29.10.2009 10. Woche
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Fieber. Husten. Arztbesuche...

Schien Nala noch am Sonntag über den Berg zu sein und dank des Antibiotika endlich fieberfrei zu bleiben, so plötzlich fing das Fieber am Dienstag wieder an zu steigen.
Das positive Ende der letzten Woche konnte sich leider nicht fortsetzen. Die Woche war erneut geprägt von Fieber, Husten, Arztbesuchen etc.

Schien Nala noch am Sonntag über den Berg zu sein und dank des Antibiotika endlich fieberfrei zu bleiben, so plötzlich fing das Fieber am Dienstag wieder an zu steigen. Die Arme bekam inzwischen 2x täglich Antibiotika und fast alle 6 Stunden fiebersenkende Zäpfchen. Und es wurde und wurde nicht merklich besser.

Wie es in solchen Fällen natürlich immer ist, ausgerechnet jetzt hatte unsere Kinderärztin Urlaub und befand sich unter der Sonne Spaniens. Am Donnerstag war es uns dann zuviel und Susanne ging mit beiden Kindern zur Vertretung.

Inzwischen hatte Severin sich auch etwas eingefangen. Auch er fieberte leicht und hatte so eine Art Husten, aber für meine Ohren keinen klassischen, sondern verbunden mit einer Art Röcheln. Es kam uns zumindest etwas suspekt vor.

Nach der kinderärztlichen Untersuchung stand dann fest:

Nala hatte weiterhin ihren Harnwegsinfekt mit irgendeinem exorbitanten Laborwert. Sprich, das bisherige Antibiotika hatte nicht gewirkt. Super! Das bedeutete nun, umsteigen auf ein neues Präparat und hoffen, das jetzt endlich die Wirkung einsetzt.

Severin hat einen viralen Infekt der oberen Luftwege mit pseudokruppähnlichen Anfällen. Na Klasse, zwei kranke Kinder.

Bei Severin können man außer fiebersenkendem Mittel und Cortison zunächst nichts machen, erklärte die Kinderärztin Susanne. Cortison! Das kam für uns beide nur als allerletzte Notlösung in Frage, wenn gar nichts mehr hilft. Gott sei Dank hatte wir für den gleichen Nachmittag schon vor langer Zeit einen Termin bei einem Homöopathen vereinbart.

Ursprünglich war dieser Termin für Nala bestimmt, um gegebenenfalls etwas Vorbeugendes für ihre Fieberkrämpfe machen zu können. Er untersuchte sie zwar auch, aber eine homöopathische Therapie ist aufgrund der derzeitig notwendigen Medikation und Therapie wegen des Harnwegsinfekts nicht möglich. Also zu einem späteren Zeitpunkt.

Für Severin gibt es nun jeden Tag ein Globuli und ein paar Tropfen einer Flüssigkeit. Beides eben homöopathisch. Susanne ist der festen Überzeugung, dass es unter dieser Therapie schon besser geworden ist, ich merke noch keinen großen Unterschied. Er hat weiterhin merklich Schmerzen beim Schlucken, was zur Folge hat, das der mittägliche Griesbrei (natürlich auf kuhmilchproteinverträglicher Basis!) so gut wie verweigert wird und er auch sein Fläschchen nur widerwillig trinkt, weil es der Hunger wahrscheinlich einfach rein treibt und eben nicht ganz so weh tut.

Nala ist nun seit Freitag erneut fieberfrei. Diesmal hat das Antibiotika gleich nach der ersten Einnahme geholfen, was uns hoffen lässt.

Severins Zustand verschlechtert sich immer wieder gegen Nachmittag und Abend. Ist er vormittags eigentlich noch ziemlich munter und fit (trotz Husten), so merkt man nach dem Mittagsschlaf, das es ihn doch ganz schön schafft. Er wird quengelig und sehr anhänglich. Möglichst nur auf dem Arm und herumgetragen werden.

Ich habe inzwischen schon fast ein schlechtes Gewissen ins Büro zu gehen und Susanne alleine zu lassen. Die letzten zwei Wochen haben sehr an unseren Nerven gezehrt.

Kein Wunder, dass wir uns gerade in den letzten Tagen vermehrt anbluffen und einfach nur genervt sind. Die psychische Anspannung und der permanente Schlafmangel zeigen einfach seine Wirkung. Insbesondere halt bei Nala: Jeder Fieberanstieg geht mit der Angst eines Fieberkrampfs einher. Keine Nacht sie für einen größeren Zeitraum aus den Augen lassen. So lange die Temperatur oben ist alle 10-15 Minuten nach ihr sehen und erst, wenn das Fieber gesunken ist, sich mal für 1 oder 2 Stunden schlafen legen.

Wir können nun nur hoffen, dass der Aufwärtstrend bei Nala nun endlich wirklich anhält und sie gesund wird. Und bei Severin auch endlich eine merkliche Besserung eintritt, damit der kleine Prinz endlich wieder zu Hochform auflaufen kann.

Vor lauter Bakterien und Viren hätte ich jetzt doch fast einen Höhepunkt der Woche glatt vergessen.

Severin hat am Freitag und Samstag trotz Krankheit so einen Ehrgeiz besessen und wollte es wohl unbedingt wissen, das er unentwegt geübt hat und sich am Samstag dann endlich von alleine hinsetzen konnte. Und das macht ihm offensichtlich Spass, denn er sitzt dann auf seinem kleinen Hinteren und strahlt vor lauter Freude. Man merkt richtig, das er auch gerne Juchzen möchte, dies ihm aber zu schmerzhaft ist.

Ach ja, und Krabbeln kann er seit dieser Woche auch. Zwar momentan nur 3-5 Schritte (oder wie sagt man da?) und dann geht es wieder auf den Bauch und wenn es schnell gehen muss, dann wird auch die alte Robbtechnik ausgepackt. Aber immerhin! Die Viren scheinen ihn in seiner Entwicklung Gott sei Dank nicht zu hemmen.

In der Hoffnung bei meinem nächsten Tagebucheintrag endlich von zwei gesunden Kindern berichten zu können, wünsche ich Euch allen eine schöne Woche.

Euer

Wieland

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Tagebuch Wieland

Wieland
Alter: 47
Wohnort: Kassel
Beruf: Versicherungskaufmann
Familienstand: Verheiratet
Geburtstag Kind: 17.12.08, 10.7.07
Letzter Eintrag: 05.09.2010

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