Wiege selber bauen |
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 Bild: Volker Wollny
Eine Wiege selber zu bauen ist für werdende Väter mit etwas handwerklichem Geschick kein Problem. Schwierig sind nur die Formen von Kopf- und Fußteil. Aber auf das Ergebnis können alle Väter stolz sein! |
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Die hier gezeigte Wiege besteht aus 38 mm starken Leimholztafeln, sogenannten Möbelbauplatten. Durch die große Materialstärke wird das Ganze nicht nur robust, sondern lässt sich auch ohne Eckleisten solide verschrauben. Außerdem können an Platten dieser Stärke die Kanten großzügig abgerundet werden, was die Verletzungsgefahr mindert. Selbstverständlich kann man diese Wiege auch in verkleinertem Maßstab als Puppenwiege bauen.
Als Holzart bietet sich Kiefer an, wenn als Leimholztafel erhältlich, auch Buche. Beide Hölzer sind robust, vor allem die Buche, sie ist das klassische Material für Kinder(garten)möbel und Spielzeug. Kiefer ist etwas weicher, nimmt jedoch unter Lichteinwirkung eine wunderschöne Farbe an, wobei auch die Maserung dekorativ hervortritt. |
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Die Größe der Wiege
Unsere Wiege ist verhältnismäßig niedrig, deshalb kippt sie nicht so leicht um. Falls doch, kullert das Kind lediglich heraus. Steht sie neben dem Bett, haben die Eltern das Baby im Blick, die Mutter kann leicht nach ihm greifen und es bequem zum Stillen zu sich holen.
Die Breite der Wiege von 80 cm resultiert aus der Breite von handelsüblichen 800er Leimholztafeln. Durch die Schräge der Seitenwände ergibt sich eine Breite von ca. 60 cm auf Liegehöhe.
Mit den in den Abbildungen dargestellten Seitenteilen und dem zugehörigen Bodenbrett ist die Wiege innen 1,40 m lang. Das reicht auch für ein neugeborenes Zwillingspärchen! Für ein einzelnes Kind kann man die Seitenteile aber auch um ein Loch , also 18 cm, kürzer machen und das Bodenbrett ebenfalls. Dann passt eine handelsübliche Kinderbettmatratze von 120 x 60 cm. Beim Bodenbrett spielt es keine Rolle, ob das Raster der Löcher exakt ist: Man sieht es ja nicht, es soll lediglich von unten Luft an die Matratze lassen. |
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TEIL 1
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TEIL 1
Materialliste |
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- 1 Leimholztafel 800 x ca. 1300, 38 mm stark
- 2 Leimholztafeln 500 x 1000 bis 1500 mm (je nach gewünschter Länge), 38 mm stark
- 1 Leimholztafeln 600 x 1000 bis 1500 mm (je nach gewünschter Länge), 38 mm stark
- 30 Stück Holz- oder Spannplattenschrauben ca. 8 x 80, am besten mit Torx- oder Vielzahnkopf
- 3 lfd. Meter Glattkantleiste, ca. 10 x 5 mm
- eine Handvoll Glaserstifte
- Dachlatte, ca 1300 mm lang
- 2 Nägel 55er oder 65er
- Stopfen zum Verblenden der Bohrungen
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Werkzeuge |
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- Stichsäge
- Hand- oder Tischkreissäge
- Surformhobel (2 in Abb. 7) und/oder Raspel
- Bohrmaschine: mit einem Bohrständer oder einer Tischbohrmaschine bohrt es sich leichter winklig, dafür kann man mit der Handbohrmaschine auch Löcher Bohren, die weit von den Werkstückkanten entfernt sind.
- Bohrer 8,5 oder 9 mm
- Bohrer passend zum Durchmesser der Stopfen
- Lochkreissäge für Bohrmaschine
- Schleifpapier 60er, 150er und 300er
- Schleifklotz
- Handsäge bzw. flacher Stechbeitel zum Beisägen bzw. Beistemmen der Stopfen
- Kleiner Hammer (100 oder 200 g) für die Glaserstifte
- Maßstab
- Stechzirkel (1 in Abb. 7)
- Anschlag- oder notfalls Flachwinkel (3 in Abb. 7)
- Bleistift
- Lineal
- Streichmaß (4 in Abb. 7)
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