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Die Rolle des Mannes während der Schwangerschaft

Die Rolle des Mannes während der Schwangerschaft
Bild: Hannes Eichinger - Fotolia.com

Die Schwangerschaft ist keine Soloaufgabe. Auch der werdende Vater trägt entscheidend zum Ablauf der nächsten zehn Monate bei.
Wenn die Frau schwanger ist, steht der Mann oft wie ein Trainer am Spielfeldrand: Am eigentlichen Geschehen kann er nicht teilnehmen, will aber so viel positiven Einfluss wie möglich ausüben. Viele Männer sind aufgrund dieser vermeintlichen Passivität überfordert. Dabei ist ihre Rolle viel aktiver, als sie denken.

Ein intensives Erlebnis



Die Schwangerschaft ist eine der intensivsten Phasen in der Beziehung zweier Menschen. Die Vorfreude wird begleitet von Sorgen um das noch nicht geborene Kind, Phasen der Ausgeglichenheit wechseln sich ab mit Zweifeln und Ängsten. Sie als Mann übernehmen dabei die Rolle als Fels in der Brandung. Sie sind Feuerlöscher und Schulter zum Anlehnen. Ihre Fähigkeit des Zuhörens und Tröstens ist besonders gefragt. Und in euphorischen Momenten ziehen Sie mit, sind aber gleichzeitig die Stimme der Vernunft, wenn Ihre Frau spontan ein Haus auf dem Land kaufen oder eine Ausbildung zur Zirkusdirektorin machen möchte.

Die verschiedenen Phasen



Die Schwangerschaft durchläuft mehrere Phasen. In den ersten Monaten tauchen oft Gefühlsschwankungen, Zweifel oder Zurückweisungen auf. Sie als Partner sollten sich ein dickeres Fell zulegen. Bei allen Gefühlsschwankungen heißt es: Nehmen Sie Ihre Frau ernst! Selbst die irrationalsten Gedanken und stärksten Gefühle der Frau werden von ihr intensiv erlebt. Daher gilt: Verständnis und Zuhören kommen zuerst – Vernunft und Logik stehen an zweiter Stelle.

Ab dem dritten Monat beginnt oft eine mehrere Wochen andauernde Phase der Entspannung, während der die körperlichen Beschwerden noch leicht zu ertragen sind und das erste emotionale Tief gemeistert ist. Jetzt ist Genießen angesagt! Machen Sie mit Ihrer Partnerin viele Spaziergänge oder andere Unternehmungen. Nehmen Sie sich viel Zeit, denn jetzt werden Pläne geschmiedet und die nächsten Wochen geplant.

In den letzten Monaten treten die körperlichen Einschränkungen der Frau langsam in den Vordergrund. Jetzt können Sie eine Menge tun. Jeder Handgriff, den Sie nicht tun muss, ist eine Erleichterung: Putzen, Einkaufen und die Wohnung in Schuss halten – damit machen Sie Ihre Frau glücklicher als mit einem Strauß Blumen. Ebenfalls beliebt: Massagen. Viele Frauen kämpfen in den letzten Wochen mit schweren Beinen und schmerzenden Füßen, eine Massage ist die reinste Wohltat. Versuchen Sie, Ihre Frau zu verwöhnen. Die Harmonie, die dadurch entsteht, wirkt sich nicht nur positiv auf Ihre Beziehung, sondern auch auf das Kind aus.

Der Mann im Zwiespalt



Bedingt durch veränderte Hormonspiegel reagieren Schwangere zunehmend gefühlsbetonter und können sich schwerer von Dingen oder Themen distanzieren. Die Bilder der Fernsehnachrichten rühren zu Tränen, unbedachte Aussagen des Mannes werden auf die Goldwaage gelegt, es besteht generell ein größeres Bedürfnis der Frauen nach Harmonie. Die größte Herausforderung besteht für Sie daher darin, Ihre Rolle als werdender Vater und unterstützender Partner zu finden. Auf der einen Seite droht die Selbstaufgabe. Und auf der anderen Seite tun viele Männer die Gefühlsschwankungen, Sorgen und Ängste ihrer Partnerin als hormongesteuert und unbedeutend ab. Tipp: Sehen Sie sich als „Manager“ der Schwangerschaft. Es macht nichts, dass Sie für einige Zeit nicht im Mittelpunkt stehen. Es ist auch nicht schlimm, wenn Sie Ihrer Frau nicht jeden spontanen Wunsch erfüllen können (oder wollen). Stattdessen sorgen Sie dafür, dass alles reibungslos funktioniert: Eine saubere Wohnung, ein voller Kühlschrank, immer ein offenes Ohr und viel Liebe und Zuwendung sind die wichtigsten Zutaten für das Wohlfühlgefühl der Frau.

Patrick Neef

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Kommentare von Lesern:

 
Frieda:
20.03.2014 09:28
Danke für den Beitrag! Ich bin jetzt im letzten SS-Monat (mein zweites, sein erstes Kind) und wir haben zur Zeit heftige Beziehungsprobleme. Ich kann mir vorstellen, dass für meinen Freund die Situation auch nicht leicht ist - v.A. meine momentane extreme Empfindlichkeit. Bin auch etwas verzweifelt über meine eigenen Gefühlslage. Ich brauche/sehne mich aber gerade jetzt nach einer starken Schulter, obwohl ich mich ansonsten eher als eine starke Frau bezeichnen würde. Aber es fühlt sich richtig und wichtig an, noch vor der Entbindung Dinge zu klären die das weitere gemeinsame Leben bedingen. Mir geht es gar nicht darum, dass mein Freund sich völlig nach mir richtet... Ich habe nur die Schwierigkeit, zu differenzieren, was ich einfordern darf und kann, und inwieweit ich auch auf die Gefühlslage des werdenden Vaters eingehen muss. Aber ganz ehrlich? Hier der Hinweis an alle dies lesenden werdenden Väter: Es ist tatsächlich ein extremer Ausnahmezustand für die Frauen! Auch wenn es das natürlichste von der Welt ist, Kinder zu bekommen und keine Krankheit. Und es geht tatsächlich nicht nur um das "Wohlgefühl der Frau", sondern auch um das noch ungeborene Kind. Und - ist es nicht eigentlich wunderbar, zu wissen, dass auch der Partner schon während der Schwangerschaft Einfluss auf das Gedeihen und Wohlergehen des kleinen ankommenden Erdenbürgers hat? Genießt es, und seid lieb zueinander!
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vega, Bielefeld:
10.02.2014 11:08
ach Du sch ... geht gar nicht. Die Realität sieht anders aus.
Marina:
30.01.2014 20:27
Klasse
Niclas :
19.01.2014 19:10
Die Schwangerschaft meiner Freundin ist von Ignoranz und Ablehnung geprägt. Nähe und Gute aufmunternde Gespräche unmöglich.
christian:
13.01.2014 21:35
Was mache ich wenn ich berufstätig bin(10 bis 12 Stunden) und auch für meine frau da sein möchte :(
Kurschat, ilsede:
11.11.2013 00:49
Sollt man auch Bücher und Info für die mäner die väter Werder im krankenhäusen und frau Artz Praxis stehlen, weil wegen fehlende Info gib's viel streit zw die elten wären den schwangerschaft die Hormon beim Frauen spielen verückt und die Frauen sind extrem mit Gefühl und damit bekommen die Problem weil die Männer haben keine Ahnung von welche Grund die Frauen haben paar Reaktionen und unterstützen sie nicht deshalb.
AngelIna und Dennis, Großhartpenning :
06.09.2013 19:53
Ups, schon vorher auf absenden gekommen. Also der längere is der richtige :-)
Angelina ud Dennis, Großhartpenning:
06.09.2013 19:44
Also ich las gerade die Kommentare mit meinem Mann zusammen. Ehrlich gesagt sind wir ähnlicher Meinung. Da ich - emanzipierte Frau - mir darüber bewusst bin, dass nunmal wir Frauen für das Kinderkriegen verantwortlich sind, versuche ich mir auch meine Emanzipation beizubehalten und blieb während meiner ss ziemlich eigenständig und nahm auch viel rücksicht auf meinen Mann. Denn er hat sehr viel verständnis und hilft wo er nur kann. Wenn ich bemerke dass er nun gar nicht mehr zur Ruhe findet, greife eben ich ein. Muss dazu sagen, dass ich während meinen Schwangerschaften zu Hause war, also hatte ich Zeit den Haushalt zu schmeißen. Das der Mann sich einklinken muss is eh klar, zB. Müllraus bringen, saugen,.. Alles, was halt sehr anstrengend wird, kann der Mann ja machen. Lässt sich ja gut vereinbaren wenn beide arbeiten. Dennoch fehlt gerade hierzulande oft das "verständnis" für gegenseitige rücksichtnahme, einfach deshalb, weil wenige Jugendliche und Erwachsene im Alltag zu schwangerem einen Bezug haben - wie in anderen kulturen... Da muss man viel miteinander reden und gegenseitiges Verständnis unter den Geschlechtern in der Partnerschaft zeigen damit man dazulernen kann. Dann merkt eigentlich jeder das es für beide partner nicht immer leicht ist. Am ende Der ss wird es für die Frau sehr mühsam - da muss das Verständnis so oder so gegeben sein. Und das sollte jedem Mann bewusst sein, denn Schmerzen zu haben - und ständig eingeschränkt zu sein - is vorallem im letzten ss - Monat am schlimmsten - ist nicht schön. Das weiß sicher jeder. Also, habt euch lieb und habt verständnis füreinander :-)
Angelina Probst Großhartpenning:
06.09.2013 19:21
Also ich las gerade die Kommentare mit meinem Mann zusammen. Ehrlich gesagt sind wir ähnlicher Meinung. Da ich - emanzipierte Frau - mir darüber bewusst bin, dass nunmal wir frauen für das kinderkriegen verantwortlich sind, Versuche ich mir auch meine Emanzipation bei zu behalten und blieb während meiner ss ziemlich eigenständig und nahm auch viel rücksicht auf meinen Mann. Denn er hat sehr viel verständnis und hilft wo er nur kann. Wenn ich bemerke das nun er garnicht mehr zur Ruhe findet, greife eben ich ein. Muss dazu sagen das ich während meinen ss zu Hause war, also hatte ich Zeit den Haushalt zu schmeißen. Das der Mann sich einklinken muss is eh klar, z B. Müllraus bringen, saugen,.. Alles, was halt sehr anstrengend wird, kann Der mann ja machen. Lässt sich ja gut vereinbaren wenn beide arbeiten. Dennoch fehlt gerade hierzulande oft das "verständnis" für gegenseitige rücksichtnahme, einfach deahalb, weil wenige jugendliche und erwachsene im alltag ja garkeinen bezug haben - weil wenige schwangere wie I. anderen
Nette:
13.08.2013 11:48
Natürlich muss auch der Mann sich umstellen...
Aber Pablo sollte sich vielleicht für einen männlichen Partner entscheiden, denn da besteht kein Risiko der Schwangerschaft! Selbstaufgabe verlangt keine, aber Aufmerksamkeit und Teilhabe!
Ihr Britrag macht mich fassungslos!
Danke aber für den Artikel, der mich zu Tränen gerührt hat! Genau ins Schwarze getroffen!
Eine Schwangerschaft ist zwar natürlich, stellt aber trotzdem die Welt der Frau auf dem Kopf!
Janine:
22.07.2013 11:19
Zum "spaßhaben" können die Männer immer problemlos und sehr gerne auf die Frauen eingehen! Und wenn sie dann den goldenen Schuss gelandet haben aus allem raushalten???? Wir sind doch keine Spielzeuge/Lustobjekte! "Schwanger werden ist nicht schwer, schwanger sein dafür doch sehr"! Also entweder man meistert ALLES gemeinsam oder die Frau des netten Herren s.u. sollte schnell das weite und vorallem den richtigen Partner suchen!
Daniela:
11.07.2013 14:52
Das sind typische aussagen von Männern die keinen plan von nix habe. Sich 9 Monate auf die Frau einzustellen sollte doch für die Herren der Schöpfung kein Problem darstellen!
Pablo, Miamamada:
02.06.2013 15:17
Tut mir leid aber hört endlich auf den Frauen so einen Dünnpfiff einzureden!
Vergest nicht dass eine Schwangerschaft etwas ganz normales ist, und eine Schwangere nun eben nicht totkrank, sondern "nur" schwanger ist.
Vergesst diese "Tips" die von einer notwendigen Selbstaufgabe der Väter reden. Lasst euch niht von eurer Frau unterjochen, auch wenn eine Schwangerschaft eine prima Gelegenheit darstellt. Eine Beziehung ist ein geben und ein Nehmen! Ein Vater ist auch nur ein Mensch und hat - oh wunder - auch Gefühle. Auch für einen werdenden Vater hat eine Schwangeschaft psychische Auswirkungen. Die Evolution hat es so gewollt, dass Frsauen die Kinder austragen, das ist nun mal so und daran wird sich auch nichts ändern. Hört abr auf so zu tun als wäre die Väter während der Schwangerschaft Roboter die keine Aufmerksamkeit bedürfen und sich Ihrer ganzen Lebenskraft dem Wohlergehen der Frau widmen sollten. Deswegen kritisiere ich solche , hier gegebenen Ansichten scharf. Diese scheinen einer nichtexistenten Traumvorstellung einiger Spielflme entsprungen zu sein!
Erik Erdmann:
17.05.2013 08:19
Ist manchmal nicht so einfach aber die Tipps bringen es auf den Punkt eigentlich!
marcel:
07.02.2013 19:38
jo
Ibrahim:
18.12.2012 00:55
Sehr wichtige und gut getroffene Hinweise.Danke

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  • Bücken, Heben, Schleppen: Für Einkäufe und Hausarbeiten sind jetzt Sie zuständig. Ihre Partnerin wird sich garantiert über jede ihr abgenommene Arbeit freuen.
  • Planen Sie mit: Mit einem Vorsorgeplaner (z. B. hier: www.babycenter.de) sehen Sie anhand des errechneten Geburtstermins alle anstehenden Arzttermine auf einem Blick. So können Sie früh genug einen gemeinsamen Arztbesuch einplanen.
  • Entspannung: Sie wissen am besten, was Ihre Partnerin vom Alltagsstress befreit. Ob eine Massage, ein langes Gespräch oder die Lieblingsserie auf DVD - stecken Sie mit Ihren eigenen Bedürfnissen ein kleines bisschen zurück und verwöhnen Sie Ihre Partnerin so gut wie möglich.
  • Zuhören: Nehmen Sie sich die Zeit, um mit Ihrer Partnerin über alles zu sprechen, was sie bewegt. Sprechen Sie über Ängste, Sorgen und Beschwerden, aber auch Pläne für die Zukunft wie etwa die Farbe des Kinderzimmers oder die Wahl der Wickelkommode.
  • Teamwork: Zum Schluss noch ein genereller Tipp: Vermitteln Sie Ihrer Partnerin jederzeit das Gefühl, dass Sie die Schwangerschaft als Team bewältigen. Nichts ist für eine schwangere Frau schlimmer, als sich allein und hilflos zu fühlen.

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