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Das Glück der Väter


Kinder - Das Glück der VäterBild: © goodluz - Fotolia.com

Kinder machen Väter glücklich. Und die Mütter auch. Sagt eine Studie der Care.com und der VätergGmbH. Jedenfalls, wenn das Geld stimmt und die Arbeitszeit nicht ausufert. Dann klappt’s auch mit der Partnerschaft. Vielleicht...

Männer zwischen den Stühlen


"Väter hängen zwischen ihren Wünschen nach mehr Zeit und Verantwortung für Familienaufgaben und ihrer klassischen Rolle als Hauptverdiener fest," erklärt Volker Baisch, Geschäftsführer der VätergGmbH die wesentlichen Ergebnisse der Untersuchung. Über 1000 Väter waren befragt worden, die Hälfte davon befand sich in Elternzeit. Und die fanden sie toll, 93% empfinden die Bindung zu ihren Kindern dadurch gestärkt, und immerhin 78% sehen auch positive Auswirkungen auf die Partnerschaft.

Mit der Vereinbarkeit von Beruf und Familie klappt es allerdings nicht so gut. 52% befürchten berufliche Einschränkungen. Daher ist es logisch, dass sich die Hälfte der Väter verständnisvolle Vorgesetzte wünscht und an den Bedürfnissen der Familie ausgerichtete flexible Arbeitszeitmodelle. Und ein Drittel würde gern weniger arbeiten, wenn sie nach der "heißen" Kinderphase die Arbeitszeit wieder aufstocken könnten.

Bindung zu den Kindern


Wer lange arbeitet, misst der Bindung zum Kind höchste Bedeutung bei. Väter mit hoher Wochenarbeitszeit messen der intensiven Bindung zum Kind besondere Bedeutung bei (68%). Wer wenig Geld verdient, sieht das weniger stark (48%). Wahrscheinlich, weil hier die Existenzsicherung stärker im Vordergrund steht. Und weil Teilzeitarbeitende sowieso eine stärkere Bindung zum Kind haben, sie verbringen ja bereits mehr Zeit mit ihnen.

Interessant ist, dass sich mehr Väter als Mütter Unterstützung bei bürokratischen Angelegenheiten wünschen. Frauen dagegen wollen mehr Hilfe im Haushalt und bei der Kinderbetreuung. Worin sich die klassische Arbeitsteilung widerspiegelt mit den passenden Entlastungswünschen: Männer sind immer noch für die Außenwelt und Frauen für die Innenwelt der Familie verantwortlich. Die Partnerschaft auf Augenhöhe, die 43% der Väter al wichtig für ihr Glücksempfinden postulieren, wird damit noch auf sich warten lassen.

Ralf Ruhl

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