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Ohne Chaos den Umzug planen


Wohnortwechsel: Ohne Chaos den Umzug planenBild: © mahony - Fotolia.com

Bei einem Umzug der Familie ist viel zu bedenken. An vielen verschiedenen Stellen. Weshalb auch viel schief gehen kann. Damit ihr bei eurem Umzug nicht im Chaos versinkt, hier die 10 wichtigsten Tipps und Erfahrungen.

Die neue Stelle war 500 km entfernt. In einem der begehrtesten Orte Deutschlands. Hoher Freizeitwert, schönes altes Fachwerk, Universität, viele Sonnentage. Weshalb ich dort gern hin wollte. Glücklicherweise hatte ich drei Monate Zeit, die Sache zu planen. Das Wichtigste zuerst:
  • Das Gespräch mit der Partnerin suchen. Von meinen Wünschen nach Veränderung und den Kontakten zu der anderen Firma wusste sie natürlich längst. Aber als er konkret wurde, kamen jede Menge Bedenken. Würde sie dort auch einen Job finden, der ihr gefällt? Können die Kontakte zu Freundinnen und Verwandten aufrechterhalten werden? Denn die Arbeit ist wichtig, aber eben nicht alles im Leben. Nach vielen Gesprächen sagte sie "ja".
  • Mit der Tochter sprechen. Glücklicherweise war sie gerade fünf Jahre alt und die Ortsveränderung fiel in die Zeit ihres Wechsels vom Kindergarten zur Grundschule. Auch sie hatte Angst, ihre Freundinnen zu verlieren. Aber die Aussicht auf ein schönes Zimmer und viel Sonnenschein waren doch attraktiv genug. Für ihre Zusage nahm ich sogar eine rosa gestrichene Zimmerdecke in Kauf.
  • Erst mal für mich ein Übergangszimmer suchen. O.K., das ging relativ einfach, die neuen Kollegen waren da sehr hilfsbereit und so fand ich schnell eine Bleibe für drei Monate.
  • Wohnung für die Familie suchen. Das war deutlich schwieriger. Zwar hatte ich unter der Woche relativ viel Zeit, aber der Wohnungsmarkt war ziemlich leergefegt. Glücklicherweise schaltete auch mein Arbeitgeber Annoncen, sodass ich darüber eine, wenn auch nicht gerade preiswerte, Wohnung für uns fand. Gemeinsame Besichtigung, Zusage, o.k., Mietvertrag unterschrieben, alter Mietvertrag rechtzeitig gekündigt.
  • Zuhause aufräumen. Keller und Dachboden nicht nur entrümpeln, sondern leeren. Schränke leeren, alte und nicht mehr getragene Klamotten zur Kleidersammlung und in die Container bringen. Bücher in Kisten packen und ab damit ins Antiquariat oder in den öffentlichen Bücherschrank. Spielzeug minimieren. Au weia, das war viel Ärger. Schließlich hat an allem mal das Kinderherz gehangen. Aber das Kriterium "kaputt" zog immer, vor allem mit der Aussicht auf Neuanschaffungen. Jede Menge Müllsäcke besorgen, denn die Kapazität der Tonnen vor dem Haus reichte bei weitem nicht aus.
  • Und dann erst ging es an die Umzugsplanung. Die Zimmer in der neuen Wohnung ausmessen. Küche bestellen, liefern lassen, Einbau kontrollieren. Das dauerte insgesamt die Abende einer ganzen Woche. Besagte Zimmerdecke rosa streichen. Allein das kostete mich zwei volle Abende. Aber glücklicherweise war sonst nicht viel zu renovieren. Bei meinen Fahrten zur Arbeit nahm ich schon mal Lampen mit, die ich anschloss, und weiteren Kleinkram.
  • Einen Termin mit der Umzugsfirma machen. Die kompetenten Packer schätzten unseren Bedarf an Umzugskartons und weiterem Verpackungsmaterial. Daraufhin wurde die Größe des LKWs festgelegt. Und natürlich die Zahl der Helfer. Denn am neuen Arbeitsort hatte ich zwar nette Kollegen, aber die konnte ich ja nicht einfach für diese Riesenaktion einspannen. Dennoch erklärten sich spontan drei Leute aus der Firma bereit, uns zu unterstützen, das hat mich sehr positiv überrascht. Welche Besonderheiten in den verschiedenen Städten in Deutschland für einen Umzug zu beachten sind, kannst du hier erfahren.
  • Den Umzugstermin festlegen. Die Tochter bei der Schule anmelden, bzw. bei drei Grundschulen. Vor den Wohnungen Halteverbotszonen beantragen. Den Mitmietern Bescheid geben über die bevorstehende Lärm- und Schmutzbelästigung.
  • Packen, packen, packen. Vor allem: nicht zu viele Bücher und andere schwere Dinge in einen Karton. Sonst reißen die Pappwände und die Bandscheiben. Dabei immer noch einmal aussortieren, was weggeworfen werden kann. Die Kartons gut beschriften, damit die Helfer wissen, was in welches Zimmer getragen werden soll.
  • Abschied nehmen. Von Freunden und Nachbarn, von der Wohnung. Ein wenig heulen, noch mal gut essen gehen, den Neuanfang feiern! Dann kann der große Tag kommen!


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