väterzeit.de - Vater sein, Mann bleiben

unterstützt von
FolioMen
zur Druckansicht

Elterngeldstatistik


Elterngeldstatistik - Väter bleiben immer öfter zu HausBild: provid@photocase.de

Die Zahl der Männer in den Vätermonaten steigt weiterhin leicht. Die meisten nehmen zwei Monate in Anspruch. Den höchsten Väteranteil weist Berlin auf. Und die meisten Väter verdienen so wenig, dass sie nur den Mindestbetrag bekommen.

Im vierten Quartal 2009 nahmen in Deutschland insgesamt etwa 32.500 Männer Elternzeit (beendete Bezüge). In den alten Ländern waren es ca. 25.000, in den neuen (ohne Berlin) gut 5.500. Das entspricht einem Prozentsatz von 17,3. Das meldet das Statistische Bundesamt.

Die meisten Väterzeiter leben im Osten


Hier liegen die neuen Länder deutlich vorn: 19,2 % gegenüber 16,6 % in der alten BRD. Prozentual die meisten leben in Berlin: Stolze 22% weist die Bundeshauptstadt auf. Es folgen weitere neue Länder: Sachsen mit 21,3 %, Thüringen mit 20 %. Den ersten "westlichen" Platz belegt Bayern mit 19,2 %. Am Schluss liegt das Saarland mit 12,2 %.

In absoluten Zahlen sieht das etwas anders aus. Da liegt Bayern mit gut 5.700 knapp vor Nordrhein-Westfalen mit ebenfalls 5.700. Baden Württemberg liegt mit 4.500 auf Platz 3. Die wenigsten leben in Bremen: 238.

Die meisten, 23.000, nahmen genau die beiden Vätermonate. Aber immerhin 5.300 gönnten sich zwischen drei und neun Monaten, und 4.000 nahmen zehn bis zwölf Monate in Anspruch.

Die meisten Väter sind erwerbstätig


Insgesamt waren etwa 80% der Männer vor der Geburt ihres Kindes erwerbstätig, bei den Frauen liegt die Quote bei 56 %. In absoluten Zahlen heißt das: Für 22.600 Männer war das Elterngeld Ersatz von Erwerbseinkommen.

Dabei räumt die Statistik mit dem Vorurteil der gut verdienenden Väter auf: Den Geringverdienerzuschlag bekamen immerhin 3.500 Männer, 8.300 erhielten nur den Mindestbetrag von 300 Euro, zwischen 300 und 500 Euro bekamen 6.600. Den Höchstbetrag von 1800 Euro erhielten 4000 Männer. Die Einkommensschere wird also auch bei den jungen Familien deutlich.

Höchstbetrag für gleich viele Mütter und Väter


Auf Frauenseite sieht das logischerweise anders aus: Insgesamt gingen 156.00 Mütter in Elternzeit, 143.400 für ein Jahr, für zwei Monate nur 1.500. Für 68.300 war das Elterngeld Ersatz für den Verdienst, 72.000 bekamen den Mindestbetrag, 48.000 zwischen 300 und 500 Euro. Und den Höchstbetrag von 1800 Euro bekamen genauso viele Frauen wie Männer: 4000.

Ralf Ruhl (März 2010)

Kommentar zu diesem Thema schreiben:

Name, Ort:
Mein Kommentar:
Bisher wurden noch keine Kommentare abgegeben.

zur Druckansicht