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Allein unter Müttern - Väter in der Krabbelgruppe

Im Babyschwimmkursen sind Väter oft nicht mehr allein unter Müttern.
Bild: schleiser für väterzeit.de

Ob in der Krabbelgruppe, beim Babyschwimmen oder im Babymassagekurs. In Geburtshäusern, Hebammenpraxen und Familienbildungsstätten finden sich Väter oft allein unter Müttern wieder. Doch Babykurse sind auch Treffpunkte aktiver Väter.

Wenn Patrick Winkler, der einziger Vater in der Runde, sich mit einem Redebeitrag zu Wort meldet, kehrt für einen Moment aufmerksame Stille ein. Dann erst gehen die angeregten Frauengespräche weiter. Der Vater zweier Kinder nimmt es mit Humor. Doch die Sonderstellung von Vätern bei Kursen für Babys und Kleinkinder wird leicht zur Hemmschwelle.
Szenenwechsel: 2 Männer, 16 Frauen und 19 Babys planschen in 34 Grad Celsius warmen Wasser. Babyschwimmen zählt zu den meist verbreiteten Kursangeboten für Klein- und Kleinstkinder. Alle Treffen sich im Kreis in der Beckenmitte, singen ein Lied und bewegen ihre Kinder in einem festgelegten Ablauf durchs Wasser. „Beim ersten Mal noch nicht tauchen“, hatte die Kursleiten einem der Männer zuvor zugeflüstert. Väter seinen doch immer etwas mutiger mit ihren Kindern als die Frauen.

Wo sind die Väter?



Die Beispiele illustrieren: Väter bleiben bei Babykursen in der Minderzahl. Dabei fällt ihnen eine Sonderstellung zu. Da ist es schon ein Glück, wenn zwei Männer dieses Schicksal teilen. Woran liegt es, dass Väter so wenig zahlreich vertreten sind? Was berichten Väter die Babykursen fern bleiben?

„Ich hatte einfach keine Lust wieder den Exoten auf weiter Flur zu spielen“, sagt Lars Bartels. Er klärte gleich am Telefon ab, ob noch andere Väter im Pekipkurs sein würden. Bei allen Gruppen die in Frage kamen, wäre er der einzige männliche Begleiter gewesen.

„Zum Babyschwimmen bin ich manchmal hingegangen. Die Krabbelgruppen lagen zeitlich einfach zu ungünstig“, berichtet Peter Klein. Die Kurszeiten sind mit seinen Arbeitszeiten nicht vereinbar. In manchem Kursangeboten sind mangels männlicher Begleitpersonen von vornherein nur „Teilnehmerinnen“ angesprochen. Fühlen sich Männer da noch eingeladen? „Männer sind herzlich willkommen“, sagt Pekip-Kursleiterin Petra Brinkmann, „doch Anmeldungen erhalten wir fast ausschließlich von Frauen.“
Teil 1

Wo sind die Väter? Männermangel in der Krabbelgruppe

Teil 2

Treffpunkt aktiver Väter - Der Babykurs als Austauschmöglichkeit

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Kommentare von Lesern:

 
Steffen, Reinbek:
16.01.2014 18:14
Es ist leider immer noch die Regel, dass ich der einzige Vater bei Pekip, Krabbelgruppe und Babyschwimmen bin. Ich mache das mit, weil auch meinem Sohn etwas Abwechslung von der heimischen Krabbeldecke bieten möchte. Die meisten Mütter sind sehr freundlich, sehr wenige empfinden meiner Erfahrung nach, Männer auch als störend. Ich hoffe, dass es in Zukunft mehr Väter in den Kursen geben wird.
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Alexander aus Dresden:
24.07.2013 19:56
Sinnlos. Jegliche Kurse sind nur für Frauen gedacht. Reine Vätergruppen gibt es gar nicht.
Teil 2 Chris:
30.07.2012 13:41
Wir haben zu wenig Kinder in unserem Land weil unsere Gesellschaft keine Kinderfreundliche war.Man galt in den 70er
Jahre als Asozial wenn man mehr als 2 Kinder hatte.So ist es auch Heute noch.Das ist eine verdrehte Welt.Ist doch unser gesamtes System auf eine Wachsende Zahl von Kindern gebaut.Ich sage hier nur mal Rentensystem usw.Jahrzehnte wurde eine falsche Politik mit dem höchsten Gut das eine Gesellschaft hat gemacht und geht weiter in die falsche Richtung.Eltern werden unter druck gesetzt so schnell wie möglich weider ins Berufsleben einzusteigen und am besten ihre Kinder schon mit 6 Monaten in die Kita abzuschieben(die durch zu wenig Personal überhaupt keine gute Arbeit leisten kann).Es wird suggeriert Kindererziehung ist von den Eltern nicht in der Qualität der Kita zu leisten was völlig Falsch ist.Der Wer der Erziehung,und die Akzeptanz wird Medienstark aufbereitet durch Frauenbilder (christina Schröder) die ihre Kinder nach 3 Monaten schon abgeben um wieder in die Politik einzusteigen.Es wird ein Bild erzeugt das Eltern die daheim die wichtige Arbeit der Erziehung leisten als Heimchen die ja den ganzen Tag faul rum lungern brandmarkt.Es gibt Studien aus der DDR unter Prof.Eva Schmidt-Kolmer zur Entwicklung der Krippenkinder in der DDR die zu folgendem Ergebniss führen:
"Bei dieser Studie zeigte sich, dass sich die Kinder umso besser entwickelten, je mehr Zeit die Eltern mit den Kindern verbrachten. ”In den ersten beiden Lebensjahren hängt die gesamte psychische Entwicklung des Kindes entscheidend von der gemeinsamen Tätigkeit” mit den Eltern ab.
Gestützt wird das ganze von Gangzeitstudie "NICHD" zur Wirkung von Krippen und Kitas
Der Wortschatz der Kinder ist in der 6. Klasse umso größer, je besser die Qualität ihre Kita war. Deutlich stärker wirkt sich jedoch auch beim Wortschatz die Qualität der Betreuung im Elternhaus aus. Die Qualität der Betreuung im Elternhaus hat ferner signifikant positiven Einfluss auf die Fertigkeiten im Lesen und in Mathem
Chris:
30.07.2012 13:23
Die Frauen und die Gesellschaft sind noch gar nicht reif genug für Männer im Rollentausch.Man ist ein Exot egal wo man hingeht.Auch ist es in der Gesellschaft überhaupt nicht Akzeptiert.Ein Mann gilt unter Männern als schwul oder Weichei wenn er seine Zeit in die Kindererziehung hinein investiert.Der klassische Mann der arbeiten geht um die Familie zu ernähren ,und mit Löwengebrüll seine Sippe beschützt,ist immer noch das Idealbild der Gesellschaft.Sollte ein Mann sich in die Frauen Domaine vorwagen wird er als Einzelgänger vereinsamen.Es gibt nur wenige Frauen die sich auf eine Freundschaft mit einem Mann einlassen.Ich versuche mal zusammenfassend in ein paar Punkten meine Erlebnisse wieder zu geben..

1)Als Mann vereinsamt man in der Rolle des Erziehers dank Isolierter Stellung.Trotz Besuch der Krabbelgruppen der Turngruppe sind nicht mehr als Oberflächliche Kontakte möglich.Bei tiefgründigen Gesprächen bleiben Frauen lieber unter sich.

2)Man wird von der Außenwelt belächelt und gefragt ob man den keinen anständigen Beruf gelernt oder gefunden hätte.Die Arbeit der Kinderbetreuung wird klar als minderwertig eingestuft.Dabei ist dies die Wichtigste Arbeit in der Gesellschaft.Wir formen die Zukunft für unser Land.

3)Der Umfang von der Hausarbeit mit der Kinderversorgung zusammen nimmt den ganzen Tag in Anspruch.Man kann sich zwar kleine Zeitfenster schaffen,die man dann zum lesen oder sonstigem benutzen kann ist aber ansonsten den ganzen tag beschäftigt.Arbeiten gehen ist ganz klar einfacher als Haushalt und Erziehung.

Was müßte sich ändern?Das Verständnis für die Wichtigkeit der Erziehung ,und die Akzeptanz als hochwertige Anspruchsvolle Arbeit müßte herausgebildet werden.Die Gesellschaft muss aufwachen aus ihrem Steinzeitschlaf.Und vor allem diese ganze Kita Politik und das herunter würdigen von Frauen die ihre Kinder gern die ersten 2-3 Jahre daheim Erziehen wollen muss sich ändern.Die Kita ist nicht das Heilmittellder Industrie ihre ArbeitsKrftPrblme

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Teil 1

Wo sind die Väter? Männermangel in der Krabbelgruppe

Teil 2

Treffpunkt aktiver Väter - Der Babykurs als Austauschmöglichkeit

Väter bei Babykursen: Wortmeldungen

Dennis Harper: „Es ist immer schön einen zweiten Vater beim Babyschwimmen zu sehen.“

Norbert Engelke: „Wir Väter haben hier schon viele Tipps und Tricks ausgetauscht.“

Patrick Winkler: „Bei jedem meiner Redebeiträge kehrte für einen Moment lang aufmerksame Stille ein.“

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