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Die richtige Kleidung für Schnee und Matsch


Die richtige Kleidung für Kinder im WinterBild: © Syda Productions - fotolia.com

Endlich geht’s raus! Aaaaaber vorher heißt es noch: anziehen. Und zwar so, dass die Kinder weder kalt und nass werden können, noch stark an Bewegungsfreiheit verlieren. Wasserfest, atmungsaktiv und warm soll die Kleidung sein. Das müssen Väter in der „Umzugsphase“ beachten!

Wasserfest


Wasserfeste Schuhe, lange Strümpfe oder Strumpfhose halten den Körper schön warm. Die Hosenbeine sollten entweder weit nach unten und eng über den Rand der Schuhe gezogen sein oder in die Socken gestopft werden. Wichtig ist, dass auch bei leichtem Verrutschen sich kein Schnee unters Textil stehlen kann – denn dann werden die Klamotten feucht und das Kind kann auskühlen. Kinderkleidung gilt als wasserdicht bei einer Wassersäule von mindestens 5000 Millimetern. Die Wassersäule gibt an, wieviel Wasser auf das Gewebe drücken muss, bis es durchdringt. Fünf Meter Wasser - das klingt zunächst nach viel zu viel, denn bei solch starkem Schnee oder Regen geht man ja nicht vor die Tür. Aber schließlich sitzt das Kind ja auch mal im Schnee oder einer Pfütze – entweder freiwillig zum Spielen oder es ist hingefallen. Und sein Gewicht drückt mit! Dann soll der Po ja auch trocken bleiben.

Atmungsaktiv


Das Problem der wasserdichten Kleidung: Man schwitzt darunter stark, und diese Feuchtigkeit kann sich unangenehm anfühlen und zum Auskühlen führen. Sie muss also abgeführt werden. Daher sollten schneebewusste Väter auf atmungsaktive Kleidung für ihre Kinder achten, die wasserdicht ist, aber trotzdem Feuchtigkeit nach außen leitet. Das können zum Beispiel Stoffe sein mit mikroskopisch kleinen Löchern, die bekanntesten sind GoreTex, Sympatex oder eVent. Eine andere Möglichkeit ist, unter der regendichten Jacke ein Hemd oder einen Pullover aus Merino-Wolle zu tragen. Die ist weich, nimmt Feuchtigkeit schnell auf und leitet sie vom Körper weg. Ähnliche Eigenschaften haben leichte Kunstfasern wie Polyester, Polyacryl, Polypropylen oder Polyamid. Ein weiterer Vorteil: Sie trocknen sehr schnell.

Warm


Angezogen werden sollten Kinder nach dem klassischen Zwiebelprinzip: mehrere Lagen übereinander. Denn: „Ausziehen kann man sich immer“, meint Kinderarzt Thomas Holstein-Diepold. Das ist besonders wichtig, wenn Ruhe- und Bewegungsphasen sich abwechseln. „Werden die Kinder auf dem Schlitten gezogen sollten sie etwas mehr Kleidung tragen. Wenn sie sich viel und schnell bewegen, kann man dann etwas ablegen“, so der Kinderarzt. Dafür bieten sich Jacken mit Inlet an, am besten aus Fleece oder ähnlich warmen und leichten Materialien. Dank des Reißverschlusses lassen sie sich einfach ein- oder auszippen.

Doppelnaht


Eine Schwachstelle vieler Jacken: die Nähte. Irgendwann kommt da immer Feuchtigkeit durch. Deshalb sollten Väter beim Kauf auf doppelt verschweißte Nähte achten. Da ist die Nässe-Gefahr minimal. Aber auch der Sitz der Naht ist ein wichtiges Kriterium. Direkt auf der Schulter – nicht so gut, denn die Kinder tragen oft Rucksäcke oder Umhängtaschen. Die scheuern an der Naht, was unbequem ist und möglicherweise zu stärkerer Durchlässigkeit führt. Sitzt sie aber versetzt, eben nicht in der Nähe der Schulterriemen, ist das kein Problem.

Rissfest


Für Kinder, die gerne toben, ist rissfeste Kleidung wichtig. Denn schnell bleiben sie beim Rennen und Verstecken an einem Ast oder einem Strauch hängen – ratsch, weg ist der Nässeschutz. Polyamidfasern, die auch in Motorradkleidung Verwendung finden, sind extrem fest und reißen so gut wie nie. Deshalb werden sie oft auch zur Verstärkung der „Auftragstellen“ an Knie und Hosenboden genutzt.

Jetzt aber raus mit euch, sonst wird es dunkel bevor der erste Schneemann steht!

Ralf Ruhl

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