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Wachstumsstörungen bei Kindern - Kein Grund zur Panik


Wachstumsstörungen bei KindernBild: © dekanaryas - Fotolia.com

Als Vater verfolgt man selbstverständlich die Entwicklung seines Kindes. Fällt irgendwann auf, dass das eigene Kind kleiner ist als der Durchschnitt im Kindergarten oder in der Schule, kann dies entweder harmlos sein und sich im Laufe der Jahre geben oder aber das Kind hat in seltenen Fällen eine zu behandelnde Hormonstörung. Hier soll geklärt werden, was Anzeichen für diese seltene aber ernst zu nehmende Erkrankung sind und wie man sie behandeln kann.

Echte Wachstumsstörungen sind selten


Um zu wissen, bei welcher Körpergröße von einem normalen Wachstumsverlauf die Rede ist, muss definiert werden, was der Normalbereich ist. Spezielle Wachstumstabellen zeigen, welcher prozentuale Anteil in einem bestimmten Alter eine jeweilige Größe überschritten hat. Die folgenden Zahlen geben eine grobe Übersicht, unterhalb welcher Größe gerade einmal 3% aller Kinder im jeweiligen Alter liegen, wodurch sich ein vorsorglicher Gang zum Arzt anbieten würde:
  • 5 Jahre: 100 cm
  • 8 Jahre: 116 cm
  • 10 Jahre: 125 cm
  • 13 Jahre: 142 cm
  • 15 Jahre: 155 cm
Der Arzt kontrolliert dann über eine einfache Blutabnahme, ob es sich tatsächlich um eine Wachstumsstörung handeln könnte, welche durch verminderte Hormonproduktion in der Hirnanhangdrüse hervorgerufen wird. Bei den meisten Kindern wird allerdings keine Störung diagnostiziert, da 95% aller klein geratenen Sprösslinge die Größe im Laufe der Pubertät wieder aufholen werden.

Gute Behandlungschancen


Stellt der Arzt tatsächlich eine Fehlfunktion der Hirnanhangdrüse fest, ist eine medizinische Hormonbehandlung notwendig. Die fehlenden Hormone werden dem Körper über die Medikation von außen zugeführt. Glücklicherweise sind die Hormone nicht aggressiv, sodass keine Nebenwirkungen zu befürchten sind. Die Behandlung erfolgt über mehrere Jahre bis zum Einsetzen der Pubertät. Dann wird die natürliche Hormonbildung erneut geprüft und die Behandlung nur eventuell fortgesetzt. Bei einem frühzeitigen Erkennen stehen die Chancen entsprechend gut, dass eine durchschnittliche Körpergröße letztendlich erreicht wird.

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