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Mit den Söhnen beim Eröffnungsspiel

Väter, Kinder und Fussball - Mit den Söhnen zur WM
Bild: Robert Freis

Beim WM-Eröffnungsspiel dabei sein ist ein Traum für viele Väter und Kinder. Der Südafrikaner Balan Ramsamy konnte ihn sich und seinen Söhnen erfüllen. Ein gemeinsames Erlebnis, das sie ein Leben lang in Erinnerung behalten werden.

Fußball – zu Hause das wichtigste Thema



Die Augen leuchten. Drei Augenpaare unter 86000 Zuschauern im Soccer-City Stadion in Johannesburg. Balan Ramsamy und sein achtjähriger Sohn Kiam sowie der zwei Jahre jüngere Bruder Sayi tragen natürlich die gelben Trikots ihres Heimatlandes. „Bafana, Bafana“, schallt es durch das Stadion. Der Lärm ist ohrenbetäubend. Die Vuvuzelas, die afrikanischen Trompeten, leisten ganze Arbeit. Und trotzdem oder gerade deswegen ist dieser Moment etwas Besonderes für Balan Ramsamy und seine beiden Söhne. Denn der Manager einer Firma, die orthopädische und medizintechnische Produkte herstellt, hat sonst wenig Zeit für seine Söhne, denn er ist viel unterwegs. Doch die Leidenschaft für Fußball haben sie alle gemeinsam. „Zuhause ist Fußball das einzige Thema zwischen uns dreien. Meine Frau ist schon ganz verrückt“, erläutert Balan Ramsamy. Drei Herzen schlagen gemeinsam einen Takt. Fußball ist ihr ein und alles. Es ist Eröffnungsspiel bei der Fußball-Weltmeisterschaft. Südafrika gegen Mexiko.
„Es war ein Traum von mir und meinen beiden Kindern bei diesem Spiel dabei zu sein und dieser Traum ist wahr geworden.“ Die Karten hat Balan Ramsamy ganz einfach über das Internet bekommen. Jetzt stehen die drei in Block 141, Reihe D und sind begeistert von der Stimmung und von der Freude ihrer Landsleute auf das Event. „Ich hoffe, dass unsere Mannschaft Weltmeister wird“, lässt Kiam keck verlauten „Aber eigentlich wäre es schon eine tolle Sache, wenn wir die Vorrunde überstehen würden.“ Kiam und Sayi spielen selbst Fußball. Ihre Vorbilder sind internationale Stars – Ronaldo, Torres, Nani, Villa. Spanische und portugiesische Nationalspieler stehen hoch im Kurs. „Von der südafrikanischen Mannschaft finde ich Steven Pienaar am besten.“ Deutsche Spieler kennen die beiden Jungfans nicht. „Wenn meine beiden Söhne selbst spielen, dann versuche ich immer dabei zu sein. Darauf lege ich und die beiden großen Wert. Es klappt aber nicht immer.“ Stolz schwingt in seiner Stimme mit, wenn der 46jährige von seinen Söhnen erzählt. „Sie sind gute Fußballer und auch sonst prima Jungs. Schade, dass ich so wenig Zeit mit ihnen verbringen kann.“ Das Wochenende gehört aber allein der Familie. Dann steht gemeinsames Grillen, Kartenspielen, aber vor allem Kicken auf dem Programm. „Aber wenn es um Fußball geht, hat meine Frau nichts zu sagen.“
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