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Angenehmer Krach


Viele Väter wünschen sich, möglichst bald mit dem eigenen Kind gemeinsam zu musizieren. Was früher kammermusikalisch klang, wird heute eher zur hausinternen Band, die sich an den beliebten Klassikern der Rock- und Popmusik versucht. Das macht Spaß und führt die Familie mit angenehmen Krach zusammen. Doch den Spaß kann man auch schnell verhindern: Wenn Papa allein die Musik aussucht, wenn er auf perfektem Spiel beharrt, das Ergebnis wichtiger ist als die gemeinsame Zeit. Da ist es wichtig, auf die Signale der Kinder zu achten und sie sensibel zu deuten. Und ruhig zu akzeptieren, falls weder Lust noch Talent vorhanden sind. Idealerweise äußert ein Kind von sich aus den Wunsch, ein Instrument erlernen zu wollen. Dann ist der richtige Zeitpunkt gekommen, sich nach einem passenden Lehrer für regelmäßigen Unterricht umzuschauen. So jung und geschäftstüchtig wie bei Michael Jackson, dem King of Pop, muss es nicht losgehen, zumal einige Instrumente wie etwa Kontrabass oder Saxofon physiologisch für zarte Kinderhände unpassend sind.

Innere Überzeugungen wecken


Die Freude an der selbst gemachten Musik sollte auf einer inneren Überzeugung beruhen. Daher sollten sie Ihrem Kind auch ein Talent nicht einreden. Verspürt der Sohnemann erst in oder vielleicht nach der Pubertät den Drang, sich übers Trommeln oder das Keyboardspielen auszudrücken, ist dies meist besser als im Vorschulalter an eine Blockflöte gefesselt zu werden. Denn im fortgeschrittenem Alter ist man schon das Lernen gewohnt, kennt seine musikalischen Vorlieben und kann viele Ziele bedeutend schneller erreichen als ein ABC-Schütze. Mozart oder Beethoven sind prominente Ausnahmen aus der Musikgeschichte, die in der heutigen Zeit vielbeschäftigter Kids nicht so einfach nachzuahmen sind. Das Vor- und Nachmittagsprogramm eines Grundschülers war noch nie so umfangreich wie nach der Jahrtausendwende. Vor allem im ersten Schuljahr müssen sich Kinder auf einige ungewohnte Situationen einstellen. Da kann der Musikunterricht schnell zu einer zusätzlichen Belastung werden und den eigentlichen Spielspaß im Keim ersticken. Die Frage nach dem idealen Einstiegsalter lässt sich nicht so klar beantworten. Eins aber steht fest: Ob 6 oder 16 Jahre - nie ist es zu spät für einen vielversprechenden Karrierestart als Musiker. Gut, wenn auch junge Väter musische Talente erkennen und behutsam fördern.

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