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Väter fahren besser


Kinder meinen - Väter fahren besserBild: © Kzenon - Fotolia.com

Das meinen jedenfalls die Kinder im Auto. Allerdings fahren sie auch schneller, rüpelhafter und telefonieren öfter. Wohingegen Mama sich häufiger verfährt. Was Kinder gar nicht mögen: Streit hinterm Steuer. Unterschiedliche Fahrstile machen ihnen aber nichts aus.

Zuerst die gute Nachricht: Fast 95 % der Kinder fühlen sich mit Papa und Mama im Auto sicher. Dazu befragten der Reifenhersteller Continental und die Verkehrswacht Niedersachsen 500 Kinder zwischen vier und 16 Jahren. Und 58 % sitzen mit beiden Eltern gleich gern im Auto. Allerdings bevorzugen 22 % hier den Vater, 19 % die Mutter.

Keine Angst im Auto


Angst haben sie dabei nicht, meinen 83 %. Jedoch bekommen knapp 10 % schon mal Muffensausen, wenn Papa aufs Gaspedal tritt. 73 % meinen, Vater fährt generell schneller. Dennoch mag fast die Hälfte der Kinder Vaters Fahrstil lieber, knapp 40 % bevorzugen den der Mutter. 38 % meinen, dass Papa rüpelhafter fährt. Über den Bordstein rumpeln oder gegen eine Wand fahren würde aber eher Mama, finden 42 % der Kinder. Und die verfährt sich auch häufiger, sagen 43 %. Mit 11 Prozent telefonieren Väter während der Fahrt etwas häufiger als Mütter (9 %). Und auch die Unkonzentriertheit ist mit ca. 22 % geschlechtergerecht verteilt.

In der Regel setzt sich der Mann selbstverständlich hinters Steuer, wenn die Familie gemeinsam losfährt. Sagen fast 70 % der Kinder. Zur Schule werden sie jedoch von Mama kutschiert, knapp 40 % Frauenanteil am Schulweg gegenüber 16 % der Väter - nach Einschätzung ihrer Kinder.

Bitte nicht schimpfen!


Was Kinder gar nicht mögen ist das Geschimpfe beim Autofahren. Über 40 % berichten von elterlichem Streit über den Fahrstil. Und knapp ein Drittel meint, ohne den zweiten Elternteil würde der andere besser fahren. Fast drei Viertel der Eltern schimpfen über andere Autofahrer im Beisein ihrer Kinder. Hier sind die Väter vorne, ein Drittel gehört zu den Schimpfern gegenüber 20 % der Mütter.

Trotz alledem: Fast die Hälfte der Kinder findet, ihre Eltern fahren besser als die ihrer Freunde! Und das ist wirklich eine gute Nachricht. Denn sie zeigt, dass Kinder Unterschiede zwischen ihren Eltern beim Autofahren wahrnehmen, sie aber akzeptieren und keinen deshalb verteufeln. Die gesellschaftliche Arbeitsteilung führt zum häufigeren Mama-Taxi, das Bild des Mannes als des immer Aktiven bestätigt sich darin, dass er häufiger und schneller fährt. Das kriegen auch die Kinder mit. Wenn nach dieser Studie Empfehlungen an die Eltern ausgesprochen werden sollten, dann kann es nur sein: Telefonieren während der Fahrt ist ein absolutes No-Go, da es zu schweren Unfällen führen kann. Und bevor Sie losschimpfen über den Dusselkopp im Auto vor ihnen - erst mal tief durchatmen. Die Kinder werden es Ihnen danken.

Ralf Ruhl

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