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Väter bei der Geburt

Faktor Geborgenheit

Idealerweise ist der Mann darauf vorbereitet, dass sich seine Partnerin während der Geburt wahrscheinlich nicht wie gewöhnlich verhält. Vom verzagten Häuflein Elend bis hin zu Furienausbrüchen ist alles möglich. Da muss Mann durch. Aber keine Sorge: Fast alle ertragen es ihrer Partnerin zuliebe.

Die problemlosesten Entbindungen finden übrigens zuhause statt. Im eigenen Heim ist die Atmosphäre meist am ruhigsten und entspannt die Nerven. Hier kennen sich die Eltern aus, hier wissen auch Väter bei der Geburt eher, was sie tun können und wo sie etwas finden. Und die eigene Hebamme ist vom Beginn der Geburtswehen bis zum ersten Wickeln die ganze Zeit nur für sie da.
Nicht erwünscht?

Aber was ist, wenn die Mutter ihren Mann nicht bei der Geburt dabei haben will oder er selber das nicht möchte? Diese Entscheidung steht natürlich jedem, Mann wie Frau, frei. Denn dafür gibt es gute Gründe, etwa Scham oder Angst, die im Interesse der Paarbeziehung unbedingt respektiert werden müssen.

Doch nicht wenige überlegen es sich noch einmal anders, je näher der Termin rückt. Eine vertraute Person, die einem in so einer Extremsituation zur Seite steht, ist durch nichts zu ersetzen. Schon gar nicht durch Maschinen. Väter müssen bei der Geburt nicht perfekt funktionieren. Aber mit Herz und Verstand dabei sein – und mit einer Kamera. Für Momente, die man nie wieder vergessen möchte.

Frank Wolf
Teil 1

Gute Vorbereitung ist das A und O

Technik ist gut, Vertrauen besser


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Die Geburt – welche Rolle spielen Väter?

Väter wissen nicht von Natur aus, wie sie sich bei der Geburt verhalten sollen. Dafür gibt es Kurse, die mehr oder weniger auf eine eigentlich ungewisse Situation vorbereiten. Eine Geburt kann man nicht erklären. Aber ihr den vermeintlichen Schrecken nehmen.

Ein Kind zur Welt zu bringen ist für die Frau Schwerstarbeit. Helfen können Väter bei der Geburt durch ihre Anwesenheit und durch tatkräftige Unterstützung. Sie müssen sich alles verkneifen, was ihre Partnerin verunsichern oder verärgern könnte. Aber im richtigen Moment sind sie die Beschützer vor evtl. übereifrigen Hebammen oder Ärzten.

Während der Geburt kann es die Aufgabe der Väter sein, bestimmte Dinge wie Tücher, Kissen, Trinken und ggf. Essen bereit zu halten, ihrer Partnerin Mut zu machen und mit ihr die im Vorbereitungskurs eingeübten Bewegungen durchzuführen. Gute Hebammen wissen recht genau, wann welche Maßnahmen am besten sind.

Ansonsten gilt: Ruhe bewahren! Auch wenn etwas nicht wie geplant verläuft, und z.B. die Entbindung in den OP verlegt werden muss. „Als es zu Komplikationen während der Geburt kam, habe ich sofort gemerkt, wie sehr meine Frau mich gebraucht hat. Wie es in mir drin aussah? Darauf habe ich gar nicht mehr geachtet; mir war klar, dass es meine Aufgabe war, größtmögliche Zuversicht auszustrahlen und Stärke zu beweisen.“ Andreas, 30, aus Göttingen

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