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Wenn der Vater mit dem Sohne...

Fussball Bundesliga mit Kindern besuchen
Bild: fotolia - Rui Araujo

Nicht mehr lange, dann ist es wieder soweit. Die Fußball-Bundesliga ist in ihrer neuen Spielzeit. Und wieder werden die Fans ins Stadion pilgern, ViP’s Geschäfte tätigen, der Vater mit dem Sohne... oder der ganzen Familie die Tribünen bevölkern. 12,8 Millionen Zuschauer waren es in der Saison 2010/11, 42.500 im Schnitt pro Spiel. Was Sie als Vater wissen müssen.
Top-Bedingungen für alle

Im Gegensatz zu manch anderer europäischer Liga sind die Möglichkeiten für Stadionbesucher in Deutschlands Eliteliga nahezu perfekt. Nicht umsonst sagt 2006er-Weltmeister und Bayern-Stürmer Luca Toni, auf die Vorzüge der Bundesliga angesprochen: Die ganze Familie kann ins Stadion. In Italien fast undenkbar. Marode Stadien nebst Fan-Randale verleiden der „la famiglia“ den „calcio“ auf der Apennin-Halbinsel.

Das Kapitel hat der Deutsche Fußball glücklicherweise hinter sich gelassen. Der einstige Proletarier-Sport mit Gewaltexzessen in Liga 1 ist längst hoffähig geworden und Fußballklubs mit Jahresumsätzen mittelständischer Unternehmen kümmern sich geschäftstüchtig um ihre Kunden.

Früh an den Verein binden, kicken mit dem Maskottchen

Bei HERTHA BSC und dem HSV ist es der Kids-Club, beim Ex-Meister Wolfsburg der Wölfi-Klub: Kindern wird mit attraktiven Angeboten die Klubmitgliedschaft schmackhaft gemacht. Das reicht vom Einlaufen auf den Rasen mit den Profis bis hin zu Trainingslagern für die Kleinen.

In jedem Stadion einen Familienblock – gerne mit dem Namen eines Eisherstellers versehen. Vorteile sind: Der Block ist nur für Familien, rauchfrei und preislich sehr interessant. Zum Beispiel gibt’s bei Werder Bremen die Karte für ein Kind (bis einschließlich 14 Jahre) für 6,50 Euro. Ab fünf Quälgeistern kommt auch der Erwachsene für denselben Preis ins Weser-Stadion. Ein faires Angebot.

Nicht so vorteilhaft: die Familienblöcke sind oft in den Stadionecken. Damit sind sie zwar gut separiert. Aber auch weit weg vom Geschehen.

Ein Spiel dauert 90 Minuten - mindestens

Die alte Fußballerfloskel muss bedenken, wer überlegt, ob Sohnemann oder Töchterchen auch mal mitkommen sollten. Und sogleich sich selbst fragen: Packt er/sie das von der Aufmerksamkeit? 1,5 Stunden reine Spielzeit, dazu 15 Minuten Pause, An- und Abreise – da kommt eine Menge zusammen.

Aber wie bei allem sind da Kinder sehr individuell. Im Bekanntenkreis ging schon die Zweijährige auf dem Schoß mit ins Stadion und war fasziniert vom Geschehen auf und Abseits des Rasens. Obwohl das wohl eher die Ausnahme ist. Der Sechsjährige, der nun langsam seine Fußballleidenschaft entwickelt, für den Top-Protagonisten des Vereins schwärmt und auch mal Rasen schnuppern will, ist eher der Fall.

Kinder nicht ins Abseits stellen

Grundsätzlich sollte man beim Stadionbesuch mit Kindern davon ausgehen, dass auch bei der liebsten Nebenbeschäftigung der Welt, die Kleinsten nach wie vor im Vordergrund stehen. Sich also klarmachen: Wenn’s nicht geht, geht’s nicht und notfalls vorzeitig die Heimreise antreten.

„Training“ beim lokalen Amateurklub

Eine sehr gute Möglichkeit, das Interesse und die Leidensfähigkeit der Kleinen zu testen, sind die unzähligen Amateurvereine, die Sonntag für Sonntag ihre Punktspiele austragen. Das sportliche Niveau ist zwar längst nicht so hoch wie in Deutschlands Eliteklasse, dafür ist der Eintritt günstig, gering sind Lautstärke, Anfahrt und Gedränge. Bei Bouletten, Bier und derben Sprüchen kann man die Liebsten dann behutsam ans Topniveau heranführen.

Eintritt frei, hautnah dabei

Bei allen Bundesligisten ist das Training fast immer öffentlich. Ausnahme ist das Abschlusstraining vor dem Spieltag, meist also am Freitag. Ansonsten kann man einen Ribéry, Grafite, Manuel Neuer oder einen Sedad Ibisivic auf Grasnabenhöhe erleben und sich im Anschluss ein Autogramm holen. Gerade in den Ferienzeiten ein willkommener Spaß für die Kleinen. Die Trainingszeiten erfährt man auf den Homepages der jeweiligen Bundesligisten.

Christoph Hermanny

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Kommentare von Lesern:

 
Elsner, Unterföhring:
10.09.2009 12:12
Gute Tipps - an was man nicht so alles denken sollte .... aber wir probieren das bestimmt auch bald aus. Danke
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Tipps für den Stadionbesuch

  • Sensibilisieren:
    Kinder schon im Voraus fragen, ob sie mitkommen möchten und darauf hinweisen, was auf sie zukommt.
  • Papas Verwandlung:
    Darauf hinweisen, dass Papa, Mama und andere Erwachsene sich im Stadion manchmal anders benehmen als daheim. Selbst darauf achten, dass die Diskrepanz nicht zu Arg wird.
  • Komfort:
    Auf jeden Fall Sitzplätze nehmen.
  • Lautstärke:
    Wenn ihr Kind geräuschempfindlich ist, sollten sie den Besuch überdenken. In manchen Arenen (Schalke) werden bis zu 130 Dezibel an Lautstärke gemessen. Das entspricht einem startenden Düsenjet. Ohropax sind da eine gute Möglichkeit, das kindliche Gehör zu schützen
  • Zeit nehmen:
    Rund ums Stadion gibt’s für die Kleinen oftmals viel zu entdecken. Hüpfburg, Maskottchen etc. Außerdem kann sich das Kind so langsam mit der Situation vertraut machen.

Tickets für die erste Liga
www.bundesliga.de

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