Aller Anfang ist schwer |
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Klare Absprachen und Regelmäßigkeit
Tom und Iris nehmen sich mehr Zeit. Sie haben den ganzen Sonntagabend für sich reserviert. Zwei Stunden nehmen sie sich, um einander aus ihrem Leben und Erleben zu erzählen. Dabei sitzen sie sich gegenüber. Der Ablauf ist immer der gleiche. Nacheinander hat jeder 45 Minuten Zeit von sich zu sprechen. Es ist viel Zeit zu schweigen und nach Worten zu suchen. Eine Diskussion gibt es nicht, auch keine Nachfragen. Und wer als Zweites dran ist, spricht ebenso von sich. Er antwortet nicht auf das, was er gehört hat.
„Als unsere Kinder klein waren, konnte ich mir das nicht vorstellen. Da brauchte ich jede freie Minute, um genug Schlaf zu bekommen. Jetzt haben wir die Zeit und setzen uns fast jede Woche zum Zweigespräch zusammen. Am Anfang haben wir kürzer gesprochen. Der eigenen Frau so aufmerksam zuzuhören, ohne selbst meinen Senf dazu geben zu können, das war ganz schön ungewohnt“, erklärt Tom. „Diese Art des Austauschs hat eine ganz neue Qualität für mich. Ich habe gelernt meine Frau neu zu sehen und zu verstehen. Ich glaube dadurch fällt es uns leichter einander zu akzeptieren und zu unterstützen.“ |
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Aller Anfang ist schwer
Klare Absprachen über den Ablauf und eine gewisse Regelmäßigkeit sind beim Zwiegespräch sehr wichtig. Und Anfänger sollten sich nicht so schnell entmutigen lassen. „Ja, dass ist wirklich eine besondere Art des Gesprächs“, gibt Tom zu bedenken. „Wir haben zuerst mit 10 Minuten angefangen. Und das kam mir schon unglaublich lang vor. Wann sprichst du schon einmal für diese Zeit ohne eine Frage und ohne unterbrochen zu werden. Später haben wir herausgefunden, dass wir mehr Zeit zum Sprechen brauchen.“
Und Jakob will Mut machen: „Zuerst suche ich immer nach Worten. Ich habe gelernt einfach anzufangen oder die Zeit der Stille zu nutzen, um mich zu sammeln. In der verabredeten Zeit kommt immer das zur Sprache, was wichtig ist.“
Nils Hilliges
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TEIL 3
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