Wie ein Fisch im Wasser |
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 Bild: frantisek hojdysz - fotolia.de
Wer Schwimmen lernen will, braucht Zeit, ein gut gefülltes Becken und einen wasserfesten Vater, der Sicherheit ausstrahlt und dem das Planschen selbst viel Freude macht. |
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Endlich ist es soweit: mit stolzgeschwellter Brust schreiten Vater und Sohn Hand in Hand die Beckentreppen im Schwimmbad hinunter. Den Vater als sicheren Hafen vor Augen, versuchen die kleinen Arme und Beine des Sohnes noch unkoordiniert und übermotiviert den schmächtigen Körper halbwegs über Wasser zu halten. Papa ist da, als Schutzpatron, Motivator und einfühlsamer Lehrmeister in einem. Drei Wochen vorher wurde in trauter männlicher Zweisamkeit das Fahrrad fahren nahezu perfektioniert. Das hat das Gleichgewicht geübt und das Selbstvertrauen gestärkt. Jetzt ist er bereit für den nächsten Entwicklungsschritt: das Schwimmen lernen.
Das erste Wort, der erste Schritt, die ersten Meter mit dem Fahrrad: Das sind die oftmals nachhaltigsten Momente in der Entwicklung eines Kindes, die auch Jahre später noch beim Erinnerungsaustausch im Familien- oder Freundeskreis zu feuchten Augen bei den Eltern führen. Zu diesen Momenten gehören sicherlich auch die ersten eigenständigen Schwimmzüge des Kindes. Doch von der Badewanne über den Gartenpool bis hin zum ersten „loslassen“ im Freibad oder beim Schwimmkurs vergehen in der Regel mehrere Jahre. |
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Spaß!
Grundsätzlich sollte bei allem Eifer der Spaß am und im Element Wasser im Vordergrund stehen. Schon im zarten Babyalter sollten Wasch- und Duschvorgänge nicht nur der Reinlichkeit dienen. Kinder, die behutsam und spielerisch gelernt haben, mit Wasser umzugehen, tun sich später mit dem Schwimmen lernen meist leichter, als Kinder, die ungeduldig und widerwillig nur zum Zwecke des „Waschens“ unter die Brause gestellt wurden.
Ab dem vierten Lebensjahr sollten sich frühestens die Fragen gestellt werden, wo, wie und mit wem das Kind am besten schwimmen lernen sollte. Schwimmen verbessert Koordination und Ausdauer und vermittelt ein Gefühl von Freiheit und Sicherheit. Wer den „Beibring-Part“ übernimmt, sollte sich also absolut sicher im Wasser fühlen. Die Frage, ob ihr Kind besser einen Schwimmkurs nutzen sollte, beantwortet sichmit dieser Überlegung. Manche Kinder fühlen sich aber auch unter einem hohen Erwartungsdruck, wenn Papa dabei ist. Jetzt sollen sie Froschbewegungen machen, obwohl sie lieber springen und plantschen würden. Auch dieser Druck wird durch einen Kurs, den ja eine andere Person leitet, genommen. Selbstverständlich muss das Kind selbst „ja“ dazu sagen. Und wenn dann noch ein Freund oder eine Freundin mitmachen, gelingt die erste Beckendurchquerung noch viel besser.
Auch wenn der Spaß und das Spielerische stets Priorität genießen sollten, muss dennoch jederzeit die Sicherheit gewährleistet sein. Denn nach Verkehrsunfällen ist Ertrinken laut Statistik die zweithäufigste Art tödlich verlaufender Unfälle im Kindesalter.Daher sollte dem Kind neben allem Spaß und aller Freude auch fortdauerndvermittelt werden, auf was es vor- und während des Schwimmens zu achten hat.Hierzu findet man wertvolle Tipps unter der Rubrik „Baderegeln“ auf der Internetseite der DLRG (siehe Infospalte). |
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