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Experten-Tipp des Tages
09. November 2018

Bekleidungsgeld für Teenager

Teenager sollten außer Taschengeld auch für Hygiene und Bekleidung regelmäßig Geld erhalten, um eigenständig einzukaufen. Der "Markenterror" bricht dann zusammen, das Haushalten wird souverän erlernt.
Junge Menschen etwa ab 13 oder ab Klasse 9 sollten von den Eltern festgelegte Geldmittel für Bekleidung und Hygieneartikel erhalten. Das kann man praktisch aufs Jugend-Girokonto monatlich per Dauerauftrag geben. Dort wird eine maximale Abhebegrenze von z.B. 150/Monat festgeschrieben.

Neid, Minderwertigkeitskomplexe und Luxusgier können schlecht über moralische Reden gebändigt werden. Unsere Kinder möchten heute in der Regel Markenartikel tragen oder besonders ausgewählte Bad-Artikel nutzen. Die Konkurrenz unter den Peers in der Szene beobachtet und bedrückt sie oft gewaltig und entsprechendes Mobbing untereinander ist alltäglich.

Ein Gespräch über die Alternative "lieber viele preisgünstige Waren vom Bekleidungs-Discounter oder exklusiver wenige Produkte von den z.Z. angesagten teuren Brands und Labels erwerben" sollte unserem Nachwuchs nachdenklich machen. Wer dann monatlich 40-70 Euro; erhält, kann immer wieder frei, differenziert und nach Lage der Dinge am Ort sein Geld in die Shopping Mails tragen, ohne dass wir Erwachsene in den Läden mitreden und versagen beim Versuch, Sparsamkeits-Tipps auf die Jugendlichen zu übertragen.
Meine Empfehlung, auf Jahrgangsstufen bezogen: 9. Klasse 65 Euro; +35 Euro Hygiene; 10. Klasse 70 Euro +40 Euro Hygiene; 11. Klasse 75 Euro + 45 Euro Hygiene; 12. Klasse 80 Euro +50 Euro Hygiene;
13. Klasse 85 Euro + 55 Euro Hygiene. Natürlich zuzüglich Taschengeld.

Diese Methode hatte ich einmal für ein Kinder-und Jugendheime entwickelt. sie ließ sich aber auch wunderbar auf Familien bzw. auf meine Tochter damals übertragen, die eigenes Bekleidungs- und Hygienemittel-Geld als Schülerin sofort sehr clever managte und an der Shopping-Front keine Motive mehr besaß, herumzunörgeln nach dem Motto "Papa ist ungerecht, geizig, blöd, von gestern" usw...
Manfred Günther
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Manfred Günther
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Wohnort: 12205 Berlin
eigene Kinder: 1
Mehr über mich:
Pädagogischer Psychologe / Sozialarbeitswissenschaftler. 17 Jahre Jugendberater (4500 Fälle), zu Hause 7 Jahre lang alleinerziehender Teeanager-Vater

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