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Geburtsurkunde, Vaterschaft und Sorgerecht - Formalitäten nach der Geburt

Geburtsurkunde, Vaterschaft und Sorgerecht – Formalitäten nach der Geburt
Bild: Wolfgang Filser - Fotolia.com
Der Nachwuchs hat es gesund auf die Welt geschafft, da denkt man an alles andere, selten aber an die Formalitäten, die nun zu erledigen sind. Was ist notwendig und welche Behörden sind dafür zuständig?

Geburtsurkunde



Zuerst gilt es für das Neugeborene eine Geburtsurkunde zu beantragen. Diese erhalten Sie im Standesamt des jeweiligen Geburtsortes. An Unterlagen sollten Sie auf jeden Fall eine Geburts- oder Abstammungsurkunde der Kindesmutter und des Kindesvaters im Original dabei haben, zudem eine Vaterschaftsanerkennung und die Zustimmung der Mutter zur Vaterschaft. Bei verheirateten Eltern ist in der Regel der Familiennamen für die Namenswahl des Kindes bestimmend. Uneheliche Eltern können in gemeinsamer Absprache wählen, ob das Kind den Familiennamen der Mutter oder des Vaters erhält.

Vaterschaft



Mit der Vaterschaftsanerkennung wird die rechtliche Vater-Kind-Beziehung hergestellt. Im verheirateten Familienstand erhält der Mann automatisch die Vaterschaft, sofern die Mutter diese nicht kategorisch ausschließt. Eine zusätzliche Anerkennung ist nicht mehr notwendig.
Anders bei unverheirateten Familien oder allein erziehenden Müttern. Hier sollte der leibliche Vater sein uneheliches Kind anerkennen. Dies kann er vor oder nach der Geburt auf dem Standesamt, Jugendamt, Amtsgericht oder beim Notar beurkunden lassen. Die Zustimmung der Mutter ist dafür Vorraussetzung.

Vaterschaftsklage



Verweigert der leibliche Vater die Vaterschaftsanerkennung, kann die Mutter, in Vertretung für das Kind oder das Kind selber, sofern es im rechtsfähigen Alter ist, auf Feststellung der Vaterschaft klagen. Zuständig ist dafür das am Wohnort des Kindes und der Mutter befindliche Familiengericht. Für den Fall der Weigerung des Vaters zur Blutentnahme für ein Abstammungsgutachten kann das Gericht diese auch mit Zwang durchsetzen

Vaterschaftsanfechtung



Bestehen für den Vater Zweifel an der Vaterschaft, kann er die Vaterschaft anfechten. Mittels eines Abstammungsgutachten wird dann geklärt, ob der Vater mit Sicherheit der biologische Vater des Kindes sei oder ob dies ausgeschlossen werden kann.
Wenn Zweifel an der Vaterschaft bestehen oder wenn die Vaterschaft unzumutbar erscheint, können im übrigen die Mutter als auch das volljährige Kind eine Vaterschaftsanfechtung anstrengen. Für die Vaterschaftsanfechtung ist das Familiengericht am Wohnort des Kindes zuständig.

Sorgerecht



Mit dem Sorgerecht werden die Rechte und Pflichten der Eltern oder anderer Sorgeberechtigten gegenüber Ihrem Kind bzw. Kindern festgelegt. Dabei werden drei Teilbereiche unterschieden:
  • Personensorge: Pflege, Betreuung und Erziehung des Kindes, einschließlich der Schul- und Ausbildung
  • Vermögenssorge: Verwaltung des Besitzes bzw. Vermögens des Kindes, ausschließlich des Taschengeldes
  • Vertretungsrecht: Wahrung der Rechte des Kindes gegenüber Dritten oder in einer gerichtlichen Auseinandersetzung.
Nach der Geburt erhalten bei verheirateten Eltern beide Elternteile das Sorgerecht. In unehelichen Familien fällt das Sorgerecht der leiblichen Mutter zu. Der Vater kann mit Zustimmung der Mutter beim zuständigen Jugendamt ebenfalls das Sorgerecht beantragen. Damit haben beide Elternteile für das Kind die gemeinsame Sorge.

Die gemeinsame Sorge bleibt auch nach einer Scheidung oder Trennung bestehen, sofern nicht ein Elternteil das alleinige Sorgerecht für sich beansprucht. Auch gerichtlich kann einem oder beiden Elternteilen das Sorgerecht entzogen werden, sobald das Kindeswohl durch die Eltern nicht mehr gegeben ist.

Krankenversicherung

Direkt nach der Geburt sollte das Kind bei einer Krankenversicherung angemeldet werden. Sind beide Eltern gesetzlich versichert, so kann das Kind in der Regel über ein Elternteil kostenfrei mitversichert werden.

Ist ein Elternteil privatversichert und das andere gesetzlich versichert, so wird das Kind dem Elternteil mit dem höheren Einkommen zugeordnet.

Wenn das besser verdienende Elternteil privatversichert ist, kann es sein, dass die gesetzliche Krankenversicherung dem Kind nicht offensteht. In diesem Fall muss das Kind mit einer eigenen Police privatversichert werden.


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Kommentare von Lesern:

 
:
17.06.2016 11:29
Einwohnermeldeamt meldet Kind nicht mit vorläufiger Geburtsurkunde an.
Somit kein erhalt der Steuer id.
Somit kein Geld von der arge
  unmöglicher Beitrag? Bitte melden!
Barbara, Eberswalde:
24.05.2016 12:01
Wo bekomme ich die Antwort auf meine Frage?
Barbara, Eberswalde:
24.05.2016 11:57
Frage: Besteht steuerlich ein Kindschaftsverhältnis zum leiblichen Vater ohne Vaterschaftsanerkennung und ohne Zustimmung der Mutter zur Vaterschaft, wenn das Kind nicht in der Geburtsurkunde eingetragen ist?
Patrick, Dortmund:
26.04.2016 21:48
Frage: hat man ein anrecht auf das kind wenn man als vater eingetragen ist, sich aber durch einen test erwiesen hat, das man nicht der biologische Vater ist?
David Riesa:
27.01.2016 11:59
Hallo Mannheim ,
Ja nun ist das Problem sie meldet sich nicht bei mir und ich darf das kind nicht von ihrer seite aus sehn was kann ich tun sie möchte einen Vaterschaftstest ok habe ich auch bestellt nun weiss ich leider auch nicht was in der Geburtsurkunde drin steht habe die mutter gefragt aber kommt keine antwort darauf sowas dreistiges und bekomme auch nicht ein bild von der Kleinen bin einfach ratlos habe noch keine Vaterschaft unterschrieben bzw noch keine bekommen .
mannheim:
10.11.2015 22:50
keine frau/mutter oder werdende mutter hat das recht das klind einzubehalten, wenn jemand keine vterschaftsanerkennung hat kann er diese einklagen, mittels spermaprobe kann das festgestellt werden und der vater kann auch gegen den willen der mutter die vaterschaftsurkunde unterschreiben... ich habe das problem nicht, meine frau will nur die kinder behalten... nur hat sie die rechnung ohne mich gemacht, 2 kinder bedeutet das eins zu mir kommt, das ist fakt!!! wer keine vaterschaftsanerkennung hatsollt sie einklagen wenn er sein kind haben möchte!jeder vater darf bei der geburt dabei sein auch gegen den willen der frau, den es ist nicht im sinne das krankenhauses dort recht und unrecht walten zu lassen... jeder vater der weiss das sein kind gebohren wird darf und sollte bei der geburt dabei sein(mit dem vorteil das die bösen worte der frau nach der trennung einen unberührt lassen bevor das kind die welt erblickt)... kinder werden im stammbuch eingetragen, das ist für alle famielienmitglieder frei einzusehen, egal ob bruder oder schwester, stammbuch ist stammbuch, selbst wenn du wissen möchtest wie das kind deiner schwester heist hast du das recht in das stammbuch zu gucken das im bügeramt zu jeder zeit vorliegt...im falle einer wie bei Andreas aus Bochum hier würde ich ganz klar die vaterschaft einklagen und mitels spermaprobe die mutte rfestnageln, das ist dein recht junge !!! lass dich nicht von der frau verarschen, sie denken immer sie können das aber das ist nicht so, die gesetze sind nicht mehr die von 1960... wir leben im 20igsten jahrhundert und hier hat jeder das recht auf sein kind genauso wie das recht unterhalt zu zahlen oder einzuklagen !
mannheim:
10.11.2015 22:24
ich könnte hier auf alles eine antwort geben aber irgendwie geht das nicht... man hat als vater alle rechte die auch die frau hat, egal ob eheliche oder uneheliche kinder, jeder hat das recht auf sein kind, egal ob vater oder mutter, nur wer am ende das kind bekommt hängt von den lebensverhältnissen ab, gehst du arbeiten? wie gross ist deine wohnung (hat das kind ein zimmer ) jeder hat das recht seine kinder einzuklagen auch wenn das jahre dauern kann ist das recht immer auf der seite der gerechten !!!
David Riesa:
16.10.2015 06:31
Frage Meine Freundin Hat mich Verlassen und Trägt ein Kind in ihren Bauch von mir warscheinlich wie verhält mann sich wird die Mutter sagen nein nicht mit in den Kreissaal ? oder muss ich mit hin. Würde gern mit in den Kreisaal gehn Freue mich auch auf mein Kind was am 20.01.2016 geboren wird .
pentzien bettina:
23.09.2015 18:03
Mein Vater ist verstorben, ich weiß dass er noch leibliche Kinder hat. Wo sind sie regestriert.
Andreas,Bochum:
16.07.2015 06:29
Hallo, habe eine Frage: Meine Freundin beim ausstellen das Geburtsurkunde von Sohn mich als Vater unter Strich eingetragen hat, obwohl wir beide genau weisen das das Kind von mir ist, na jetzt hat sie Problemen bekommen keiner will Unterhalt , zahlen, nach Ihre Aussprache Sie wollte mir ein auswischen, aus den Grund nicht eingetragen, Sind nicht Verheiratet, haben schon einen Sohn, leben Getrennt, ich Arbeite, für das erste Kind zahle ich Unterhalt, Vaterschaft Anerkannt . Bekomme ein Brief von Jobcenter soll Ihnen mein Einkomm vorlegen, um zu Prüfen . Warum Sie mich nicht eingetragen hat, aussage (Sie, das so möchte) Muss ich mein Einkomm den Jobcenter vorlegen, was kann ich machen.
Anschi, Stuttgart:
10.06.2015 12:40
Weiß zufällig Jemand, wie das ist, wenn der Vater ausFrankreich kommt, muss er dann seine Geburtsurkunde in Frankreich auf Deutsch übersetzen lasen?
Peschl Johann, 81247 München :
07.05.2015 12:09
Hallo, ich bin ein nicht ehelicher Sohn (geb. 22.04.1945 in Mü .- Moosach) mein Vater ist am 25.03.2015 verstorben ! Habe kein Schreiben nichts wo ersichtlich ist dass er mein Vater war, ich weis nur er hat meiner Mutter Unterhalt bezahlt .Wer kann mir helfe was kann ich tun ? Es Geht um Erbrecht, Gericht sagt ich bin Ihnen nicht bekannt als Sohn .
MfG.
stralsund:
14.04.2015 14:22
HALLO, mein sohn 19 jahre wird papa, er ist aber nicht mehr mit seiner freundin zusammen, der kindsvater kommt doch erst mit in die geburtsurkunde wenn das j´kind geboren ist? oder sehe ich das falsch??
Michael Maier:
04.03.2015 20:02
Hallo Zusammen :) weis jemand zufällig ob während der Väterzeit in die Rentenkasse einbezahlt wird oder ob man sich darum kümmern muss? Währe natürlich schon bitter wenn man später für zwei Monate Väterzeit auch zwei Monate länger arbeiten müsste....
B.Kießling, Zwickau:
27.02.2015 09:09
Eine Frage , mein Sohn wurde am 26.05.87 geboren. Auf der Geburtsurkunde steht nur seine Mutter darauf. Kann man mich noch zusetzen? Wie kann mein Sohn einmal nachweisen, dass er mein gesetzlicher Erbe ist ?
MfG
Karsten Flensburg:
03.02.2015 20:16
Ich habe mit meiner Lebensgefährtin seit dem 09.01.2015 eine Tochter. Das Standesamt stellt keine Geburtsurkunde aus, da meine Lebensgefährtin erst am 04.12. das Scheidungsverfahren hatte. Ich verliere somit mein Elterngeld, da dieses nach 3 Monaten verfällt. DANKE DEUTSCHLAND! Für diese Benachteiligung, für diese Unfairness und für Deine nicht vorhandene Untersützung! Was kann ich tun? Elterngeld beantragen mit einer vorläufigen Geburtsurkunde????
Maik Markkleeberg:
03.12.2014 21:37
Ich habe mit einer frau ein kind zusammen aber mit der frau bin ich getrennt. Und ich habe urkunde vaterschafs anerkenung und das gleiche sorgerecht wie meine ex. Aber meine ex gibt mir nicht mein sohn wenn ich ihn gern haben will, ist was aus gemacht kommt ein anruf es geht doch nicht er hat dann immer was aber wird von vielen leuten draußen gesehen das die nur underwegs ist. Sie sagt es steht nur auf papier. Und jetzt bin ich nur der erzeuger nicht mehr der neue ist jetzt der papa und kann auch mit bestimmen was ich eigenlich zu sagen habe darf der das ? also ich möcht meine recht mehr nicht. Und darf sie das so mit mir machen das sie sagt wenn sie nicht will muß sie ihn mir nicht geben. Habe gedacht das ich rechte habe
birgit saarbruecken:
12.10.2014 13:51
Mein sohn hat ein uneheliches kind. Die kindesmutter hat bereits zwei kinder ()7 u.3) aus erster ehe und erhaelt unterhalt. Sie ist nun in elternzeit. Nunmehr verlangt sie von meinem sohn unterhalt. Laut den unterhaltsrechnern muss er ca 550 € zahlen. Hier wird allerdings nicht beruecksichtigt dass bereits unterhalt fuer die beiden anderen erhalten wird. Muss er tatsaechlich 550€ zahlen?
Yolanda Hildesheim:
11.09.2014 11:22
Ich kenne einen Fall, da möchte die Mutter, dass nur der Vater das Sorgerecht nach der Geburt erhält. Geht das?
jenny wuppertal:
15.08.2014 22:50
Mein ex wird erneut vater wie sieht es aus mit dem sorgerecht und der vaterschaft kann er das abgeben
Carola:
26.07.2014 21:44
Meine Tochter hatte zur Geburt noch meinen Namen. Und zur Vaterschaft Anerkennung bekam sie dann seinen Namen. Und wir haben das gemeinsame Sorgerecht.

Bin aber jetzt von ihn getrennt.
Heike Gregg, Hamilton, Ontario, Canada:
06.06.2013 19:45
Nach Vergewaltigung eines Italiener's (10 J. juenger als ich damals, 1972/73) wurde unser Sohn, Stefan geb. - Er hatte Deformationen am Schaedel, bzw. Korrekturen wurden erfolgreich vorgenommen. Mir wurde das Kind gleich nach d. Geburt entzogen u. ein Polizeibericht elterl. Seite verboten (deren "Namen's wegen"...).
Stefan, sieht seinem ital. Vater total aehnl., wurde gehaenselt weil er meinen Namen (gesch. Mannes) WEBER tragen musste! Bis heute hatte das Jugendamt den Fall (Hessen) uebernommen, und Stefan verlor seine Identitaet. Wie kann man den "namhaften" Vater zur Rechenschaft ziehen, bitte? Stefan bewies, das Hans Weber (von dem ich mich scheiden liess) n i c h t sein Vater ist! Trotzdem verlor er seine Vaterschaftsanklage in Frankfurt a. M. (Familiengericht) gegen den Taeter meiner Vergewaltigung.
Stefan hatte keine finanzielle Stuetze seinen Fall zu erkaempfen. Der Vater hat bisher verweigert, sich einer Blutuntersuchung zu stellen! 40 Jahren werden es am 21. Sept. 2013. Es ist eine Schande, dass jener "Taeter" kein Gewissen hat, sich endlich zu stellen, und Hans Weber seine finanziellen Auslagen zurueckzahlt, insofern Stefan von der Krankenkasse Hans Weber's profitierte, obgleich er nicht sein Vater ist!
Wie kann es eine solche Ungerechtigkeit geben, bitte?

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Im Internet finden Sie weitergehendende Informationen zur Thematik unter:

www.familienrecht- ratgeber.de
www.internetratgeber- recht.de

Tipp

Besorgen Sie sich alle Anträge und Formulare schon vor der Geburt. Dann geht in der ersten Woche mit ihrem Kind keine wertvolle Zeit für Papierkram verloren!

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