibobyk

Es ist nämlich längst nicht nur die Ernährung oder das Ablegen von Lastern wie dem Rauchen, welche darüber entscheiden, wie gesund sich das Baby entwickeln kann. Stattdessen wird die psychische Komponente von vielen werdenden Eltern unterschätzt.

Was zahlreichen Frauen nämlich mehr zu schaffen macht als die eigentliche Schwangerschaft, sind all die Fragen und Ängste, welche sie im Kopf wälzen. Hinzu kommen vielleicht körperliche Beschwerden wie eine ständige Übelkeit oder eben falsche Verhaltensweisen – und schon steigen für das Kind verschiedene Risiken, wie etwa eine Frühgeburt. Mittlerweile kennt die Medizin also mehrere relevante Einflussfaktoren während einer Schwangerschaft, und zwar:
  • Körpergewicht
  • Rauchen
  • Alkohol
  • Drogen
  • Medikamente
  • Stress
  • Erkrankungen wie Endometriose
In letzterem Fall ist es wichtig, eventuelle Vorerkrankungen mit dem Arzt zu besprechen und natürlich muss auch während der Schwangerschaft in regelmäßigen Abständen die Gesundheit von Mutter sowie Kind überprüft werden. Diesem Zweck dienen die verschiedenen Vorsorgeuntersuchungen. An dieser Stelle kann der Vater seelischen Beistand leisten, indem er seine schwangere Partnerin zu diesen Terminen begleitet.

Bei vielen anderen Einflussfaktoren handelt es sich vor allem um Verhaltensweisen, die zum Teil bereits im früheren Artikel als „Don’ts“ aufgeführt wurden. Für die Frau ist es also vor sowie während der Schwangerschaft wichtig, auf Alkohol, Drogen sowie Zigaretten zu verzichten. Medikamente dürfen nur in Absprache mit dem Arzt genommen werden.

Sie sollte zudem eine gesunde Ernährung verfolgen, auf schädliche Lebensmittel verzichten und gegebenenfalls in ärztlicher Rücksprache sinnvolle Nahrungsergänzungsmittel nehmen. Und zuletzt gilt es, ihr Körpergewicht zu regulieren, also weder Über- noch Untergewicht zu haben. Diese Dinge liegen zwar nicht in der Hand des Vaters, doch er kann seine Partnerin zumindest ermutigen und unterstützen.

Am besten funktioniert das, indem auch er seine Gewohnheiten ändert, frei nach dem Motto: „Geteiltes Leid ist halbes Leid“! Er kann also ebenfalls einige Pfunde verlieren, sich gesünder ernähren oder mit dem Rauchen aufhören – dann fällt es der Frau umso leichter und die Sicherheit des Kindes wird gefördert. Das ist zudem insofern sinnvoll, als dass viele Männer das sogenannte „Couvade-Syndrom“ entwickeln und somit ebenfalls auf ihre Ernährung achten sollten.

Der Vater als Unterstützer, Helfer und Seelsorger


Die eigentliche „Last“ kann der Vater seiner Frau in der Schwangerschaft also zwar nicht abnehmen, aber er kann ihr zumindest zur Seite stehen. Das stärkt die Beziehung und erleichtert diese schöne, aber eben auch anstrengende Phase für die werdende Mutter.

Es ist für viele Männer schwer, sich in die (neue) Situation ihrer schwangeren Partnerin hineinzuversetzen und dabei etwa Stimmungsschwankungen zu verstehen oder besondere Bedürfnisse zu erkennen. Je mehr Wissen, Information und Verständnis jedoch vorhanden ist, umso leichter fällt dies. Entsprechend einfacher ist es dann auch, in der Rolle des Vaters die passende Unterstützung geben zu können und sich von Beginn an um die Sicherheit des Babys mit zu kümmern.

Der künftige Vater ist während der Schwangerschaft also vor allem Unterstützer, Helfer und Seelsorger. Er sollte ein offenes Ohr für die Ängste, Sorgen oder Nöte seiner Partnerin haben. Er sollte ihr Arbeit abnehmen, wo das möglich und notwendig ist. Er sollte sie begleiten, wann immer er kann.

Das Schlimmste, was ein werdender Vater in dieser Phase tun kann, ist nämlich, genervt zu reagieren oder sein „eigenes“ Leben zu führen, während sich die Frau alleingelassen fühlt. Dadurch entstehen Konflikte, welche nicht nur die Beziehung auf eine harte Probe stellen, sondern auch zusätzlichen Stress für die Mutter bedeuten.

Stattdessen sollte Vorfreude herrschen, denn diese färbt vom Vater dann auch auf die schwangere Frau ab, wenn sie mal einen weniger guten Tag hat. Zudem kann der Vater optimistisch sein, als tatkräftiger Unterstützer auftreten, beispielsweise bei der Einrichtung des Kinderzimmers, oder Ruhe ausstrahlen, wenn sich Mutter (zu viele ) Sorgen macht.

Es geht darum, zusammenzuhalten und den Blick in die schöne Zukunft als vergrößerte Familie zu werfen. Allein dieser Rückhalt ist für die Frau in der Regel das wertvollste Geschenk, welches ihr Partner in der Schwangerschaft machen kann. Es geht also weniger um das aktive Tun als um das „Füreinanderdasein“.

Stress in der Schwangerschaft – gefährlich oder nicht?


Dass der Vater alles tun sollte, um für die Frau den Stress während der Schwangerschaft zu reduzieren – oder zumindest, um keinen zusätzlichen Stress hervorzurufen – liegt an den Gefahren, welche dieser für das Baby birgt. In einem gewissen Ausmaß ist Stress noch kein Problem. Jede Frau fühlt sich während ihrer Schwangerschaft mal gestresst und es gibt sogar eine Form von positivem Stress, der vor allem durch Vorfreude und das Gefühl geprägt ist, die Geburt nicht erwarten zu können.

Doch negativer Stress darf nicht zum Dauerzustand oder zu intensiv werden. Denn dieser kann sich negativ auf die Entwicklung des ungeborenen Kindes auswirken. Stress verändert den Hormonhaushalt der Mutter und kann schwerwiegende Folgen nach sich ziehen:
  • Frühgeburt
  • neuronale Entwicklungsstörungen
  • emotionale Entwicklungsstörungen (z.B. ADHS)
  • geringes Geburtsgewicht
  • körperliche Beschwerden (z.B. Asthma)
  • verminderte geistige Fähigkeiten
Das bedeutet nicht, dass Stress in der Schwangerschaft zwangsweise zu solchen oder ähnlichen Problemen führen muss. Viele Kinder kommen durchaus gesund zur Welt. Doch das Risiko steigt und zugleich wird die Schwangerschaft für die Mutter sehr anstrengend. Es ist somit allen Familienmitgliedern geholfen, wenn der Stress während dieser Phase auf ein Minimum reduziert wird. Und genau hierbei kann der Vater helfen.

Ein wichtiger Punkt kann beispielsweise sein, eventuelle Zukunftsängste abzubauen. Vater und Mutter sollten also frühzeitig, bestenfalls schon vor der Schwangerschaft, die Finanzen für die Zukunft regeln, ein Arbeitsmodell für die Zukunft finden oder andere Vorkehrungen eben für die Zukunft treffen, damit nach der Geburt alles „in trockenen Tüchern“ ist, wie man so schön sagt.

So können sich die Eltern entspannt auf das Baby freuen und vor allem zu Beginn vollständig darauf konzentrieren. Zudem ist es sinnvoll, dass sich sowohl der Vater als auch die Mutter aktiv vorbereiten – vor allem beim ersten Kind:
  • Wie wird ein Kind gewickelt?
  • Worauf ist beim Stillen zu achten?
  • Wie geht die Erste Hilfe bei einem Säugling?
Je besser beide Elternteile vorbereitet sind, umso weniger fühlen sie sich beim Gedanken an diese neue Lebensaufgabe gestresst.

Auch als Vater die psychische Kraft fördern


Als werdender Vater ist es somit wichtig, in die Beobachterrolle zu gehen und ein Gespür dafür zu entwickeln, ob die werdende Mutter gestresst ist und weshalb. Wie erwähnt, ist leichter und kurzzeitiger Stress kein Problem. Aber nimmt er größere Ausmaße an oder wird zum Dauerproblem, sollte das Paar gemeinsam den Ursachen auf den Grund gehen – und eine Lösung finden.

Wichtig ist aber auch, dass sich der Mann nicht selbst aus den Augen verliert. Auch er kann nämlich (unterschwellig) gestresst sein. Dadurch schadet er seiner eigenen Gesundheit und sein Stress kann zugleich auf die Frau sowie das Kind abfärben. Sollte sich ein werdender Vater also gestresst, ängstlich oder auf andere Art und Weise „belastet“ fühlen, gilt es auch hier, die Gründe dafür herauszufinden.

Wenn der Vater seine eigene psychische Kraft fördert, beispielsweise durch Stressabbau, Meditation oder auch eine Psychotherapie – je nach individuellem Fall – erhöht das demnach indirekt die Sicherheit und vor allem die gesunde Entwicklung des Fötus.

Der Babybauch – Schützenswert wie das eigene Leben


Schwangere schützt ihren Babybauch mit den HändenBild: ADOBE.STOCK / pressmaster

Es sind allerdings nicht nur „innere“ Bedrohungen, welche die Sicherheit des Kindes gefährden können, beispielsweise ein Fehlverhalten der Mutter oder zu viel Stress. Stattdessen können auch äußere Einwirkungen auf den Babybauch zur Gefahr für das ungeborene Kind werden.

Einerseits gilt es daher, potenziell gefährliche Situationen zu meiden. Dazu gehören natürlich Extremsportarten wie das Klettern an Steilhängen oder Mountainbiken über schwieriges Gelände, aber auch sämtliche Situationen, in welchen die Mutter stürzen oder einen Schlag auf den Bauch erhalten könnte. Mit etwas Vernunft ist das in der Regel kein Problem, denn im ganz normalen Alltag ist der Babybauch „robuster“ als viele Menschen denken würden.

So können werdende Eltern für Entlastung sorgen


Extrem- und Leistungssport sind somit in der Schwangerschaft nicht mehr möglich. Das bedeutet aber nicht, dass sich die Mutter nicht frei bewegen darf. Im Gegenteil: Moderate Bewegung ist auch in der Schwangerschaft sehr wichtig und sanfter Sport wird von vielen Ärzten empfohlen. Allerdings sollte vorher abgeklärt werden, was für die Mutter machbar ist, ohne das Kind zu gefährden, und was eben nicht. Zudem wird die Bewegung mit zunehmender Größe des Babybauchs immer schwerfälliger. Es gilt daher auch, auf das jeweilige Stadium der Schwangerschaft Rücksicht zu nehmen.

In Extremfällen muss die Frau sogar für einige Wochen konsequent liegen – dann ist der Mann als Unterstützung umso mehr gefragt. Wie viel Belastung möglich ist, hängt also stets vom Einzelfall ab. Aktiv für eine Entlastung zu sorgen, ist aber in jedem Fall eine sinnvolle Maßnahme. Das funktioniert beispielswiese wie folgt:
  • Beckenbodentraining hilft dabei, den Rücken sowie die Muskulatur zu entlasten.
  • Entspannungsübungen können Rückenschmerzen lindern, beispielsweise durch Yoga.
  • Flexible Bauchstützen nehmen etwas Gewicht vom unteren Rücken, vor allem gegen Ende der Schwangerschaft.
  • Weiterhin gilt es, extreme Wärme oder Kälte vermeiden.
  • Und zuletzt sollte es natürlich keine heftigen Stöße, Stürze oder einen starken Druck auf den Bauch geben.
Der Vater kann hierbei insofern unterstützend wirken, als dass er mit der Frau entsprechende Übungen macht – diese schaden schließlich auch Männern nicht – oder ihr beim Anlegen von Bauchstützen hilft. Er sollte zudem selbst vorsichtig mit dem Babybauch seiner Partnerin umgehen und auch andere Personen hierzu anhalten oder seine Frau auf eine Gefahr hinweisen, wenn diese sie nicht bemerkt hat. Dabei gilt es aber ein gesundes Maß zu finden aus Vorsicht und einer übertriebenen Ängstlichkeit. Letztere führt nur wieder zu unnötigem Stress.

Schwangere und ihre Arbeit


Der Spagat zwischen Karriere und Kind stellt für viele Frauen heutzutage eine große Herausforderung dar. Sie möchten oder müssen arbeiten, hegen jedoch auch einen Kinderwunsch. Dieser bedeutet eine längere Auszeit vom Job und somit eventuelle Nachteile, beispielsweise bei Beförderungen.

Es handelt sich daher um ein Thema, welches werdende Eltern frühzeitig ansprechen sollten:
  • Wer steckt dem Kind zuliebe wann und wie lange bei der Arbeit zurück?
  • Wer geht in Elternzeit?
  • Wie werden die Finanzen geregelt?
Für die Beantwortung solcher sowie weiterer Fragen ist es erst einmal wichtig, alle Informationen einzuholen. Diese Aufgabe kann (auch) der zukünftige Vater übernehmen. Anschließend gilt es, eine Lösung zu finden, welche beide Partner als fair und praktikabel empfinden – und die natürlich auch für das Kind optimal sind. Ob dafür beide in Teilzeit arbeiten, sich in der Elternzeit abwechseln oder ein Elternteil in Vollzeit arbeitet, während das andere zuhause bleibt…das ist jeder Familie selbst überlassen und kann individuell entschieden werden.

Mutterschutz und Elternzeit


Vater arbeitet mit Baby auf dem Arm zuhause in ElternzeitBild: ADOBE.STOCK / Jelena

Auch als Vater gilt es also, Initiative zu zeigen und gegebenenfalls zeitweise weniger zu arbeiten oder in Elternzeit zu gehen. Dadurch werden sozusagen „faire“ Voraussetzungen geschaffen, sodass sich die Frau nicht zwischen Kind und Karriere entscheiden muss. Hegen beide einen Kinderwunsch, sollten schließlich auch beide die Chance haben, dennoch beruflich erfolgreich zu sein beziehungsweise zu bleiben.

Jeder Angestellte besitzt dafür ein gesetzliches Recht auf Elternzeit. Währenddessen kann unter gewissen Voraussetzungen sowie für einen definierten Zeitraum das Elterngeld beantragt werden. Für die Frau greift zusätzlich der Mutterschutz, in der Regel ab sechs Wochen vor dem errechneten Geburtstermin bis acht Wochen nach der Entbindung. Für Früh- und Mehrlingsgeburten gelten sogar zwölf Wochen nach der Geburt.

Der Vater hat diese Möglichkeit nicht. Er sollte sich aber, wenn möglich, zur Zeit der Geburt Urlaub nehmen oder anschließend in Elternzeit gehen, um die Frau während sowie nach der Entbindung unterstützen zu können.

Absicherung der Familie: Was ist jetzt notwendig?


In einigen Fällen gilt für die Mutter bereits vor dem Mutterschutz ein Beschäftigungsverbot. Auch dann ist es wichtig, als Paar gemeinsam eine Lösung zu finden, wie Haushalt, Job und die Schwangerschaft „jongliert“ werden können. Für den Vater bedeutet das unter Umständen eine Mehrfachbelastung, wenn die Frau beispielsweise nur noch liegen darf, und er somit arbeiten muss, aber eben auch einkaufen, putzen und weitere typische Aufgaben, die anfallen.

Bei manchen Paaren entsteht in der Schwangerschaft zudem eine regelrechte Panik mit Fragen, wie: „Was wäre, wenn…?“. Die Berufsunfähigkeit ist dabei ein häufiges Thema, denn diese kann sowohl während als auch nach einer Schwangerschaft eintreten. Der Vater sollte sich ebenfalls fragen, wie er seine Familie jetzt sowie in Zukunft bestmöglich absichern kann – vor allem, wenn er Alleinverdiener ist.

Die Schwangerschaft kann daher auch ein geeigneter Zeitpunkt sein, um Fragen der Versicherungen sowie finanziellen Absicherung (neu) zu klären. Falls nicht schon geschehen, kann beispielsweise ein Familientarif bei der Haftpflichtversicherung günstiger sein. Darüber hinaus gilt es in erster Linie, die Eltern abzusichern, damit die Familie im Ernstfall geschützt ist.

Die Beantragung einer Berufsunfähigkeitsversicherung ist dabei für Väter und Mütter sinnvoll, sofern sie beide arbeiten gehen – freiwillig oder des Geldes wegen. Sie kann grundsätzlich in verschiedenen Lebenssituationen abgeschlossen werden und so in den meisten Fällen auch noch während einer Schwangerschaft. Eine solche Police bietet zusätzlichen Schutz und sichert die Familie finanziell ab. Für eine Berufsunfähigkeit gibt es nämlich viele Gründe und der Verlust des Einkommens kann damit in gewisser Höhe abgefedert werden.

Für den Hauptverdiener der Familie kann zudem eine Lebensversicherung oder ähnliche Police empfehlenswert sein, um die Familie im eigenen Todesfall abzusichern. Welche Versicherungen sowie weitere Vorsorgemaßnahmen sinnvoll sind, muss schlussendlich jedes Paar selbst entscheiden. Dadurch kann aber zumindest ein Gefühl der Sicherheit kreiert werden, welches wiederum Stress abbaut und damit die Sicherheit des Kindes fördert.

Der Umgang mit Elektronik und dem Internet


Wer die bisherigen Tipps berücksichtigt, beweist sich schon als guter Vater, noch bevor das Kind geboren wurde. Doch es fehlen noch zwei letzte Maßnahmen, um die Sicherheit des Kindes sowie auch das Wohlergehen der Mutter während der Schwangerschaft bestmöglich zu fördern:

1. Elektromagnetische Strahlung – Schadet sie dem Nachwuchs?



Einerseits befürchten viele werdende Eltern, dass elektromagnetische Strahlung im eigenen Zuhause das Kind im Mutterleib schädigen kann. Allerdings gibt es bisher keine Studien, welche diese Annahme unterstützen. Im Gegenteil: In den meisten wissenschaftlichen Untersuchungen wurde keine Gefahr durch elektromagnetische Felder festgestellt.

Dennoch schadet es nicht, gewisse Vorsichtsmaßnamen zu ergreifen, sodass Mutter und Kind im heimischen Umfeld so wenig Strahlung wie möglich ausgesetzt sind – vor sowie nach der Geburt. Eine Aufgabe, die gerne der Vater übernehmen kann. Besonderheiten gelten zudem bei starken elektromagnetischen Feldern, mit denen die Schwangere eventuell bei der Arbeit in Berührung kommt. Hier gilt es im individuellen Fall zu klären, ob von den betreffenden Geräten eine Gefahr ausgeht und wie die Frau sowie ihr Fötus davor geschützt werden können, beispielsweise durch einen zeitweisen internen Arbeitsplatzwechsel.

2. Soziale Medien und „Idealschwangerschaften“



Zuletzt sorgt die digitale Welt dafür, dass viele Frauen, aber eben auch Männer, eine völlig falsche Vorstellung von einer Schwangerschaft haben. Überall in den sozialen Medien werden ihnen „Idealschwangerschaften“ präsentiert. Die schwangeren Frauen auf Instagram und Co haben scheinbar nie körperliche Beschwerden, keine Ängste und auch keinerlei Spuren wie Schwangerschaftsstreifen. Das setzt die Frauen unnötig unter Druck.

Werdende Väter sollten sich deshalb darüber informieren, wie eine reale Schwangerschaft wirklich abläuft und wie sie ihre Frau bestmöglich unterstützen können. Diese auch während oder nach der Schwangerschaft bedingungslos zu lieben, ist dabei ein guter Anfang – selbst, wenn sie vielleicht nicht immer so perfekt aussieht wie die Idealbilder in der Scheinwelt der sozialen Netzwerke.

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