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Mit dem Baby im Flieger


Familienurlaub - Mit dem Baby im FliegerBild: © Rafael Ben-Ari-fotolia.com

Baby einpacken und die Elternzeit gemeinsam im Ausland genießen? Das ist auch mit dem Flugzeug grundsätzlich kein Problem. Wir zeigen, worauf ihr achten müsst.

Ach ja, nach dem Stress mit der Geburt und den ganzen Besuchen der Verwandtschaft jetzt schön am Meer entspannen, sich die Sonne auf den Bauch scheinen lassen und mit dem Baby kuscheln. Ach ja. Wenn nur der Weg dahin nicht wäre. Denn der bedeutet für die Eltern Aktion und Vorbereitung und für die Kinder oft Stress.

Nicht unter drei Monaten


Alles, was Eltern belastet, stresst Kinder noch viel mehr. Denn der kleine Körper stellt sich noch um auf die immer noch ungewohnte Umgebung außerhalb des Mutterbauchs. Daher rät der Bundesverband der Kinder- und Jugendärzte, mit Kindern frühestens zu fliegen, wenn sie drei Monate alt sind. Denn dann sind die klassischen Drei-Monats-Koliken vorbei. Außerdem sind den Kleinsten die Umgebung und die Geräusche im Flieger, auf dem Flughafen und im Reiseland fremd. Worauf es möglicherweise mit Erschrecken und schlechterem Einschlafen reagiert.

Im Flugzeug ist Sicherheit ein absolutes Muss. Wer schon vor der Geburt weiß, dass demnächst eine Flugreise ansteht, sollte schon beim Kauf einer Babyschale oder eines Kindersitzes auf das Zeichen "for use in aircraft" achten. Dann sind die Sitze sowohl für das Auto als auch für die Sessel im Flugzeug geeignet. Der Loop-Belt, der Eltern im Flieger für Kleinkinder angeboten wird, ist für Babys oft ungeeignet. Denn er kann nur schützen, wenn er auf der knöchernen Struktur sitzt - die haben Babys aber noch nicht ausreichend. Bei einer Notlandung kann er in die Weichteile schneiden und Verletzungen verursachen. Daher ist es besser, die eigene Babyschale zu nutzen.

Der richtige Sitz


Vor allem auf Langstreckenflügen bieten manche Airlines Babybetten an. Sie müssen vor dem Abflug reserviert werden. Sie sind aber wirklich nur für Babys geeignet: Unter 83 cm Körpergroße und unter 14 kg Gewicht.

Mit etwa 15 Monaten wachsen die Kleinen aus den Sitzschalen heraus, dann ist der klassische Auto-Kindersitz angebracht. Sobald sie 1,25 Meter groß sind, dürfen sie auch ohne Kindersitz mit ins Flugzeug. Eltern sollten jedoch immer darauf achten, dass ihre Kinder angeschnallt sind, wenn die entsprechenden Zeichen leuchten. Das gilt vor allem bei Steig- und Sinkflug!

Zwiebelkleidung!


Bei der Fahrt zum Flughafen ist es eisig mit Schneefall, in der Wartehalle überheizt, auf dem Rollfeld wieder kühl, im Flieger trocken, bei der Ankunft richtig heiß - das macht dem kindlichen Körper zu schaffen! Daher das gute alte Zwiebel-Prinzip anwenden und die Kinder mit mehreren Lagen dünner Stoffe anziehen. Dann geht das mit dem An-Aus einfach und schnell.

Futter und Druckausgleich


Babygläschen einpacken! Natürlich habt ihr daran gedacht, keine Frage. Am besten ein paar mehr mitnehmen, denn möglicherweise gibt es Verspätungen oder das Kind lässt sich durchs Essen besser beruhigen. Für etwas ältere Kinder sind auch Kekse mal als Zwischenmahlzeit erlaubt, ist ja schließlich sehr spannend, so ein Flug. Einige Airlines bieten spezielle Kindermenüs an, oft allerdings nur auf Langstreckenflügen, manche haben sogar eine gewisse Auswahl. Allerdings sollten sie spätestens 24 Stunden vor dem Abflug bestellt werden.

Schnuller! Ja, der Beruhigungssauger beruhigt nicht nur das Kind und die Nerven der Eltern. Er hilft dem Baby vor allem dabei, den Druckausgleich zu bewerkstelligen. Das ist nötig, wenn es aufwärts geht, und natürlich auch, wenn es wieder nach unten geht. Vielleicht genügt auch eine Saugflasche. Älteren Kindern hilft ein Kaugummi oder ein Bonbon. Und wenn sie verschnupft sind, unbedingt vor dem Flug die Nasentropfen nehmen! Denn sonst leiden die Kinder noch mehr unter dem unterschiedlichen Druck.

Und ganz wichtig: Cool bleiben. Denn wenn die Eltern Stress haben, quengeln auch die Kinder mehr und fühlen sich nicht wohl. Und ihr wollt doch zusammen den Urlaub genießen!

Ralf Ruhl

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