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Sicherheit im Alltag – 5 wichtige Maßnahmen zum Schutz von Babys


Vater gibt Baby Sicherheit im AlltagBild: StockSnap@pixabay.com

Sobald Eltern wissen, dass sie ein Kind erwarten, sind sie besorgt. Sie wollen alles tun, um ihr Kind vor alltäglichen Gefahrenquellen bestmöglich zu schützen. Bereits kurz nach der Geburt sind Babys überraschend mobil. Sobald sie sich vom Rücken auf den Bauch drehen können, gibt es oft kein Halten mehr. Worauf Eltern dann achten sollten und wie sie die Sicherheit ihres Kindes gewährleisten, erläutert dieser Beitrag.

1. Steckdosen und scharfe Kanten mit Kindersicherungen versehen


Baby schläft sicher bei Babyfon-ÜberwachungBild: Wenn Babys abends oder mittags allein im Schlafzimmer sind, können Mama und Papa sich ihrer Sicherheit mit einem Babyfon vergewissern. - Pixabay.com © StockSnap (CC0 Creative Commons)
Die ersten Bewegungen vollführen Kinder oft seitwärts. Sie rollen, robben und krabbeln irgendwann durch die gesamte Wohnung. Spätestens, wenn das Baby sich herumrollen kann, sollten Eltern die ersten Ecken und Kanten ihrer Wohnung sichern. So vermeiden sie schwere Verletzungen. Ob scharfe Tischkante oder wackeliger Schrank, es gilt, die Ecken zu polstern. Nicht selten stoßen Babys irgendwo an oder rollen gegen Möbelstücke, immerhin können sie ihre Bewegungsrichtung noch nicht bewusst kontrollieren. Scharfe Kanten werden hier zur echten Gefahr.

Tipp: Sinnvoll ist es, wenn Eltern sich bereits vor den ersten Bewegungsversuchen ihres Kindes auf den Ernstfall vorbereiten. So können sie, wenn es doch zu einem Unfall kommt, schnell und besonnen handeln.

Ebenso gefährlich sind Steckdosen. Hier gibt es im Handel zahlreiche Sicherungen, die einfach auf die Steckdose aufgesteckt werden können. So vermeiden Väter, dass das Baby einen elektrischen Schlag bekommt. Die Sicherungen sind einfach zu lösen und fast unsichtbar. Dabei erfüllen sie einen wichtigen Zweck, kann ein Stromschlag aus einer Steckdose für ein Baby doch lebensgefährlich sein!

2. Das Babyfon beruhigt Mama und Papa


Wenn das Baby abends oder auch zum Mittagsschlaf allein im Bett liegt, sind viele Eltern besorgt. Groß ist die Angst, dass dem Baby etwas zustößt. Die Schreckensfantasien sind vielfältig: Das Baby könnte plötzlich nicht mehr atmen und somit ersticken. Es könnte aus dem Bett fallen oder mit einem Körperteil in den Gitterstäben steckenbleiben. Hier gilt: Vertrauen mag gut sein, Kontrolle ist auf jeden Fall besser. Zu der Erstausstattung der meisten Eltern gehört deshalb ein hochwertiges Babyfon. Moderne Modelle lassen sich per App mit dem Smartphone verbinden, sodass Eltern ihr schlafendes Baby stets im Blick haben. Unter babyfon.org können Väter ein geeignetes Modell finden.

Gerade im ersten Lebensjahr macht das Babyfon Sinn. Hier ist die Gefahr des plötzlichen Kindstods relativ hoch. Insgesamt kommt es immer seltener vor, dass Babys auf diese Art ums Leben kommen, dennoch ist die Angst bei fast allen Eltern präsent. Um sich vor dem „Sudden infant death syndrome“, kurz Sids zu schützen, gibt es einige zusätzliche Maßnahmen. Die BzgA erläutert auf kindergesundheit-info.de wichtige Punkte, die Eltern beim kindlichen Schlaf beachten sollten.

3. Nicht nur Küchenschränke gut sichern


Sobald ein Baby mobiler wird, ist es eine spannende Aufgabe, alle erreichbaren Fächer, Regale und Schränke auszuräumen. Vor allem bunte Dinge, die viel Lärm machen, erregen schnell die Aufmerksamkeit des Nachwuchses. Um die Gefahr für Kinder zu vermindern, sollten Eltern die Schränke mit Kindersicherungen versehen. Es gibt verschiedene Modelle, die teilweise fast unsichtbar sind und mit Magneten funktionieren. Folgende Gefahren lauern in Küchenschränken und Co.:
  • scharfe Gegenstände wie Reiben, an denen das Kind sich schneiden kann
  • schwere Töpfe und Deckel, die auf das Baby fallen könnten
  • giftige Gegenstände wie Putzmittel, Reiniger und Ähnliches
  • Plastiktüten, die eine akute Erstickungsgefahr bergen
Je mobiler ein Kind ist, desto größer ist die Gefahr, die von diesen Gegenständen ausgeht. Trotz kindersicherem Verschluss sind beispielsweise Reinigungsmittel für Kinder nach wie vor gefährlich. Hierzu zählen im Übrigen auch Waschmittel und Weichspüler! Schränke, in denen sich potentiell gefährliche Dinge verbinden, sind unbedingt zu sichern. Viele Eltern möchten darüber hinaus Schränke sichern, in denen Papiere und andere wichtige Gegenstände gelagert sind. Denn es macht natürlich nur wenig Spaß, wenn Mama oder Papa ständig alle Schränke wieder einräumen müssen.

4. Kinder am Wickeltisch nie allein lassen


Baby liegt sicher auf dem Wickeltisch vor Stürzen geschütztBild: Nicht nur der Wickeltisch birgt eine Sturzgefahr für Babys. Hier sollten Eltern stets dabei sein und dem Kind ihre volle Aufmerksamkeit widmen. - Pixabay.com © heymattallen (CC0 Creative Commons)

Wie eingangs bereits erwähnt, sind Kinder bereits sehr früh überraschend mobil. Selbst wenn Eltern den Eindruck haben, das Kind könne kaum den Kopf selbstständig halten, gehen erste Bewegungen oft wahnsinnig schnell. Kinder haben einen überaus großen Bewegungsdrang und möchten ihre Umwelt erkunden. Sie versuchen also bereits früh, sich zu bewegen. Deshalb gilt, dass Kinder, wenn sie auf hohen Gegenständen liegen, nie allein gelassen werden dürfen!

Dazu zählen der Wickeltisch, das Elternbett, die Couch oder jede andere Fläche, auf der das Kind „nur kurz“ liegt. Denn jede Sekunde, in der die elterliche Aufmerksamkeit nicht beim Kind ist, kann zu einem potentiell gefährlichen Sturz führen. Stehen Eltern also mit ihrem Nachwuchs am Wickeltisch und plötzlich klingelt das Telefon oder die Türklingel, haben sie zwei Optionen: Entweder sie wickeln in Ruhe zu Ende oder sie legen das Baby auf dem Boden ab und gehen zu Telefon oder Tür. Hier passiert es im schlimmsten Fall, dass das Kind auf den Boden uriniert, Unfälle sind aber ausgeschlossen.

Übrigens gibt es mittlerweile sogar Wickeltische mit Anti-Sturz-Funktion. Diese wird hochgeklappt, wenn die Eltern sich kurz vom Tisch entfernen müssen, sodass kleine Babys nicht herunterfallen können. Der MDR zeigt unter ardmediathek.de, wie der Schutz funktioniert. Allerdings ist er wirklich nur für die Jüngsten geeignet. Eine weitere Schutzmaßnahme für Neugeborene ist das elterliche Stillkissen. Es wird, beispielsweise auf dem Elternbett, um das Kind gelegt und verringert so den Radius, in dem das Baby sich bewegen kann.

5. Treppen und Türen absichern – den Bewegungsradius verkleinern


Wer in einer Maisonette-Wohnung oder einem Haus wohnt, muss seine Treppen selbstverständlich ebenfalls mit Kindersicherungen versehen. Sonst ist ein Sturz die Treppe hinunter praktisch vorprogrammiert. Es gibt einfache Gitter, die sich in den offenen Bereich am Fuß und am oberen Absatz der Treppe klemmen lassen. Sie beinhalten eine Tür, die die Eltern und größeren Geschwister einfach öffnen können. Für Türöffnungen gibt es solche Gitter ebenfalls. So stellen Eltern sicher, dass das Baby nicht allein beispielsweise in die Küche oder andere potentiell gefährliche Räume krabbelt.

Wichtig: Gerade in der Küche sollten Kinder generell nie unbeaufsichtigt sein. Hier gibt es zahlreiche Gefahren, denen Kinder sich aussetzen können.

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