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Experten-Tipp des Tages
13. Februar 2018

40°C Fieber - und der Vater bleibt cool!

Fieber macht vielen (jungen) Eltern Angst. Dabei ist es zunächst nur Ausdruck einer Körperreaktion und keine "Krankheit". Achten Sie viel mehr auf das Allgemeinbefinden Ihres Kindes und schauen Sie nach wirklich beunruhigenden Symptomen.
Fieber gehört zur gesunden kindlichen Entwicklung. In den meisten Fällen geht keine unmittelbare Gefahr davon aus. Trotzdem sorgt es immer wieder für größte Besorgnis - bei Vätern und Müttern gleichermaßen. Einzig Neugeborene und Säuglinge in den ersten Lebensmonaten "dürfen" kein Fieber haben. In diesen Fällen sollte bereits am ersten Fiebertag der Kinderarzt zu Rate gezogen werden.
Schon der erste Zahn mit 6 Monaten kann zu Fieber führen - oder wollen Sie, dass Ihre Kinder keine Zähne bekommen? Schauen Sie Ihre Kinder an, dann wissen Sie ob Sorge angebracht ist oder nicht. Trinkt das Kind? Ist die Windel feucht? Verhält es sich zwischen den Fieberspitzen normal? - dann ist meist alles in Ordnung. "Alarmsymptome" sind z.B. Wesensveränderung, auch in den fieberfreien Phasen, nicht nachlassende Bauchschmerzen oder Krampfanfälle. Dann sollte der Notarzt gerufen oder der nächste (Kinder-)Arzt aufgesucht werden. Sollte das Fieber drei Tage oder länger andauern ist unbedingt ein Arzt aufzusuchen. Auch regelmäßig wiederkehrendes Fieber über Wochen oder Monate sollte abgeklärt werden.
Übrigens, von Fieber reden wir "Profis" erst ab 38,5°C.
Also, auch wenn die Mutter nach 15 Monaten endlich abgestillt hat, sich das erste Mal mit ihren Freundinnen für ein Wellnesswochenende 300km weit weg befindet, der Vater ALLES alleine regeln muss und ausgerechnet jetzt der Nachwuchs mit 39,3°C schreiend im Bett liegt: bleibt cool Väter!
Thomas Holstein-Diepold
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Thomas Holstein-Diepold
Experten - Tipp des Tages

Alter: 41
Wohnort: Göttingen
eigene Kinder: 2
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leidenschaftlicher Kinder- und Jugendarzt, seit 2007 eigene Praxis; 2x ausführlich Väterzeit genommen und trotzdem kein "Karriereknick" erlitten.

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