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Väter – fantastische Spielgefährten

Unterschiedliche Stile wertschätzen



Was Frauen nicht immer zu schätzen wissen. „Nicht so doll“ ist einer der Standardsätze, den der Papa zu hören bekommt, wenn er sein Kind in die Luft wirft und Flieger spielt. Obwohl das Kleine vor Freude kräht. Oder „du passt aber schon auf, ja?“, wenn Vater und Tochter einen Hügel erklimmen und dabei ein paar Kletterschritte machen müssen. Dabei ist grundsätzlich nichts gegen Besorgnis und Vorsicht einzuwenden. Aber wenn der Vater mit dem Kind spielt oder auf Tour geht, hat er die Verantwortung. Für das Packen der Tasche, die frische Windel und das Frühstücksbrot. Und genauso ist es seine Sache, wie er die Fähigkeiten seines Kindes sieht und was er ihm abverlangt. Hinterher darüber sprechen ist gut, hilft auch bei der Einschätzung des Kindes. Während einer Aktion machen solche einschränkenden Bemerkungen dem Kind eher Angst. Und sie signalisieren: Mama weiß es besser. Dieses Signal geht an das Kind und den Mann. Mögliche Folgen: Der Vater zieht sich tendenziell aus der Betreuung zurück. Und das Kind wird dem Vater gegenüber unsicher, weil es die Bewertung der Mutter teilweise übernimmt.

Deshalb ist es wichtig, den Erziehungs- und Spielstil des anderen anzuerkennen und zu würdigen. Denn Kinder brauchen beides, Herausforderung und Bestätigung, Abenteuer und ein ruhiges Nest.

Zwischen Hingabe und Überforderung



Väter müssen dabei aufpassen, das Kind nicht zu überfordern. Väter schätzen den Entwicklungsstand ihrer Kinder oft höher ein, als er tatsächlich ist. Sie kaufen Baukästen für Siebenjährige, obwohl der Junge gerade erst eingeschult wurde. Oder meinen, er müsse schon geschickt mit dem Schnitzmesser umgehen können, obwohl er es gerade einmal halten kann. Diese Einschätzung kann über ein Jahr über dem Lebensalter des Kindes liegen. Die Gefahr: Papa schimpft, weil das Kind den Stock, aus dem der Bogen gebaut werden soll, nicht so gut abschabt. Oder nimmt ihm das Gerät gar aus der Hand. Beides signalisiert: Du wirst meinen Erwartungen nicht gerecht – und nach einiger Zeit wird das Kind die Lust auf Vater-Kind-Aktionen verlieren.

Auf der anderen Seite können Väter wunderbar in die Welt der Kinder eintauchen. Stundenlang mit Sohn oder Tochter Lego-Häuser bauen, Städte entwerfen, Kugelbahnen austüfteln – daraus können sich viele freie Nachmittage für Mama ergeben! Nach der Beobachtung von Astrid von Friesen, Pädagogin und Psychologin in Dresden, sind klassische Hobbys vor allem ein Männerding. Damit ist nicht nur das Briefmarkenalbum gemeint, auch die Carrera-Bahn oder das Bogenschießen. Der Reiz: Papa macht hier etwas für sich, das Kind kann sich zuordnen, ist damit Papa in seiner Welt nahe. Und Väter können sich nach von Friesen viel besser selbstvergessen dem Flow hingeben, bei dem die Zeit wie im Flug vergeht und alles ohne Mühe machbar scheint. Sie tauschen also wirklich ein in ein Spiel – genau wie das Kind. Wer da vom Kind im Manne spricht hat Recht. Und spricht ein echtes Lob aus!

Ralf Ruhl
Teil 1

Wie Väter und wie Mütter spielen


Teil 2

Unterschiedliche Stile wertschätzen

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Lernspiele

Doch spielen ist nicht alles, man lernt auch etwas dabei. Immer! Die besten Lernspiele, die auch für Familien geeignet sind, werden von der Zeitschrift spielen und lernen und den Kindern des Nachhilfeinstituts Studienkreis ausgezeichnet. Mehr auf
www.deutscher lernspielpreis.de

Spiel des Jahres

Sie setzen sich gerne mit Kindern, Karten und Würfeln an einen Tisch, probieren aber gern auch mal etwas Neues? Die Jury Spiel des Jahres und Kinderspiel des Jahres bringt regelmäßig im Juni eine Empfehlungsliste mit den besten Spielen der Saison heraus.
www.spiel-des-jahres.de

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