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Kindersicherheit

Kindersicherheit im Haushalt
Bild: reer

Schnell bei Unfällen helfen ist gut, Unfälle vermeiden ist viel besser - insbesondere, wenn es um Kinder geht! Hier lesen Sie, wie Sie ihre Wohnung für Kinder sicher gestalten können.
Hanna sitzt auf ihrem Hochstuhl mit am Tisch. Die Eltern haben Freunde eingeladen, es gibt Tee und Kakao, Kuchen, es wird geredet. Klar, dass Hanna nicht still sitzen will. Und sie will unbedingt aus Mamas Teetasse probieren. Einmal vorgerutscht, die Tasse kippt um, das über 70 Grad heiße Getränk läuft auf Hannas Arm, sie schreit und bäumt sich auf, der Hochstuhl kippt um - die Eltern müssen sie in Krankenhaus bringen. Schwere Verbrühungen und eine ausgerenkte Schulter sind die Diagnose für die Eineinhalbjährige.

Ein typischer Unfall, so Dr. Gabriele Ellsäßer, Abteilungsleiterin Gesundheit im Brandenburger Landesamt für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz. Insbesondere Babys und Kleinkinder seien überproportional betroffen. Über 1,8 Millionen Kinder verletzen sich jährlich so stark, dass sie ärztlich behandelt werden müssen. Im Jahr 2009 mussten nach Angaben der Techniker Krankenkasse 81.000 Kinder unter fünf Jahren ins Krankenhaus, das sind 231 Fälle pro Tag. Typisch, so Ellsäßer, seien Stürze vom Wickeltisch, von Hochstühlen, aus dem Elternbett oder von der Treppe.

Schwerpunkt: Unfälle im Haushalt



Die meisten Kinder verletzen sich im häuslichen Bereich. 47 Prozent der Unfälle in Haus und Garten betreffen Kinder unter sechs Jahren, mit 58 Prozent sind Jungen deutlich überrepräsentiert. Mit 47 Prozent stehen Stürze an der Spitze der Statis¬tik, es folgen mit 26 Prozent Zusammenstöße, Verbrennungen mit 15 Prozent und Verbrühungen mit fünf Prozent, so die Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder.

Aber was kann man tun, um die Sicherheit für Kinder zu erhöhen? Betrachten Sie die Wohnung einmal mit Kinderaugen und aus Kinderperspektive: Gehen Sie in die Knie. Was ist interessant? Wo möchten Sie gern hin? Was können Sie erreichen? Wozu brauchen Sie Hilfsmittel? Mit diesem Blick sollten Sie Kinder auf Gefahren hinweisen und richtiges Verhalten einüben.

Hilfsmittel zur Kindersicherheit



Zum Beispiel, wenn es brennt. Kinder neigen dazu, wenn sie Angst haben, Schutz zu suchen. Aber gerade der Tisch oder der Schrank, in den sie sich vor Flammen flüchten, kann zur Feuerfalle werden. Was tun, wenn es brennt - darüber sollten Sie mit ihren Kindern sprechen und die 112 groß aufs Telefon kleben. Eine Warnung vor Gefahr geben auch Rauchmelder, die ab 2015 in jedem Kinderzimmer und Flur angebracht sein müssen. Die Umrüstung ist mit 5 bis 20 Euro pro Stück günstig. In allen Räumen lässt sich mit einfachen Maßnahmen die Sicherheit erhöhen.
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Die Bundesarbeitsgemeinschaft für Kindersicherheit e.V. informiert auf www.kindersicherheit.de über Gefahrenquelllen und die Vermeidung von Unfällen.

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