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Draußen mit Papa - Outdoor-Wochenende mit Kindern


Am Wochenende mit Papa draußen seinBild: fotolia - Hickster

Zusammen etwas Tolles erleben - das stärkt die Bindung zwischen Papa und Kids. Bei einem spannenden Outdoor-Wochenende haben Vater und Kinder wirklich Zeit füreinander. Denn Papa opfert hier keine Zeit, sondern hat selbst jede Menge Spaß. Hübscher Nebeneffekt: Mama hat frei!


Draußen vor der Tür beginnt das Abenteuer


Kindern etwas Spannendes zu bieten ist gar nicht schwer, denn sie finden die einfachsten Dinge faszinierend. Das gilt ganz besonders für alles, was sich draußen in der Natur tut. Bei einem Outdoor-Wochenende gibt es unzählige Möglichkeiten, Kinder solche Dinge entdecken zu lassen - und dazu braucht man gar nicht weit zu reisen. Schon eine Übernachtung im Zelt oder auf dem Boot ist für kleine Menschen ein großartiges Abenteuer - und für den Vater eine tolle Gelegenheit, seinen Kindern ganz nahe zu sein.

Der Ort ist dabei nicht so entscheidend, nur draußen sollte es sein und im Grünen. Optimal, wenn Wasser dabei ist. Wenn man ein Kajütboot hat oder ein Gartengrundstück, ist das natürlich ideal. Ansonsten tut es auch ein Platz am Waldrand, am Baggersee oder in einem Naherholungsgebiet, wo kurzfristiges Zelten für ein, zwei Nächte toleriert wird. Ganz wichtig ist, dass man gefahrlos Feuer machen kann, denn ein Lagerfeuer gehört unbedingt dazu!

Das Programm


Ein regelrechtes Programm ist gar nicht nötig. Wichtig ist, eine Reihe von Dingen parat zu haben, die man nach Bedarf anbieten kann; ansonsten gibt der Tageslauf den Rahmen vor. Gleich zu Anfang macht man ein Feuer. Das muss nicht mit dem Feuerbohrer passieren, Zündhölzer sind vollkommen in Ordnung und Papa darf ruhig auch ein wenig mogeln, indem er Papier zu Hilfe nimmt.

Mittags kocht man... Am besten Ravioli, die schmecken Kindern und gelingen immer. Das Feuer bietet aber noch mehr Möglichkeiten für Aktivitäten: Würstchen braten, Stockbrot backen, Speer- und Pfeilspitzen härten sowie natürlich das Anzünden und Unterhalten des Feuers selbst. Holz holen und Zerkleinern gehört selbstverständlich auch dazu!

Spurenlesen und Survival-Techniken


Tagsüber gibt es in der Natur viel zu sehen und zu erleben: Die absolute Attraktion für meine Kinder war, als eine Blässhuhnmutter ein Nest unter dem Bootssteg hatte und man durch die Ritzen den Küken beim Schlüpfen zusehen konnte. Viele Kinder interessiert auch das Bestimmen von Pflanzen und Tieren, die sie gerade sehen. Am einfachsten klappt das mit Bäumen und Sträuchern; schwieriger, aber erlernbar, ist das Erkennen von Fährten und Spuren von Tieren: Spechthöhlen, verlorene Federn, einen Dachsbau und Ähnliches findet man in jedem Wald.

Hoch im Kurs stehen Survival-Techniken: Das bereits erwähnte Feuer, aber auch etwa ein kleiner Orientierungsmarsch mit Karte und Kompass, Wasser mit einer Grube und einer Plastikfolie gewinnen, Beeren sammeln oder - soweit machbar - angeln. Dabei gibt es nicht zuletzt eine Menge zu lernen, zum Beispiel den effektiven und sicheren Umgang mit Messer, Beil und Feuer.

Abends vor dem Schlafen ist Vorlesen der absolute Hit, auch wenn die Kinder schon selbst lesen können. Wenn man dazu dann noch Gummibärchen schnabulieren kann, war die Gemütlichkeit für meine Kids immer perfekt. Besonders wichtig ist dabei das Zelt, auch wenn bei gutem Wetter das Schlafen im Freien kein Problem ist. Denn das Zelt erzeugt ein heimeliges "Höhlengefühl" ganz besonderer Art.

Papas Fitness


Die Dinge, die man seinen Kindern draußen zeigen will, sollte man selbst bereits können. Das ist aber kein großes Problem, denn sie sind leicht zu erlernen. Man sollte lediglich alles vorher ohne Kinder probieren und erst in das Repertoire aufnehmen, wenn es reibungslos klappt. Schon das macht Spaß und man kann es ja durchaus auch mit anderen Vätern zusammen tun. Außerdem sollte man den Ort im Vorfeld aussuchen - das wiederum wäre bereits ein weiteres Papa-Kind(er)-Projekt für den einen oder anderen Abend unter der Woche.

Volker Wollny

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