Angst vor dem Vater-Werden |
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 Bild: spacejunkie - photocase.com
„Ich kann mir ein Kind doch gar nicht leisten!“, „Ich kann nie wieder tun, was ich will“, „Ich bin noch nicht bereit für ein Baby“ – viele Männer spüren Ängste und Zweifel in der Schwangerschaft. Wir zeigen, wie Sie Ihnen begegnen können. |
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Glücksgefühl? Ja, aber…
„Ich werde Vater“ – wer diesen Gedanken zum ersten Mal in seinem Hirn jongliert, der ist nicht immer so euphorisch wie die Männer in kitschigen Hollywood-Schmonzetten. Vor allem drei Sorgen bringen den werdenden Vater nachts um den Schlaf: Geld, Freiheit und das „Bereit-Sein“.
Ein Kind kostet Geld, es kostet Zeit, es fordert Fürsorge, bürdet Verantwortung auf. 2008 befragte das Deutsche Jugendinstitut über 1800 Männer über ihre Vorstellungen in Punkto Vaterschaft. Ergebnis: Männer sehen sich selbst vor allem in der Rolle des Versorgers. Fast alle Befragten wollen Kinder, aber erst, wenn die finanziellen und persönlichen Rahmenbedingungen stimmen. Doch stimmen diese jemals?
Mein Geld…
Die Rolle des Versorgers ist vielschichtig. Man braucht ein Nest, also eine passende Wohnung oder Haus. Dafür braucht man Geld. Man möchte das Kind ernähren, kleiden, verwöhnen können. Dafür braucht man Geld. Eine passende Familienkutsche, ein Viertürer mit großem Kofferraum, scheint sinnvoll. Auch hierfür braucht man Geld. Wie man es dreht und wendet – das Finanzielle spielt eine große Rolle im Kopf des Mannes.
Deshalb wollen die meisten Männer beruflich erst einen sicheren Stand haben. Je höher qualifiziert, desto mehr steht dieses Bedürfnis im Vordergrund. Hat man erst einen tollen (oder wenigstens annehmbaren) Job ergattert, dann möchte man aber auch darin aufgehen. Das geht nicht mehr so einfach mit Kind, Überstunden machen oder Arbeit mit nach Hause bringen wird schnell zur Nervenprobe mit der Familie. Wer bisher davon träumte, in seinem Beruf aufzugehen wird feststellen, dass das mit Kind nicht so einfach möglich ist.
Und nicht nur das Einnehmen, auch das Ausgeben des Geldes hat einen anderen Stellenwert. Mallorca-Urlaub für zwei? Dann lieber ein neues Kinderbettchen. Ein größerer Fernseher? Der alte tut’s doch noch und eine neue Waschmaschine wäre von Nöten. Da möchte man gar nicht daran denken, welche Kerbe das rasch wachsende Kind als nächstes in die Brieftasche schlagen wird. Der Gedanke, „kann ich mir überhaupt ein Kind leisten“, ist eine schwere Belastung und kann nicht ohne weiteres als grundlose Sorge abgewunken werden. Zumal die Partnerin in der Regel in den ersten Lebensjahres des Kindes nicht oder nur wenig verdient. |
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TEIL 1
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