Das Dach und die Wände |
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Das Dach
Während Wände nicht unbedingt sein müssen, sollte das Spielhaus doch ein Dach besitzen und zwar – wenn schon, denn schon – eines, das auch einigermaßen dicht ist. Dazu nagelt man zunächst 25er („zöllige“) Bretter längs der Firstrichtung auf die Sparren. Darauf kommt dann eine Lage Dachpappe, die man mit den zugehörigen Dachpappenägeln befestigt. Das gibt zwar eventuell ein wenig schwarze Hände und Knie, kann aber auch von den Kindern erledigt werden wenn Pappi aufpasst, dass die Bahnen richtig liegen: Längs zum First und so, dass die jeweils obere Bahn die untere überlappt, damit das Wasser nicht von oben dazwischen laufen kann. Für den First gibt es übrigens sogar Winkelprofile aus etwas stärkerer Dachpappe zu kaufen, damit es hier nicht undicht wird, wenn die dort geknickte Dachpappe reißt. |
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Im Prinzip könnte man das Dach des Spielhauses auch mit Reet oder Schilf decken, jedoch müsste
man es dann sehr steil (mindestens 45°) machen, damit das Wasser richtig abläuft. Was man aber tun kann, ist einfach die Bretter dachziegelartig überlappen lassen und auf die Dachpappe verzichten. Das ist zwar wegen der Markstrahlen in den Brettern nicht hundertprozentig dicht, reicht aber für ein Spielhaus.
Wenn man genügend hinreichend große Rindenstücke bekommen kann, kann man das Dach auch damit decken. In diesem Falle nagelt man zunächst dünne Hölzer aus den Zöpfen der Stangen als „Dachlatten“ auf die Sparren.
Die Wände
Bei den Wänden gibt es ebenfalls mehre Möglichkeiten: Man kann beispielsweise zunächst eine Konterlattung aus waagerechten, ca. 3 bis 5 cm starken Stangen mit 65er bzw. 80er Nägeln aufnageln und darauf ein Verschalung aus senkrecht aufgenagelten Schwarten anbringen. Bei dieser Gelegenheit empfiehlt es sich – vor allem, wenn man die Ständer mit Winkeleisen im Boden verankert hat – auf den Innenseiten der Wände diagonale Aussteifungen aufzunageln.
Schwarten sind die Seitenteile von Baumstämmen, die beim Aufsägen zu Brettern entstehen. Sie sind an einer Seite eben und haben an der anderen noch die Rundung mit der Rinde. Deswegen sind sie verhältnismäßig billig zu haben.
Eine Verschalung aus Schwarten stellt man am besten folgendermaßen her: Zunächst nagelt man eine Lage mit Lücken auf, die etwa ein Drittel bis halb so breit sind wie die Schwarten. Darauf kommt dann eine zweite Lage, welche diese Lücken abdeckt. Beim Aufnageln der Schwarten muss man an der jeweiligen Nagelstelle immer von hinten mit einem möglichst schweren Hammer oder etwas ähnlichem gegenhalten, damit die verhältnismäßig dünne Konterlattung beim Nageln nicht federt. Wenn Papi das Gegenhalten besorgt, können größere Kinder die Schwarten durchaus schon selbst mit 55er Nägeln aufnageln.
Wenn man in einer Gegend wohnt, wo Lehm zur Verfügung steht, kann man für die Wände auch eine sehr alte Technik einsetzen, die früher vor allem auf dem Land angewendet wurde: man nagelt zunächst wiederum eine Konterlattung auf, füllt dann aber die Zwischenräume mit einem möglichst dichten Geflecht aus dünnen Weiden- oder Haselruten. Dieses verstreicht man dann mit nassem Lehm. Man kann das gleiche auch noch zusätzlich von der Innenseite machen und den Zwischenraum ebenfalls mit Lehm füllen.
Das Flechten und vor allem das Verstreichen macht nicht nur mächtig Spaß, sondern kann auch bereits von recht kleinen Kindern gemacht werden. Wenn man dafür eine Maurerkelle hat, ist das geschickt, es muss aber nicht sein: Sandschäufelchen und Brettstückchen tun es auch.
Mit Weidenruten kann aber auch noch etwas anderes machen, weil sie eine unglaubliche Lebenskraft besitzen und praktisch immer und überall anwachsen, wenn man sie in den Boden steckt: Man pflanzt sie frisch geschnitten entlang der Wände in den Boden und lässt sie zwischen der Konterlattung der Wände hindurch wachsen. Die Seitentriebe, welche sich bilden verflicht man dann miteinander, mit den Latten und mit den Stämmchen. So bekommt das Haus „lebendige“ Wände und – wenn man will – auch ein grünes, lebendiges Dach. |
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TEIL 3
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TEIL 3
Circa-Bedarf an Materialien |
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(für die angegebenen Abmessungen, mit Zugabe zum Anpassen auf der Baustelle)- 2 Stangen ca. 15 cm Durchmesser, 2,30 m bis 2,50 m lang (Ständer am Giebel)
- 2 Stangen ca. 15 cm Durchmesser, 2,00 m bis 2,20 m lang (Ständer an den Ecken)
- 3 Stangen ca. 15 cm Durchmesser, 2,30 m bis 2,40 m lang (First- und Fußpfetten)
- 14 Stangen ca. 10 cm Durchmesser, 1,50 m bis 1,60 m lang (Sparren)
- ca. 30 Stangen ca. ca. 3 cm bis 5 cm Durchmesser, ca. 2,50 lang (Konterlatten und Aussteifungen)
- ca. 6 - 7 m² Bretter 25mm stark, ca. 2,30 lang, z.B. 30 Stück 10cm breit (Dachhaut)
- 1 Rolle 555er besandete Dachpappe (10 m²)
- ca. 70 bis 80 Schwarten ca. 15 cm breit, ca. 1,30 lang
- ca. 30 Nägel 200 mm lang
- Bretterreste oder halbierte Stangenabschnitte für Zangen etc.
- 1 Packung Dachpappennägel
- 1 Packung 55er Nägel
- 1 Packung 65er Nägel
- 1 Packung 80er oder 100er Nägel
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Notwendige Werkzeuge |
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- Spann- oder Schwedensäge, notfalls tut es auch ein Fuchschwanz
- Zimmermanns- oder Schlosserhammer 500 g
- Fäustel oder großer Hammer (ca. 2,5 kg) zum Gegenhalten beim Nageln
- Nageleisen und/oder große Beißzange
- Beil und/oder Axt
- Wasserwaage
- Waagscheit (gerade Latte oder Brett ca. 2,50 lang)
- Vorschlaghammer zum Einrammen oder Spaten zum Eingraben der Ständer
- Meterstab und Zimmermannsbleistift
- Bockleiter
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