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2. Kind - Leben mit Geschwistern

wenn die Familie ein 2. Kind erwartet - Wie kann der Papa helfen
Bild: Erika Walsh - Fotolia.com
Man stelle sich vor, die eigene Frau würde sich von einem Tag auf den anderen einen zweiten Mann ins Haus holen. Wer würde da nicht richtig dumm aus der Wäsche schauen. Aber so oder ähnlich muss es sich für das ältere Kind anfühlen: Es bekommt plötzlich Konkurrenz. Wie kann Papa helfen, wenn die Familie ein 2. Kind erwartet?

Das erste Kind ist aus dem Gröbsten raus, da kommt bei vielen Eltern die Frage nach erneutem Familienzuwachs auf. Meistens setzt sich die Frau dabei durch (sonst wäre die Menschheit längst ausgestorben, heißt es dann immer…). Der Mann denkt dabei in erster Linie an seine Freiheit - oder das, was davon übrig bleibt. Kann ich noch zum Sport, zum Karten Spielen, zum Konzert? Muss ein neues Auto her? Brauchen wir neue Sachen im Haushalt oder sogar eine größere Wohnung? Und vor allem: Schon wieder zwei Jahre meines Lebens meine Frau mit jemandem teilen?

Auch das 2. Kind entsteht im Bauch - nicht im Kopf!



Nun ist es zum Glück so, dass Kinder nicht durch nüchterne Fakten geboren werden. Und ja, das 2. Kind kann man genauso stark lieben wie das erste. Väter aufgepasst: Gerade in der ersten Zeit ist es ganz wichtig, dem älteren Kind immer wieder zu sagen und zu zeigen, wie lieb man es hat. Bei einer derart starken, „süßen“ Konkurrenz im Haus braucht es das dringend. Und wenn man genau hinschaut, ist auch das Kind im „fortgeschrittenen“ Alter noch süß.

Wurde das erste Kind in der Schwangerschaft (wieder) zum Mama-Kind, schlägt jetzt die Stunde von Papa. Manche Väter entdecken nach der Geburt vom 2. Kind, dass sich zu dem Erstgeborenen ein ganz neues Verhältnis entwickelt. Das ältere wendet sich ihnen verstärkt zu, will plötzlich viel mehr kuscheln, Papa wird vielleicht zur wichtigeren Bezugsperson als Mama.

Wie verändert das 2. Kind die Familie?



In jedem Fall braucht die Familie nun wieder Zeit, um sich neu zu ordnen, sich neu zu finden. Es ist gut möglich, dass man nach und nach feststellt, dass die Familie zu viert viel harmonischer und ausgeglichener funktioniert als vorher. Zwei Kinder können miteinander spielen, sich gegen die „bösen“ Eltern verbünden und später als Team zusammenhalten.

Die Eltern selber werden merken, dass sie beim 2. Kind alles viel gelassener und routinierter angehen. Die typischen Fragen und Ängste wie beim ersten Kind spielen kaum noch eine Rolle. Die meisten Eltern haben sich längst davon verabschiedet, perfekt sein zu wollen. Auch die Erziehung läuft unverkrampfter nebenher und wird zu einem Teil sogar vom älteren Geschwister übernommen.
Teil 1

Auch das 2. Kind entsteht im Bauch - nicht im Kopf!

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Teil 2

Muss man das 2. Kind immer in Schutz nehmen?

Kinder sind auch Menschen!

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2. Kind - das kommt auf Väter zu

Ganz wichtig: Das ältere Kind sollte schon während der Schwangerschaft darauf vorbereitet werden, bald nicht mehr Prinz oder Prinzesschen zu sein. Während der letzten Wochen, bevor das 2. Kind kommt, wird das erste wieder zum Mama-Kind.

Nach der Geburt des 2. Kindes kommt auf den wieder frischgebackenen Vater eine noch höhere Belastung zu. Neben dem Haushalt und seinem Job muss er sich nun auch noch um das ältere Geschwister kümmern.

Im Gegenzug ist ihm vieles schon vom ersten Kind vertraut: Wickeln, Trösten, Wiegen, Singen, Füttern usw. können die meisten Väter beim 2. Kind fast schon im Schlaf.

Das 2. Kind braucht vor allem seine Mama - das erste entdeckt spätestens jetzt seinen Papa! Diese neue Vaterrolle ist eigentlich beinahe das Beste am 2. Kind.

Das erste Kind wird seinen Platz in der Familie verteidigen, wann immer es geht. Wie geht Papa damit um? Weiterhin Liebe zeigen (auch wenn es manchmal schwer fällt), Verständnis für die Situation des älteren Kindes aufbringen, nicht zu viel Rücksicht einfordern - das ältere Geschwister ist auch noch ein Kind!

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