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Pfeil und Bogen selber bauen


Pfeil und Bogen selber bauenBild: Volker Wollny

Mit Kindern einen Bogen bauen - kein Problem! Aber sie haben hohe Ansprüche: Es muss schnell gehen und der Bogen muss leicht sein. Auch ein einfacher Bogen muss professionell aussehen und tolle Flugeigenschaften haben. Ein Stick Bow oder ein einfacher Bundle Bow eignen sich hier besonders gut.

Ein Bogen, der sich einfach, schnell und billig bauen lässt


Früher gehörten Pfeil und Bogen zum Indianerspielen. Heute werden Kinder wohl eher über Fantasy-Geschichten oder Computerspiele, vielleicht auch auf dem Mittelalter-Markt damit in Berührung kommen. Wer - das ist auch mit der ganzen Familie möglich - Bogenschießen als Sport betreiben möchte, ist in einem Verein am besten aufgehoben.

Einen ganz einfachen Bogen bauen sich Kinder meist spontan selbst, indem sie eine Schnur als Sehne nehmen und damit aus einem mehr oder weniger geeigneten Ast einen Bogen machen. So ein Bogen schießt tatsächlich, aber er sieht nicht besonders gut aus: Da Äste sich typischerweise verjüngen, biegt er sich ungleichmäßig. Entsprechend sind die Schusseigenschaften.
Bild: Abbildung Wurfarme
Der erste hier beschriebene Bogen ist ein abgeleiteter Bundle Bow. Er besteht aus zwei möglichst gleichen Haselnussstecken, von denen jeder einen der beiden Wurfarme bildet (siehe Abbildung). Außerdem werde ich den Bau eines Stick Bows oder Knüppelbogens vorstellen.
Ein Vorteil des Bogens aus zwei Teilen gegenüber dem aus einem unbearbeiteten Stock: er biegt sich einigermaßen symmetrisch. Zusätzlich verjüngen sich beide Wurfarme zur Spitze. Das ist wichtig, denn die Enden der Wurfarme sollen möglichst leicht sein. Wenn der Bogen abgeschossen wird, müssen sie beschleunigt werden und benötigen dazu Energie aus der Bogenspannung. Am besten sollten die Wurfarme also gar nichts wiegen. Weil das nicht geht, verjüngt der Bogenbauer sie, was wir dadurch erreichen, dass wir für jeden Wurfarm einen eigenen, sich von Natur aus verjüngenden Stecken verwenden.
Unser Bogen wird aus frischem Haselnussholz gemacht. Das besorgen Sie am besten bei einem Ausflug an den Waldrand oder an eine Feldhecke.

Sicherheit geht vor!


Zu Beginn ist es nötig, über Sicherheitsaspekte zu sprechen: Ein Bogen ist eine gefährliche Waffe, auch wenn er als Sportgerät gilt und daher nicht unter das Waffengesetz fällt. Auch mit einem einfachen Spielzeugbogen kann allerhand passieren. Also zielt man damit weder auf Menschen noch auf Tiere! Weil der Bogen rechtlich keine Waffe sondern ein Sportgerät ist, benötigen Sie auch keine behördlich zugelassene Schießstätte, um damit zu schießen. Trotzdem sind Sie für die Sicherheit verantwortlich und müssen durch eine geeignete Wahl des Platzes dafür Sorge tragen, dass niemand zu Schaden kommt. Ist der Pfeil eingelegt und Sie bleiben stehen oder laufen noch ein paar Meter - immer den Bogen nach unten halten!

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