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Partnerschaft - Zeit zu zweit trotz Kind


Partnerschaft - die Stunden ohne Kind sind seltenBild: fotolia - godfer

Das erste Kind ist zunächst das Ende der Zweisamkeit. Aus ist es mit der Zeit zu Zweit! Sind die zweisamen Stunden jetzt für immer vorbei? Wie viel Zeit braucht die Paarbeziehung? Wie könne Eltern sich Zeit füreinander nehmen und diese sinnvoll nutzen?

Es kann hilfreich sein verschiedene Ebenen auseinander zu halten. Vater und Mutter sind Eltern, sie sind aber auch Partner - ein Liebespaar - und sie sind Mann und Frau - eigenständige Individuen.

Keine dieser Ebenen darf gänzlich vernachlässigt werden. Jeder Mensch braucht in irgendeiner Form Zeit für sich selbst, um sich als eigenständiges Wesen wahrzunehmen und zu entwickeln. Vater und Mutter brauchen Zeit sich in ihrer Rolle als Eltern zu finden. Gleichzeitig brauchen sie Zeit sich als Mann und Frau, als Liebende zu begegnen.

Liebespaar bleiben

Kinder entstehen aus einer Liebesbeziehung. Und die will gepflegt werden. Zeit zu Zweit, Zeit als Liebespaar zu haben ist mit Kindern jedoch alles andere als selbstverständlich. Diese Zeit müssen sich Eltern erst nehmen und organisieren. Zeit für die Liebe: Das ist wichtig!

Die Zeit ohne Kinder können Mann und Frau nutzen, um aus ihren Vater- und Mutterrollen für eine kurze, erholsame Zeit herauszuschlüpfen. Jetzt dürfen sie sich ohne die Notwendigkeiten des Alltags und der Kinderbetreuung als Mann und Frau begegnen. Dabei darf alles was zum Elternsein dazugehört ruhig einmal explizit ausgeklammert werden.

Rituale zu Zweit

Als meine Frau und ich ein Kind bekamen, verbrachten wir die ersten sechs Monate die allermeiste Zeit zu dritt. Wir wollten diese erste Zeit so richtig genießen. Nach sechs Monaten war es für mich und gleichzeitig auch für meine Frau an der Zeit wieder eigenen Wegen und Aufgaben nachzugehen. Ich wandte mich meinem Studium zu und sie fand einen Einstieg ins Berufsleben.

Die gemeinsame Zeit wurde knapper. Und wir verbrachten viel Zeit mit Absprachen die das Kind betrafen. Mir fehlte die Zeit für uns. Ich wünschte mir, wieder regelmäßig etwas gemeinsam zu unternehmen. Wir haben verschiedenes ausprobiert - regelmäßige abendliche Treffen zu Hause, gemeinsame Ausflüge, Essengehen.

Dies sind die wichtigsten Erfahrungen die ich dabei gesammelt habe. Erstens: Ich finde es leichter etwas zu unternehmen. Zu Hause locken doch immer irgendwelche liegen gebliebenen Aufgaben. Zweitens: Mit Kind gibt es immer etwas Organisatorisches zu besprechen. Manchmal ist es gut das ruhen zu lassen. Drittens: Frustrationstoleranz ist gefragt. Was immer wir uns vornehmen; manchmal klappt einfach nicht. Es passiert regelmäßig, dass das Kind uns braucht oder der Alltag uns erschöpft und wir einfach nur noch schlafen gehen.

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