„Ich wünsche mir mehr Freiheiten mit meinem Kind.“
Philipp und Diana haben die Entscheidung für eine längere Stillzeit gemeinsam getroffen. „Ich halte Muttermilch für die natürlichste Form der Nahrung. Und Diana hatte Lust auch länger als 6 Monate zu stillen. Wir haben darüber gesprochen noch bevor unser Kind geboren wurde. Aber damals wusste ich noch nicht, was das für den Vater bedeutet“, erinnert sich Philipp. „Ich wünsche mir einfach mehr Freiheiten mit meinem Kind. Aber Diana hat noch Lust zu stillen. Wir haben uns darüber ausgetauscht und den Kompromiss gefunden, in den kommenden sechs Monaten abzustillen. Für mich ist das eine Durststrecke.“
Alex hat diese Entscheidung vollkommen an seine Partnerin abgegeben. Doch auch er spürt die Nachteile dieser Situation: „Immer wenn die Kleine weint, kommt ihre Mutter dazu. Und meistens lässt sie sich nur an der Brust beruhigen. Dann bin ich uninteressant. Dafür fordert Rabea meine Unterstützung ein, wo es nur geht. Sie füttere schließlich schon unsere Tochter, heißt es dann. Küche und Abwasch sind solange meine Aufgabenbereiche. Außerdem ist Stillen bei uns der absolute Lustkiller. Selbst wenn wir beide sehr erregt sind: Nach dem Stillen läuft gar nichts mehr.“
Die ganz besondere Zeit zu Zweit
Philipp und Diana sind sich beim Thema Stillen noch richtig in die Haare geraten. „Ich habe einfach darauf bestanden, dass auch ich meine ganz besondere Zeit mit Noah brauche. OK, du stillst. Aber ich bringe ab heute unser Kind ins Bett! Das war meine Idee. Und nach einem langen Gespräch ist Diana darauf eingegangen. Es war natürlich gar nicht leicht den Kleinen ins Bett zu bringen, wo er doch gewöhnt war dabei zu nuckeln. Aber er hat sich dann nach einigem Geschrei doch auch mit mir als Kuschelpartner arrangiert. Seitdem ist das Einschlafritual unsere ganz besondere Zeit zu Zweit.“