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Familienfreundlich dank Betriebsrat


Familienfreundlich dank BetriebsratBild: kallejipp-photocase.com

Unternehmen mit Betriebsrat sind deutlich familienfreundlicher als solche ohne Interessensvertretung, sagen Wissenschaftler. Flexible Arbeitszeiten stehen da an erster Stelle.


Flexibilität, Home-Office und Kinderbetreuung


Arbeitnehmervertretungen sind wichtig für eine gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Das geht aus einer Untersuchung hervor, für die John S. Heywood und Uwe Jirjahn an den Universität von Milwaukee und Trier Daten von über 6500 westdeutschen Betrieben ausgewertet haben.

In knapp einem Drittel der Unternehmen können Eltern ihre flexiblen Arbeitszeiten selbst bestimmen oder teilweise ihr Büro zu Hause aufschlagen. Wenn ein Betriebsrat vorhanden ist, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für solche Möglichkeiten um 16%.

Während der Elternzeit helfen fast 18% der Firmen ihren Beschäftigten, den Kontakt zum Betrieb aufrechtzuerhalten - sei es mit Veranstaltungen, Informationen, informellen Treffen oder Fortbildungen. Ein Betriebsrat erhöht die Wahrscheinlichkeit dafür um knapp 12%.

Tarifbindung hilft

Etwa 6% der Unternehmen bieten Kinderbetreuung an. Auch das ist mit Betriebsrat wahrscheinlicher: gut 2% höher liegt die Quote als in Firmen ohne Interessensvertretung.

Sind die Firmen an Tarife gebunden, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für familienfreundliche Maßnahmen noch mehr. Denn dann gibt es weniger Verteilungskämpfe auf Betriebsebene, so die Forscher, und die Interessensvertreter haben mehr Zeit, sich um familienfreundliche Maßnahmen zu kümmern. Und das ist laut Betriebsverfassungsgesetz eine originäre Aufgabe des Betriebsrats.

Ralf Ruhl (Quelle: Hans-Böckler-Stiftung)

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